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Audio - O-Töne

Graffiti-und Vandalismusbekämpfung

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Hörfunkservice Graffiti-und Vandalismusbekämpfung bei der Deutschen Bahn

Anmoderations (Vorschlag):

Dienstagmorgen am Bahnhof Potsdamer Platz: Die Reisenden wundern sich über einen völlig zerkratzten und beschmierten Zug, der im Bahnhof abgestellt ist. Die Sitze aufgeschlitzt, die Scheiben zerkratzt, innen und außen mit Graffiti beschmiert

Dieser Zug ist ein anschauliches Beispiel für die fast alltäglichen Vandalismus-Akte bei der Deutschen Bahn. Und auch in unserer Region ist das Problem offensichtlich: Jedes Jahr muss das Unternehmen einen hohen Millionenbetrag ausgeben, um die Folgen der sinnlosen Zerstörungswut zu beseitigen. Die DB muss Fenster auswechseln, Sitze reparieren und Sprühfarbe mit Spezialreiniger mühselig entfernen.

Wir fragen Jens Puls, Leiter der Konzernsicherheit bei der Deutschen Bahn AG, nach den Folgen dieser Sachbeschädigungen für das Unternehmen:

O-Ton Jens Puls:

„Im letzten Jahr hat die Deutsche Bahn AG rund 46.000 registrierte Fälle von Vandalismus, das heißt Graffiti und Sachbeschädigung, verzeichnet. Das Schadensvolumen beträgt etwa 50 Millionen Euro, eine große Summe, die sich zum Beispiel festmacht an 15.000 Euro, die die Volllackierung eines S-Bahn-Wagens kostet, ohne Schutzfolie. Hier muss man sich vorstellen, dass Mitarbeiter mit aggressiven Chemikalien arbeiten müssen. Es ist also nicht so, dass man einfach einmal durch die Waschstrasse fährt, sondern hier ist wirklich händische Arbeit nötig. Die Gesamtreinigung dauert volle sieben Tage. In dieser Zeit fehlt der Zug im Betrieb, in dieser Zeit ist also Zeit gleich Geld. Dieses Geld würden wir natürlich viel lieber unmittelbar in Kundenservice und in Fahrkomfort investieren.

Abmoderation(Vorschlag):

Anlass für den Demonstrationszug ist der Aktionstag „Vandalismus ausbremsen - Zivilcourage stärken", den die Bundespolizei zusammen mit der Berliner Polizei und der Deutschen Bahn initiiert hat. Mit ihm startet eine bundesweite Kampagne, die die Reisenden für Zivilcourage bei Sachbeschädigungen sensibilisieren soll. Ziel ist es auch, die Graffiti-Szene unter Druck zu setzen. Graffiti ist nicht nur ein Problem der Deutschen Bahn, sondern aller öffentlichen Bereiche.

O-Ton: Jens Puls, Leiter der Konzernsicherheit bei der Deutschen Bahn AG

Dateiformat: MP3

Dateigröße: 0,73 MB

Letzte Aktualisierung: 30.09.2008

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Ansprechpartner zum Thema

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Deutsche Bahn AG

Hartmut Sommer

Leiter und Sprecher Technik, Systemverbund und Dienstleistungen

Potsdamer Platz 2

10785 Berlin

Deutschland

Tel.:  +49 (0) 30 297-62109
Fax:  +49 (0) 30 297-61919


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