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Von den Anfängen bis 1996

Das Museum besteht bereits seit über 100 Jahren

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In Nürnberg fuhr 1835 die erste Eisenbahn in Deutschland. Mehr als 60 Jahre später, 1899, wurde an demselben Ort ein Eisenbahnmuseum eröffnet. Das Nürnberger "Verkehrsmuseum" ist das älteste eisenbahngeschichtliche Museum in Deutschland überhaupt.

Die Anfänge des Museums reichen weit vor seine Eröffnung von 1899 zurück. Bereits 1882 hatte die bayerische Staatseisenbahn in München ein kleines Museum für bayerische Eisenbahngeschichte eingerichtet. Der geschichtsbewusste Nürnberger Bürgermeister Georg von Schuh holte die Sammlung einige Jahre später nach Franken.

Eröffnung des "Königlich Bayerische Eisenbahnmuseums" 1899

Im Frühjahr 1899 bot er der bayerischen Bahnverwaltung die unentgeltliche Überlassung eines Ausstellungsgebäudes am Marientorgraben an. Wenige Monate später konnte dort das "Königlich Bayerische Eisenbahnmuseum" eröffnet werden. Im Jahre 1902 folgte die feierliche Eröffnung einer neuen Abteilung für Post und Telegrafie. Das Eisenbahnmuseum wurde daraufhin in "Königlich Bayerisches Verkehrsmuseum" umbenannt.

Impressionen des alten Verkehrsmuseums

Die Verbindung von Bahn- und Postmuseum spiegelte die staatlichen Verwaltungsstrukturen wider. Die Eisenbahn und das Post- und Telegraphenwesen in Bayern unterstanden auch nach der Reichsgründung 1871 dem bayerischen Staat. Verwaltungstechnisch waren beide Bereiche demselben Ministerium zugeordnet: seit 1871 dem Ministerium des Äußeren, ab 1903/04 dann dem neuen Staatsministerium für Verkehrsangelegenheiten, dem auch das Verkehrsmuseum unterstand.

Neubau des Museum im Jahr 1925

Das erweiterte Museum benötigte schon bald mehr Platz. Wieder half die Stadt Nürnberg, indem sie der Bahn im Jahr 1910 unentgeltlich einen Bauplatz an der Lessingstraße überließ und einen Teil der Baukosten des neuen Museumsgebäudes übernahm. Kurz nachdem im Sommer 1914 die Bauarbeiten begonnen hatten, brach der Erste Weltkrieg aus und unterbrach die Fortführung des Projektes. So konnte das Museum erst 1925 in dem bis heute bestehenden Bau eröffnet werden. Insgesamt standen nun 9.700 m² Ausstellungsfläche zur Verfügung, 8.500 m² für die Bahn und 1.200 m² für die Post.

Getrennte Behörden nach dem 1. Weltkrieg

In die Zeit des Neubaus an der Lessingstraße fallen wichtige organisatorische Veränderungen. Seit dem Ende des Ersten Weltkriegs waren die Museumsabteilungen getrennten Verwaltungsbehörden zugeordnet: dem für die Deutsche Reichsbahn zuständigen Reichsverkehrsministerium und dem Reichspostministerium. Darüber hinaus änderte sich die Konzeption beider Abteilungen, die ihre Perspektive nun auf die gesamtdeutsche Entwicklung ausweiteten.

Schwere Schäden im Zweiten Weltkrieg

Eine wichtige Zäsur bedeutete auch der Zweite Weltkrieg. Das schon im September 1939 geschlossene Verkehrsmuseum wurde 1943 bei einem Luftangriff schwer beschädigt. Es dauerte bis in die 1960er Jahre, bis alle Räume wieder zugänglich waren. Anläßlich der 125-Jahr-Feier der deutschen Eisenbahnen 1960 konnte die große Modellbahnanlage im ersten Obergeschoss erstmals den Besuchern vorgeführt werden.

Zur 150-Jahr-Feier der deutschen Eisenbahnen 1985 erfolgte eine weitere Umgestaltung. In diesem Jahr eröffnete das Museum eine neue Dauerausstellung sowie das Freigelände mit der neuen Fahrzeughalle in der Sandstraße gegenüber dem Haupthaus.

Übernahme als Firmenmuseum der Deutschen Bahn AG

Die jüngste Veränderung in Struktur und Gestalt des Verkehrsmuseums hatte ihre Ursache in der Reform von Bahn und Post Mitte der 1990er Jahre. Die Postabteilung des Verkehrsmuseums wurde im Zuge der Postreform 1995 Teil der neu gegründeten "Museumsstiftung Post und Telekommunikation" und in "Museum für Kommunikation" umbenannt. Die Eisenbahnabteilung wurde von der neu geschaffenen Deutschen Bahn AG 1996 als Firmenmuseum des Konzern übernommen und erhielt die Bezeichnung "DB Museum". Seitdem befinden sich unter dem Dach des alten Verkehrsmuseums zwei eigenständige Museen.

Letzte Aktualisierung: 09.01.2008

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Ein Detail aus Metall an einem historischen Fahrzeug

Im Internet

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http://www.museumsstiftung.de

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