Integriertes Verkehrskonzept
Umfassende Studie zeigt Handlungsbedarf und entwickelt klare Lösungswege
Überspringen: Umfassende Studie zeigt Handlungsbedarf und entwickelt klare LösungswegeMit dem „Masterplan Schiene Seehafen-Hinterland-Verkehr“ hat die Deutsche Bahn ein Verkehrskonzept vorgelegt, das Lösungen für den Ausbau des Schienennetzes und neue Betriebskonzepte bietet. Dabei wurden erstmals detaillierte Prognosen und Entwicklungspläne der Häfen mit den Planungen der Deutschen Bahn in einem gesamtheitlichen Konzept zusammengeführt das konkrete Wege aufzeigt. Dieser Masterplan wird auch in den „Masterplan Güterverkehr und Logistik“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) Eingang finden.
Besonderes Merkmal des Masterplans Seehafen-Hinterlandverkehre ist, dass er nicht nur eine Auflistung von Einzelmaßnahmen vornimmt, sondern ein umfassendes Gesamtkonzept darstellt. In ihm werden sowohl Wechselwirkungen einzelner Maßnahmen als auch deren Auswirkungen auf das gesamte Netz berücksichtigt. Schließlich müssen die Transporte nicht nur im unmittelbaren Umfeld der Häfen reibungslos fließen, sondern bis zum Zielort im Binnen- oder Ausland. Im Masterplan wird zudem detailliert aufgezeigt, welche Aufgaben von welchen Akteuren in Angriff genommen werden müssen, um eine nachhaltige Entwicklung
zu gewährleisten.
Untersuchung von See- und Binnenhäfen
Bei der Erarbeitung des Masterplans wurden Detailuntersuchungen zur Entwicklung verschiedener Hafentypen erarbeitet: Deep Sea-, Short Sea- und Binnenhäfen. Auf den großen deutschen Seehäfen Hamburg, den Bremischen Häfen, Lübeck und Wilhelmshaven (im Hinblick auf den künftigen JadeWeser-Port) lag aufgrund ihres immensen Umschlagvolumens ein ganz besonderer Fokus. Darüber hinaus wurde Duisburg als größter Binnenhafen in die Top 5-Liste aufgenommen.
Aber auch Short Sea-Häfen sowie weitere Binnenhäfen wurden berücksichtigt, da das Frachtaufkommen aus diesen Standorten auch mit einem hohen Anteil über bereits hoch belastete Korridore des Schienennetzes abgewickelt wird. Analog wurden auch die Entwicklungen für die kleineren Nord- und Ostseehäfen untersucht.
Für Knoten und Strecken auf dem Schienennetz der Deutschen Bahn wurden auf Grundlage der ermittelten Zunahmen der Güterzugzahlen bis 2015 Maßnahmen zur Vermeidung von Engpässen herausgearbeitet. Diese unterteilen sich in Sofortmaßnahmen, die ohne längere Planungen und Genehmigungsverfahren kurzfristig begonnen werden können, in betriebliche Ansätze wie Umleitungsstrecken oder Alternativrouten und in mittel- bis langfristige Ausbau- und Neubaumaßnahmen.
Letzte Aktualisierung: 02.06.2009
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