Umweltdialog
Im Dialog mit Umweltverbänden
Überspringen: Im Dialog mit UmweltverbändenAuch wenn man sich beim Ziel „Mehr Verkehr auf die Schiene – (auch) aus Umweltgründen“ einig ist: Grundsätzliche Positionen von DB und Umweltverbänden sind nicht immer deckungsgleich. So haben beide Seiten bislang keinen Konsens beim Ausbau der Hochgeschwindigkeitstrassen oder der Fahrradmitnahme im ICE erzielen können. Umgekehrt sind sich DB und Umweltverbände unisono einig in ihrer Ablehnung größerer und schwererer LKW, der Gigaliner, auf deutschen Straßen. Für die DB ist der Dialog mit ihren Anspruchsgruppen im Umweltbereich wichtig und notwendig, weil er die gesellschaftliche Akzeptanz des unternehmerischen Handelns stärkt und dem Unternehmen Impulse und Denkanstöße gibt.
Für den Dialog mit den Umweltverbänden hat die DB mehrere Foren eingerichtet, die sich in einigen Fällen bis zur institutionalisierten Zusammenarbeit weiter entwickelten. Eines dieser Beispiele ist die 2001 gestartete Kooperation „Fahrtziel Natur“, in der die Bahn zusammen mit BUND, NABU und VCD mittlerweile 17 deutsche und seit 2007 auch ein Schweizer Großschutzgebiet in den Mittelpunkt einer Kampagne für umweltfreundlichen Tourismus stellen.
Jährliches „Gipfeltreffen“ mit Umweltverbänden
Einmal jährlich erörtern der DB-Vorstandsvorsitzende und der Generalbevollmächtigte Systemverbund Bahn gemeinsam mit den Präsidenten der großen Umweltverbände aktuelle verkehrs- und umweltpolitische Themen. Schwerpunkte waren unter anderem die Förderung des Schienengüterverkehrs, die Minderung der Lärm- und Feinstaubemissionen sowie die Energiebesteuerung – und jeweils die Vereinbarung zur Fortführung von „Fahrtziel Natur“.
Workshop Umwelt und Verkehr
Mit dem bereits 1997 gestarteten und jährlich durchgeführten zweitägigen „Workshop Umwelt und Verkehr“ bietet die DB einer Vielzahl von Teilnehmern vorrangig aus Umwelt- und Verkehrsverbänden die Möglichkeit, sich über aktuelle Entwicklungen bei der DB in Sachen Klima- und Umweltschutz zu informieren. Bis zu 70 Teilnehmer aus Umwelt- und Verkehrsverbänden, Wissenschaft, Gewerkschaften, Umweltbundesamt, Bundesumweltministerium und ausländischen Bahnen nehmen an den Workshops teil. Die Impulse aus der Veranstaltung haben zahlreiche Projekte innerhalb der DB angestoßen oder beschleunigt und zugleich das gegenseitige Verständnis zwischen DB und Umweltverbänden gefördert.
Fachgespräche und gemeinsame Projekte
Vertiefende Diskussionen finden zudem in Fachgesprächen statt. Dabei stellt sich die DB den Fragen und Vorschlägen der Umweltverbände: Zum Beispiel wurde auf Wunsch der Verbände 2008 das Thema Abgasreinigung bei Dieselfahrzeugen in einem Fachgespräch im Erfurter Werk von DB Bahn Regio diskutiert. Ziel der DB ist es dabei, über praktische Aspekte des Bahnbetriebs zu informieren, Transparenz über Produkte und Technik herzustellen sowie die Umweltverbände mit den entsprechenden Spezialisten vor Ort zusammen zu bringen. Für die DB gehen daraus Impulse für die weitere Arbeit hervor.
Projektbezogene Kooperationen und Dialoge im Umweltbereich sind bei der DB an der Tagesordnung. Hier arbeitet sie nicht nur mit Umweltverbänden, sondern auch mit Behörden, Ministerien und Kommunalpolitikern eng zusammen, sei es bei der Abstimmung von gemeinsamen Positionen, Projektunterstützungen oder gemeinsamen Projekten. Die Zusammenarbeit verfolgt das Ziel, einvernehmliche Lösungen zu erarbeiten, im Sinne einer noch umweltfreundlicheren und attraktiveren Bahn.
Letzte Aktualisierung: 01.07.2009
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