Es folgt das Hauptnavigationsmenü

Inhalt

Artenschutz

Neue Quartiere für Fledermäuse in Thüringen

Überspringen: Neue Quartiere für Fledermäuse in Thüringen
Als Ausgleich für den Eingriff in den Lebensraum der heimischen Fledermausarten stellt die Deutsche Bahn Ersatzbehausungen bereit. In neu errichteten Höhlen unweit der ICE-Neubaustrecke können die Tiere sich für ihren Winterschlaf niederlassen.

Der Verlust des Lebensraumes stellt für Fledermäuse grundsätzlich eine große Bedrohung dar. Gesetzliche Grundlage für den Schutz der Tiere bildet in Deutschland das Bundesnaturschutzgesetz in Verbindung mit der Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie. Obwohl die Fledermaus dadurch unter strengem Naturschutz steht, sind heute viele Arten gefährdet. 17 von 24 Arten werden in den Gefährdungskategorien der Roten Liste geführt, darunter auch die Fledermäuse im Thüringer Wald.

Böschung mit Fledermausquartier aus Kalkblöcken

Dort, an der Strecke Nürnberg-Berlin durch den Thüringer Wald, hat die Deutsche Bahn künstliche Fledermaushöhlen errichtet - als Ausgleich für den Eingriff in die Lebensräume der Fledermaus durch die Neubaustrecke und den künftigen Überholbahnhof bei Theuern. Beim ersten Hinschauen übersieht man sie zwar leicht, doch insgesamt neun künstlich errichtete Fledermaushöhlen ziehen sich bisher an der Böschung entlang, allesamt aus großquadrigen Kalkblöcken gebaut, mit Kiesmaterial hinterfüllt und anschließend mit kleinerem Kalkgestein überschüttet. Noch sind sie unbewohnt, aber ab dem nächsten Herbst sollen sich verschiedene Fledermausarten – vor allem die graue Langohr- und die Mopsfledermaus – in den künstlichen Höhlen unweit der ICE-Trasse zum ersten Winterschlaf niederlassen.

Die Ersatzquartiere wurden unter Mitwirkung der Naturschutzbehörden errichtet. Dort ist man optimistisch, dass die Domizile bald besiedelt werden. In etwa 1,50 Meter Tiefe liegend und mit einer Länge von sechs bis acht Metern bieten die neuen Höhlen ideale Bedingungen für den Winterschlaf der Tiere. Die Optik im Inneren der Höhle erinnert an einen Bergwerksstollen mit unzähligen Klüften, an denen sich die Tiere ansetzen können. Der Lärm, der an der ICE-Trasse durch die vorbeibrausenden Züge entsteht, störe die Fledermäuse dabei nicht, sagt Gunter Berwing von der Unteren Naturschutzbehörde. Fledermäuse würden sich ja auch auf den Dachböden von Kirchen wohl fühlen und auch das ständige Läuten der Glocken störe sie da wenig.

Letzte Aktualisierung: 30.04.2009

  Druckansicht .  Seite empfehlen

Ende des Artikels

Zwei kleine Fledermäuse hängen von der Decke

Verwandtes Thema

Überspringen: Verwandtes Thema

Ansprechpartner zum Thema

Überspringen: Ansprechpartner zum Thema

Deutsche Bahn AG

DB Umweltzentrum

Dr. Michael Below

Betrieblicher Umweltschutz TUM 1

Caroline-Michaelis-Str. 5-11

10115 Berlin

Deutschland

Tel.:  +49 30-297-56540
Fax:  +49 30-297-56505


Ende des Inhalts
Bahnhofsuhren aus verschiedenen Epochen

Ende des Inhalts