Inspektion, Wartung, Entstörung
Instandhaltung – Kernkompetenz der DB Netz AG
Überspringen: Instandhaltung – Kernkompetenz der DB Netz AGDie Instandhaltung ist eine wesentliche Voraussetzung für die nachhaltige Betriebsqualität des Personen- und Güterverkehrs. Sie umfasst die Inspektion, Wartung, Entstörung und Instandsetzung der Schienen- infrastruktur sowie vorbeugende Maßnahmen. Jährlich wendet die Deutsche Bahn aus Eigenmitteln über eine Milliarde Euro für die Instandhaltung von Schienennetz und Anlagen auf.
Die Inspektion beinhaltet die regelmäßige Überwachung des Oberbaus, der Leit- und Sicherungstechnik, der Oberleitungen oder auch der Ingenieurbauwerke. Mit speziellen Mess- und Prüfwerkzeugen ermittelt die DB Netz AG den Ist-Zustand der Schieneninfrastruktur und vergleicht diesen mit dem definierten Soll-Zustand. Dabei kommen beispielsweise spezielle Gleisprüfzüge zum Einsatz, die mit Ultraschall den Zustand der Schienen erfassen.
Nachhaltige Instandhaltungsprogramme
Aus den ausgewerteten Ergebnissen der Inspektion werden unmittelbar eventuell notwendige Instandhaltungsmaßnahmen abgeleitet.
Die Maßnahmen der Entstörung bzw. Instandhaltung sind vielseitig:
Der im Gleisbett verwendete Schotter muss regelmäßig bearbeitet werden, denn die richtige Konsistenz und Lage des Schotters ist wichtig für die korrekte Gleislage. So kann das Gleisbett beispielsweise an der notwendigen Elastizität verlieren, wenn es durch Rückstände wie Staub oder Wurzelwerk verunreinigt ist. Deshalb muss der Schotter regelmäßig durchgearbeitet werden, wobei moderne Stopf- und Vermessungstechnik zum Einsatz kommt. Eine weitere wichtige Maßnahme ist das Schienen- schleifen, das ebenfalls mit Hilfe moderner Technik durchgeführt wird. Durch regelmäßiges Abschleifen der Schienenoberfläche können Riffel oder oberflächennahe Materialfehler, die durch Betriebsbeanspruchung entstehen, beseitigt werden. Dies erhöht nicht nur die Laufruhe von Zügen, sondern bei Einhaltung der optimalen Zyklen auch die Lebensdauer der Schienen.
Einen großen Aufwand erfordern auch die saisonalen Vegetations- arbeiten, die im und am Gleis durchgeführt werden. Um Schäden an Gleisanlagen zu vermeiden, dürfen Pflanzen nicht in den von Zügen befahrenen Raum oder ins Gleisbett hineinragen oder –wachsen. Ebenso frei gehalten werden müssen die mit 15.000 Volt unter Spannung stehenden Fahrleitungen und die Sicht auf Signale. Die Vegetationskontrolle an den Schienenwegen erfolgt in der Regel durch Rückschnitt, Fällung oder Mulchen während der gesetzlich zugelassenen Zeit, in der Regel von Oktober bis März.
Bahnstrecken fit halten
Durch diese präventiven Maßnahmen wird die Verfügbarkeit der Anlagen nachhaltig verbessert. Gerade die Prävention ist Bestandteil der integrierten Instandhaltungs- und Investitionsplanung der DB Netz AG, die verstärkt auf den stark frequentierten Strecken durchgeführt wird.
Informationen zur Instandhaltung
Dateiformat: PDF
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Letzte Aktualisierung: 13.06.2008
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