Der Spazierstock des Eisenbahndirektors
Objekte der Begierde im DB Museum
Überspringen: Objekte der Begierde im DB MuseumWas hat ein Spazierstock mit der Eisenbahn zu tun? Bei dem edlen Exemplar mit dem verzierten Knauf handelt es sich um den Spazierstock von Johannes Scharrer, dem Direktor der ersten Eisenbahn in Deutschland. In drei Räumen wird im DB Museum auf 490 Quadratmetern ein bunter Reigen an großen und kleinen Geschichten aus der Welt der Eisenbahn präsentiert. Im „Salon des Eisenbahndirektors“ beginnt für den Besucher der Spaziergang durch die Vergangenheit, denn Scharrers Empfangszimmer – und der Gehstock – bilden den Auftakt.
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Der Spazierstock des Eisenbahndirektors Johannes Scharrer |
Erzählt werden diese Geschichten anhand zahlreicher Fundstücke, die seit vielen Jahren in den verschiedenen Sammlungen des DB Museums schlummern und jetzt erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Im „Magazin der vergessenen Dinge“, einer 350 Quadratmeter großen ‚Ausstellung in der Ausstellung‘, die mit rund 1.000 Europaletten bestückt ist, lassen sich faszinierende Objekte und nie zuvor gezeigte Kuriositäten entdecken: Von Atomlokplänen über Gasturbinen, Hollywood-Schaukeln und Hundefahrkarten bis hin zu den offiziellen Aprilscherzen der Bundesbahn. Einziges Kriterium der verschiedenen Schaustücke: Alle Exponate entstammen den Beständen des DB Museums.
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Der Besucher wird zudem mit einem Augenzwinkern an ein Thema herangeführt, das in den meisten Eisenbahnmuseen keinen Platz findet – der Eisenbahn-Freund und seine Objekte der Begierde: So geht die Ausstellung etwa den klingenden Spitznamen für Lokomotiv-Baureihen auf die Spur. Auch der Laie wird erkennen, warum die ersten Exemplare der Diesellokomotive V 160 – nach der italienischen Filmdiva Gina Lollobrigida – liebevoll „Lollo“ genannt wurden. Außerdem präsentiert das Museum äußerst seltene und wertvolle Stücke aus der Fahrkartensammlung, die das Herz des Sammlers garantiert höher schlagen lassen.
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Die besondere ‚Strahlkraft‘ einiger ausgesuchter Exponate kann in einem gesonderten Raum, der „Schatzkammer der Erinnerung“ bestaunt werden. Um einen kleinen “Schatz” im wahrsten Sinne des Wortes handelt es sich bei den hier gezeigten Münzen aus dem 17. Jahrhundert. Aber auch das persönliche Andenken an 44 Jahre Berufsverkehr, das vier “überwiegend sehr zufriedene Pendler” dem Museum vermachten, hat nunmehr einen Platz in dieser Schatzkammer. Selbst weniger glänzende Fundstücke finden hier Aufnahme: Wieso rettete beispielsweise nur ein selbst geschnitztes Holzstück die Ehre des Paradezugs der DDR? In keinem Ersatzteillager, in keiner Betriebsanleitung oder Dienstvorschrift findet sich die Antwort – aber im DB Museum.
Flyer "Der Spazierstock des Eisenbahndirektors"
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Letzte Aktualisierung: 22.07.2008
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