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Schwerpunkt der Baumaßnahmen

Oberbau: Schienen, Weichen, Schotter und Schwellen

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Mehr als eine Milliarde Euro fließen jährlich in die Erneuerung und Modernisierung des Oberbaus. Mit modernster Schienentechnik werden abgenutzte Schienen und Schwellen durch neue ersetzt.

Von den Investitionen in die bestehende Infrastruktur – insgesamt mehr als drei Milliarden Euro pro Jahr – fließen allein über eine Milliarde Euro in den Oberbau, also in den Austausch von Schienen, Weichen, Schwellen und Schotter. Die Gesamtlänge aller Gleise im Netz der Deutschen Bahn, also inklusive Rangier- und Abstellanlagen, beträgt rund 64.000 Kilometer.

Die Nutzungsdauer des Oberbaus kann stark schwanken; Die Nutzungsdauer hängt im Einzelfall aber stark davon ab, wie die Gleise beansprucht werden. Durch die zunehmenden Verkehrsströme sowie den verstärkten Einsatz längerer und schwerer Züge nutzen sich Gleisanlagen insbesondere auf Hauptmagistralen stärker ab. Die DB Netz AG muss daher in den kommenden Jahren Schienen und Weichen umfangreich erneuern. Dies trifft insbesondere Hauptstrecken im Westen Deutschlands, die in den 70er Jahren erneuert und ausgebaut wurden.

So arbeitet ein Gleisumbauzug (BahnTV-Beitrag von 2004)

Gleisbau im Rekordtempo

Viele dieser Baumaßnahmen führt die Bahn-Tochter DB Bahnbau GmbH durch, die einen der modernsten Maschinenparks Europas mit über 100 Großmaschinen zur Verfügung hat. Beispielsweise zählt der Schnellumbauzug „SUZ 500 UVR“, der Gleisneu- und -umbauarbeiten durchführt, in Fachkreisen weltweit zur modernsten und leistungsfähigsten Technik. Dieser ermöglicht den Austausch der Gleise im Fließbandverfahren, ohne dass dabei die Nachbargleise beeinflusst werden. Die mehr als 300 Tonnen schwere und über 80 Meter lange Maschine erledigt alle Arbeitsschritte – vom Ausbau der alten Schienen und Schwellen bis hin zu deren Neueinbau. Innerhalb einer Stunde können durchschnittlich 350 Meter Gleis erneuert werden.

Moderne Stopf- und Vermessungstechnik sichert die präzise Lage der Gleise im Schotterbett. Nach Einbau der neuer Gleise misst eine Gleisvermessungsmaschine deren absolute Lage. Eventuelle Korrekturwerte können per Diskette an so genannte Stopfmaschinen weitergegeben werden, die für die Durcharbeitung des Schotterbettes verantwortlich sind.

Reibungslose Logistik an der Baustelle

Für die reibungslose Durchführung großer Baumaßnahmen ist auch eine exakt getaktete Baustellen- und Materiallogistik wichtig. Allein 2007 war der Wechsel und Einbau von rund 1.800 Weichen und etwa 4.400 Kilometern Schienen und die Erneuerung von über 3,3 Millionen Eisenbahnschwellen bundesweit zu planen und zu disponieren.

Im Gegenzug müssen Altmaterialen abtransportiert und dann aufbereitet oder entsorgt werden. Die Aufbereitung wird unter anderem von der Bahn-Tochter Deutsche Gleis- und Tiefbau GmbH durchgeführt. Deren Werk in Königsborn wurde 2006 im Rahmen der Initiative von Bundesregierung und Industrieverband BDI „Deutschland – Land der Ideen“ für ihre innovativen Konzepte bei Ressourcengewinnung aus Altmaterial ausgezeichnet. Dieses Werk ist das einzige in Deutschland, in dem alte Schienen und Schwellen wiederaufgearbeitet werden. Dort gewinnt man beispielsweise aus Abfall wertvolles Material sowohl für den Eisenbahn- als auch für den Straßenbau und leistet damit einen konkreten Beitrag zum Umweltschutz. Auch bei der Entsorgung spielt der fachgerechte und umweltverträgliche Umgang mit Altmaterial eine große Rolle. So ist lückenlose Transparenz über die Abfallentsorgung immer gewährleistet.

Großmaschinentechnik der Bahnbau Gruppe - Produktbroschüre

Dateiformat: PDF

Dateigröße: 1,38 MB

Letzte Aktualisierung: 15.01.2009

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Weichen im Detail

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Bahnhofsuhren aus verschiedenen Epochen

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