Es folgt das Hauptnavigationsmenü

Inhalt

CO2-Emissionen

Stetig sinkende CO2-Emissionen

Überspringen: Stetig sinkende CO2-Emissionen
Seit 1994 erfasst die DB die CO2-Emissionen ihres Schienenverkehrs umfassend und systematisch. Seit 2008 werden alle Geschäftsfelder weltweit in die Konzernbilanz einbezogen.

Eine CO2-Emissionsbilanz, die alle Geschäftsfelder des Konzerns einbezieht, legte die DB zum ersten Mal für 2007 vor. Für 2008 wurden die Daten jetzt aktualisiert: Demnach wurden durch sämtliche Fahrzeuge und Anlagen des DB-Konzerns sowie durch eigene beziehungsweise durch Subunternehmer durchgeführte Transporte weltweit insgesamt rund 23 Millionen Tonnen CO2 emittiert.

x

Absolute CO2-Emissionen im gesamten DB-Konzern

Bild vergrößern: Absolute CO2-Emissionen im gesamten DB-Konzern

Bei der Berechnung der CO2-Emissionen bezieht sich die DB immer auf den Primärenergieverbrauch, denn nur auf dieser Basis ist ein systematischer Vergleich verschiedener Verkehrsträger möglich. So fallen bei elektrisch betriebenen Zügen keine Emissionen unmittelbar am Fahrzeug an, sondern vorgelagert bei der Stromerzeugung in den Kraftwerken. Auch die Gewinnung, der Transport und die Verarbeitung von Energierohstoffen wie z.B. Kohle, Öl oder Uran werden in den Bilanzen der DB unter dem so genannten Begriff der Vorkette mit berücksichtigt, um ein realistisches Bild der tatsächlichen Umweltauswirkungen in der gesamten Wirkkette geben zu können.

CO2-Emissionen Schienenverkehr

Mit einer Reduzierung der spezifischen CO2-Emissionen von 15,6 Prozent seit 2002 ist die DB bei der Erfüllung ihres ambitionierten Zieles auf einem sehr guten Weg. Ausschlaggebend für die Entwicklung sind der weiterhin umweltfreundliche Strommix, alle Maßnahmen rund um die Energie sparende Fahrweise sowie die Beförderung von immer mehr Personen und Gütern auf der Schiene. Die absoluten Emissionen der Traktion konnten im Vergleich zu 2007 um rund 1 Prozent vermindert werden und liegen erstmals in der Unternehmensgeschichte unter 7 Millionen Tonnen CO2. Das entspricht rund 3 Prozent der verkehrsbedingten CO2-Emissionen in Deutschland.

Der Güterverkehr zeigt über Jahre hinweg sinkende spezifische CO2-Emissionen, im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich der Wert 2008 um 1,7 Prozent. Mit rund 23 Gramm pro Tonnenkilometer liegt die Schiene etwa bei einem Viertel der CO2-Emissionen des LKW. Dieser Umweltvorteil soll auch in Zukunft weiter gehalten und möglichst ausgebaut werden.

Der Schienenpersonenverkehr hat sich ebenfalls wieder positiv von den anderen Verkehrsmitteln abgesetzt. Die spezifischen CO2-Emissionen im Fernverkehr reduzierten sich 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Prozent, im Nahverkehr um 3,0 Prozent. Die Angaben beruhen – um systematische Vergleiche zu ermöglichen - auf einer durchschnittlichen Auslastung der Verkehrsmittel, so dass vor allem energiesparende PKW bei hoher Besetzung konkurrenzfähig niedrige CO2-Emissionen pro Kopf aufweisen. Bei der Nutzung eines eigenen PKW fallen die CO2-Emissionen im Gegensatz zur Bahnfahrt jedoch immer zusätzlich an. Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der PKW-Flotte in Deutschland liegen derzeit bei rund 140 Gramm pro Personenkilometer und sind durch eine starke Spreizung geprägt. Während einerseits Sprit sparende Fahrzeuge stärker nachgefragt werden, ist auch der Trend zu einer immer stärkeren Motorisierung bei den PKW-Käufern ungebrochen. Im Ergebnis sinken die durchschnittlichen spezifischen Emissionen in der Flotte nur langsam ab.

