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Ausbaustrecke Hamburg – Berlin

Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 2

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Die Strecke Hamburg – Berlin verbindet die beiden größten Städte Deutschlands und ist Bestandteil des transeuropäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes.

Die Strecke Hamburg – Berlin verbindet die beiden größten Städte Deutschlands und ist Bestandteil des transeuropäischen Hochgeschwindigkeitsnetzes.

Die Strecke Hamburg – Berlin wurde als Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 2 zwischen 1992 und 1997 bereits mit einem Investitionsvolumen von rund zwei Milliarden Euro von Grund auf erneuert, durchgehend zweigleisig ausgebaut und elektrifiziert.

Nur noch eineinhalb Stunden Fahrzeit

In Hamburg wurde die S-Bahn zwischen Hamburg Hauptbahnhof und Aumühle neu gebaut, am Stadtrand Berlins die Lücke in der Bahnstrecke zwischen Berlin-Spandau und Falkensee geschlossen. Damit konnte die Fahrzeit zwischen den beiden Metropolen von 1990 noch vier Stunden auf zwei Stunden und acht Minuten verkürzt werden. Im Jahr 2001 begann der Ausbau der Strecke für Geschwindigkeiten von 230 Kilometer pro Stunde. Seit dem Fahrplanwechsel am 12.12.2004 beträgt die Fahrzeit rund eineinhalb Stunden.

Schematische Darstellung der Strecke Hamburg - Berlin

Streckenverlauf Hamburg-Berlin

Kreative Lösungen für Tempo 230

Im Februar 2000 entschied die Bundesregierung, die zwischen Hamburg und Berlin geplante Transrapid-Strecke nicht zu bauen. Um die beiden Metropolen dennoch schnell zu verbinden, werden mit der zweiten Ausbaustufe auf der Strecke Geschwindigkeiten von 230 Kilometer pro Stunde erreicht. Damit betrat die Bahn technisches Neuland. Bislang waren 200 km/h das Tempolimit beim Ausbau vorhandener Bahnstrecken. Für den Einsatz des ICE mit Spitzentempo 230 mussten die technischen und Sicherheitsstandards weiterentwickelt und in einigen Fällen neue Lösungen gefunden werden.

Abbau der Bahnübergänge

Die umfangreichste Aufgabe war der Ersatz von 56 Bahnübergängen, davon 27 im Land Brandenburg, 20 in Mecklenburg-Vorpommern und neun in Schleswig-Holstein. Bei Geschwindigkeiten von mehr als 160 km/h darf es keine Bahnschranken mehr geben. Neue Straßenüber- oder Unterführungen sind also zur Erhöhung der Sicherheit nötig.

Auf 14 Stationen entlang der Strecke mussten zum Schutz von Reisenden auf den Bahnsteigen Vorkehrungen getroffen werden, die unmittelbar an den durchgehenden Hauptgleisen liegen. Weiterhin mussten die Fahrbahn und der Unterbau sowie die Brücken für die höheren dynamischen Belastungen verstärkt werden. Für eine gesicherte Energieversorgung der Züge wurde die Oberleitungsanlage den höheren Geschwindigkeiten angepasst. Schließlich musste die Strecke mit einer speziellen Zugsicherungsanlage ausgerüstet werden, die für den kontinuierlichen Datenaustausch zwischen Betriebszentrale und ICE-Führerstand sorgt.

Umbau des Bahnknotenpunktes Wittenberge

Parallel zum Ausbau der Strecke war der Umbau des Bahnknotenpunktes Wittenberge im Gange. Im Frühjahr/Sommer 2004 entstanden neue Gleise und Bahnsteige, um ein schnelleres und komfortableres Umsteigen zu ermöglichen.

Daten und Fakten:

  • Reisezeit:
    1990: 4 Stunden 3 Minuten
    1997: 2 Stunden 14 Minuten
    2001: 2 Stunden 8 Minuten
    Ende 2004: 1 Stunde 33 Minuten
  • Länge: 286 km
  • Investition in 2. Ausbaustufe: ca. 500 Mio. Euro
  • Bahnhöfe: 29
  • Eisenbahnbrücken: 107
  • Straßenbrücken: 19
  • Durchlässe: 141
  • Oberleitung: 595 km
  • Elektronische Stellwerke: 4
  • Bahnenergieleitung: 35 km

Broschüre zum Streckenausbau Hamburg-Berlin

Dateiformat: PDF

Dateigröße: 1,2 MB

Letzte Aktualisierung: 25.03.2009

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ICE bei Einfahrt in den Bahnhof Berlin Ostbahnhof mit Berliner Stadtkulisse

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Bahnhofsuhren aus verschiedenen Epochen

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