DB und Luftreinhaltung
Weniger Schadstoffe für eine saubere Luft
Überspringen: Weniger Schadstoffe für eine saubere LuftIm Kampf gegen die Luftverschmutzung hat Deutschland in den vergangenen Jahren beachtliche Fortschritte erzielt. Auch die Deutsche Bahn hat ihren Anteil daran.Seit 1990 hat die DB ihre direkten und indirekten Partikel- bzw. Feinstaubemissionen um insgesamt 87 Prozent senken können, allein in 2008 gelang ihr eine Minderung von 3,4 Prozent.
Diese Ergebnisse hat sie vor allem erreicht, weil sie viele ihrer Strecken elektrifiziert hat. Denn bei elektrisch betriebenen Zügen fallen keine Luftschadstoffemissionen am Fahrzeug an, sondern ausschließlich bei der Erzeugung des Stroms, den die Züge verbrauchen. Und das sind viel weniger als beim Dieselantrieb. Neben dieser zunehmenden Elektrifizierung der Strecken hat die DB aber auch den Energieverbrauch der Züge selbst verringert: Dies ist gut für die Klimabilanz und führt gleichzeitig zu weniger Schadstoffemissionen. Den Großteil ihrer Dieseltriebwagen und Dieselloks hat die DB mit modernen Motoren ausgestattet. Dies hat Folgen: Beim Dieselruß verursacht die Bahn heute sogar nur noch ein Prozent aller Emissionen des gesamten Verkehrssektors.
Um den Umweltvorteil der Schiene auch im Bereich Luftschadstoffe weiter auszubauen, beteiligte sich die DB an verschiedenen Projekten, in denen sie mit unterschiedlichen Partnern zusammenarbeitet. Sogibt sie dem Motorenhersteller Tognum/MTU Friedrichshafen in dem auf zwei Jahre angelegten Projekt "Locomotive with Clean Exhaust“ (LOCEX) die Möglichkeit, neue technische Lösungen in der Praxis zu testen. In diesem Rahmen rüstete sie eine Rangierlok probeweise mit einem speziellen SCR-Katalysator nach, der Stickoxide aus dem Abgas entfernt. Diese weltweit „sauberste“ Diesellokomotive nahm im Sommer 2008 im Rangierbahnhof Kornwestheim als Testfahrzeug den Betrieb auf. Die Abgaswerte der ab 2012 gültigen Norm IIIB hat sie bei den bisherigen Prüfungen unterschritten. Diese Technologie bei neuen Fahrzeugen einzusetzen, ist momentan noch eine wirtschaftliche und technische Herausforderung. Die Deutsche Bahn steht dabei in engem Kontakt mit der Industrie, um neue Techniken zur Marktreife zu entwickeln.
Letzte Aktualisierung: 21.01.2010
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