x

Spezifische CO2-Emissionen im Schienengüterverkehr in Deutschland

Bild vergrößern: Spezifische CO2-Emissionen im Schienengüterverkehr in Deutschland

x

Spezifische CO2-Emissionen im Schienenpersonenverkehr in Deutschland

Bild vergrößern: Spezifische CO2-Emissionen im Schienenpersonenverkehr in Deutschland

CO2-Emissionen Straße, Luft, See, Logistik

DB Schenker Logistics hat auf Datenbasis von 2008 erneut seine Emissionen im Landverkehr, in der Luft- und Seefracht, der Kontraktlogistik sowie den betrieblichen Anlagen erfasst und daraus den so genannten Fußabdruck für das Berichtsjahr 2008 berechnet. Die Berechnung des Footprints erfolgte analog zu der ersten Berechnung für das Berichtsjahr 2007. Dafür hatte das zentrale Umweltmanagement-Team eine Taskforce gegründet, um alle Daten zu sammeln und zu erfassen. Diese wurden dann einem externen Berater, dem Ökoinstitut Berlin, übermittelt, um den CO2-Footprint von DB Schenker Logistics in Übereinstimmung mit den Anforderungen der Norm ISO 14064-1 zu berechnen. Die Methodik ist von Deloitte Cert., Düsseldorf/Deutschland, gemäß DIN ISO 14064-3 validiert worden.

Die folgenden Angaben beziehen sich immer auf Primärenergie ("well-to-wheel") und wurden gemäß Scope 1 bis 3 gemäß Greenhouse Gas Protocol (GHG) und ISO 14064 erhoben:

  • Bei einer Verkehrsleistung von rund 20 Milliarden Tonnenkilometer im Landverkehr weltweit einschließlich des Fährentransports von LKWs betrugen die absoluten CO2-Emissionen in 2008 rund 2,6 Millionen Tonnen. Die spezifischen CO2-Emissionen für das europäische Gebiet betragen im LKW-Nahverkehr (Verteilverkehr),  durchschnittlich 178 Gramm pro Tonnenkilometer und im LKW-Fernverkehr (Hauptlauf) 89 Gramm pro Tonnenkilometer.
  • Bei einer Verkehrsleistung von rund 10 Milliarden Tonnenkilometer weltweit in 2008 betrugen die absoluten CO2-Emissionen im Lufttransport ohne Vor- und Nachläufe rund 7 Millionen Tonnen. Die spezifischen CO2–Emissionen im Luftverkehr betragen durchschnittlich 713 Gramm pro Tonnenkilometer.
  • Obwohl die weltweiten Seetransporte mit knapp 200 Milliarden Tonnenkilometer in 2008 den größten Anteil der Transport-Dienstleistungen von DB Schenker Logistics ausmachten, sind sie für nur 3,5 Millionen Tonnen absoluter CO2-Emissionen (mit Zubringerverkehren kleinerer Schiffe im Vor- und Nachlauf) verantwortlich. Ihre spezifischen CO2–Emissionen betragen durchschnittlich nur rund 18 Gramm pro Tonnenkilometer.

Nachfolgend einige Beispiele für CO2-Minderungsmaßnahmen bei DB Schenker Logistics:

DB Schenker Logistics wickelt den LKW-Verkehr mit einem flächendeckenden System von Umschlagplätzen und Terminals ab. Hier werden die Sendungen gebündelt, nach Zielregionen sortiert und weiterverteilt. Mit örtlichen Verteilersystemen, bei dem statt Sternfahrten Rundtouren („Milkruns“) gefahren werden, können im Verteilerverkehr bis zu 60 Prozent der Strecken und damit die entsprechenden Emissionen eingespart werden, wie DB-interne Untersuchungen ergeben haben. Darüber hinaus optimiert DB Schenker Logistics mit der Frachten-Börse DB Schenker Cargonet die Auslastung seiner Transportströme im Landverkehr auch für kurzfristige Ladungen und Laderaum.

