Umweltsieger Bahn
Die Bahn – sparsamer als ein 3-Liter-Auto
Überspringen: Die Bahn – sparsamer als ein 3-Liter-AutoWährend vor allem der Luftverkehr und der Güterverkehr auf der Straße allgemein als Hauptquelle für den Anstieg der klimagefährdenden Kohlendioxid-(CO2)-Emissionen im Verkehrsbereich gelten, beweist die Bahn, dass Mobilität und Klimaschutz kein Widerspruch sind. So konnte das Unternehmen seine spezifischen – also auf die Verkehrsleistung bezogenen – Kohlendioxid-Emissionen (CO2) seit 1990 um rund ein Drittel reduzieren. Für den Zeitraum von 2002 bis 2020 hat sich die Bahn im Rahmen ihres laufenden „Klimaschutzprogramms 2020“ freiwillig eine Senkung um mindestens weitere 15 Prozent vorgenommen. In den Jahren 2003 und 2004 wurden bereits minus 4,4 Prozent erreicht.
Die Bahn ist das umweltfreundlichste Verkehrsmittel
Auch in Sachen Energieverbrauch liegt die Bahn im Vergleich der Verkehrsträger ganz vorn: So weist der ICE 2 bei einer Auslastung von 50 Prozent einen Verbrauch von umgerechnet rund 2,5 Liter Benzin pro Person und 100 Kilometer auf, der ICE 1 immerhin noch weniger als drei Liter Benzin. Sieger in Sachen Umwelt ist jedoch der ICE 3.
Das Flaggschiff der Deutschen Bahn hat hinsichtlich Schnelligkeit, Komfort, Energieverbrauch, Klimaschutz, Luftreinhaltung und Wirtschaftlichkeit die Nase vorn. Das belegen beispielhaft Energieverbrauchsdaten oder auch Emissionswerte. Der ICE 3 fährt trotz Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde deutlich energiesparender als alle Kleinwagen: Bereits bei einer Auslastung von 50 Prozent kommt der elektrische Triebzug auf einen Energieverbrauch von nur zwei Litern Benzin pro Person auf 100 Kilometern.
Auto/Bahn: Der direkte Vergleich
Den Umweltvorteil der Bahn veranschaulicht auch der direkte Vergleich auf der ICE-Verbindung Hamburg–Berlin: Der ICE bewältigt die Strecke in nur eineinhalb Stunden und ist damit doppelt so schnell wie das Auto. Der Zug verbraucht auf dem Weg zwischen den beiden Städten bei durchschnittlicher Auslastung umgerechnet in Benzin pro Person weniger als acht Liter. Beim Auto sind es mehr als 27 Liter.
Von einer solchen Energiebilanz sind Verkehrsträger wie PKW und Flugzeug noch weit entfernt. Ein Bahnreisender verbraucht im Durchschnitt gegenüber dem PKW nur ein Drittel und gegenüber dem Kurzstreckenflug nur ein Viertel an Energie.
Faire Wettbewerbsbedingungen für alle Verkehrsträger
Die Umweltpolitik der Bahn zielt darauf ab, den ökologischen Vorsprung der Schiene konsequent auszubauen. Auch in Zukunft wird die Bahn bei jedem gefahrenen Kilometer weniger Energie verbrauchen, weniger Schadstoffe und weniger Lärm verursachen, doch dafür sind auch faire Wettbewerbsbedingungen notwendig.
Momentan zahlt die Bahn jährlich rund 200 Millionen Euro Ökosteuer, während Flugzeug und Binnenschiff von Öko- und Mineralölsteuer befreit sind. Hinzu kommt, dass die Bahn als einziger Verkehrsträger substanziell vom Emissionshandel betroffen ist, der allein im Jahr 2004 zu Mehrkosten von etwa 50 Millionen Euro bei der Strombeschaffung geführt hat. Um das wirklich nachhaltige Verkehrssystem Bahn zu stärken, ist vor allem die Politik gefragt.
Letzte Aktualisierung: 13.08.2007
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