Es folgt das Hauptnavigationsmenü

Inhalt

Ausgiebige Testfahrten

ICE 3 ist technisch fit für den Verkehr nach Frankreich

Überspringen: ICE 3 ist technisch fit für den Verkehr nach Frankreich
Nach mehr als 100.000 Kilometern auf dem französischen Netz wurde der ICE 3 durch die französischen Behörden zugelassen. Auf dem französischen Streckennetz fährt er Geschwindigkeiten bis zu 320 km/h.

Der ICE 3 ist technisch fit für den Verkehr nach Frankreich. Damit hat die Deutsche Bahn AG eine entscheidende Etappe auf dem Weg zum europäischen Hochgeschwindigkeitsverkehr gemeistert. Um den Besonderheiten des französischen Netzes gerecht zu werden, mussten am Fahrzeug zahlreiche technische Änderungen vorgenommen werden. Basis für die Umbauarbeiten war ein fünfjähriges Testprogramm, bei dem ICE-3-Versuchszüge in mehreren Phasen mehr als 100.000 Kilometer auf dem französischen Netz zurückgelegt haben. Erst im März 2007 wurden die letzten Testfahrten des umgebauten ICE 3M beendet, die für die formale Zulassung der Baureihe ICE 3M durch die französische Zulassungsbehörde notwendig sind.

Der Umfang der Umbauarbeiten am Zug war zeitaufwändig und teuer: Sie betreffen vor allem die Steuerung der Wirbelstrombremse, den Umgang mit den Trennstellen in der Oberleitung für die Stromabnehmer, die Steuerung der Außentüren, die aerodynamische Anpassung im Unterflurbereich zur Vorbeugung gegen Schotterflug sowie die äußerst anspruchsvolle Technik der französischen Zugsicherungssysteme. Nach Aussagen der Bahnindustrie belaufen sich die Gesamtkosten für die Anpassung der ICE 3M auf gut acht Millionen Euro pro Triebzug. Rund 28 Millionen Euro hat sich die DB außerdem bislang die Zulassung selbst kosten lassen.

Von einander lernen

Die Deutsche Bahn hat gemeinsam mit dem ICE-3-Konsortialführer Siemens unter Beteiligung von Bombardier die Zulassung unter fachlicher Begleitung der französischen Staatsbahn (SNCF) betrieben.

Mehr als fünf Jahre war der ICE 3M immer wieder in Frankreich zu Testfahrten unterwegs. Seine Rennstrecken waren hauptsächlich Strasbourg–Mulhouse, Roissy-Charles de Gaulle–Lille–Calais sowie die Strecke von Lyon nach Aix-en-Provence. Damit der deutsche Hochgeschwindigkeitszug auf dem französischen Streckennetz fahrplanmäßig 320 Stundenkilometer schnell fahren kann – das wird auf dem Weg von Frankfurt nach Paris ab Sommer 2007 auf dem Abschnitt zwischen Baudrecourt und Vaires der Fall sein – ist er bereits bei früheren Testreihen Geschwindigkeiten mit bis zu 353 km/h getestet worden.

Im Juli 2001 begannen nach langwierigen, jahrelangen Vorbereitungen die praktischen Versuche in Frankreich. Parallel verabschiedete die EU Mitte 2002 die TSI-Normen (Technische Spezifikationen für die Interoperabilität), die für den Hochgeschwindigkeitsverkehr EU-weit technische Standards für einen interoperablen – also grenzüberschreitenden – Schienenverkehr vorgeben. Dies erleichterte die Orientierung aller am Zulassungsprozess Beteiligten.

Fakten zum ICE 3 MF

Dateiformat: PDF

Dateigröße: 0,28 MB

Letzte Aktualisierung: 24.05.2007

  Druckansicht .  Seite empfehlen

Ende des Artikels

ICE in französischem Bahnhof

Der ICE 3 MF in Frankreich

Weitere Informationen: 

Verwandte Themen

Überspringen: Verwandte Themen

Ende des Inhalts

Ende des Inhalts