In den USA nimmt DB Schenker Logistics am so genannten SmartWay Programm der US-Umweltschutzbehörde (EPA) zur Reduzierung der verkehrsbedingten Emissionen teil. Ziel des Programms ist es, zwischen 3,3 und 6,6 Milliarden Gallonen Diesel pro Jahr einzusparen, was einer Emissionsreduktion von 33 bis 66 Millionen Tonnen CO2 und bis zu 200.000 Tonnen Stickoxide entspricht.

Auch die Kunden können auf die Reduzierung der CO2-Emissionen direkt Einfluss nehmen: Zur Reduzierung der Emissionen in der Seefracht bietet DB Schenker seinen Kunden an, die Schiffe bei nicht zeitkritischen Transporten mit einer verminderten Geschwindigkeit und damit geringeren CO2- und Schadstoffemissionen zu fahren: Im „Speed Reduction Program“ in Zusammenarbeit mit der Reederei Hapag-Lloyd fahren die Containerschiffe statt mit 23 Knoten ausschließlich mit 20 Knoten zwischen Europa und Asien. Dabei werden bis zu 30 Prozent Treibstoff und damit im gleichen Umfang CO2-Emissionen eingespart, während sich die Transportzeit um maximal vier Tage verlängert. Für Destinationen in Schweden besteht darüber hinaus die Möglichkeit, auch den Verteilerverkehr vor Ort ebenfalls „grün“ zu gestalten („grüne Tradelane“).

Für zeitkritische Transporte zwischen Europa, Asien und Nordamerika bietet DB Schenker mit „DB SCHENKERskybridge“ eine Kombination von See- und Luftfracht, zum Beispiel über Dubai, an. Damit reduzieren sich Transportzeiten um 30 bis 50 Prozent verglichen mit reiner Seefracht, und die CO2-Emissionen werden um bis zu 50 Prozent reduziert verglichen mit reiner Luftfracht.

DB Schenker Logistics steht in engem Kontakt mit seinen Partnerfluggesellschaften und ‑reedereien, um weitere Möglichkeiten zur langfristigen CO2-Reduzierung zu erarbeiten und umzusetzen. Im Oktober 2008 hat ein Umweltworkshop mit den Umweltmanagern von jeweils sieben der wichtigsten Reedereien und Luftfahrtgesellschaften, den sogenannten „Preferred Carriern“, die im Auftrag von DB Schenker Logistics fahren, und Vertretern des Produktmanagements von Luft- und Seefracht bei DB Schenker stattgefunden. Im Zentrum stand vor allem der Austausch zu Erfahrungen im Umweltmanagement, zu CO2-Berechnungsmethoden und zu Reduzierungspotenzialen. DB Schenker Logistics begleitet die CO2-Emissionsminderungsziele seiner Auftragnehmer mit einem jährlichen Monitoring ihrer Emissionswerte und einer Abstimmung der Berechnungsmethoden.

CO2-Emissionen Straße - Busse, PKWs und Nutzfahrzeuge - Stadtverkehr und Fuhrparkmanagement

Die CO2-Emissionen der Busse, PKWs und Nutzfahrzeuge der DB machen mit 12 Prozent den geringsten Anteil an den absoluten CO2-Emissionen des gesamten Personenverkehrs des DB-Konzerns aus. Die spezifischen CO2-Emissionen der eigenen Busse und der Busse von Auftragnehmern der DB Stadtverkehr betrugen 75 Gramm pro Personenkilometer in 2008 und stiegen damit leicht gegenüber dem Vorjahr um 2 Prozent. Die spezifischen CO2-Emissionen pro Personenkilometer der DB-Busflotte entsprechen damit ungefähr dem öffentlichen Durchschnitt im Linienbusnahverkehr. Die absoluten CO2-Emissionen der PKW und Nutzfahrzeuge des Mobilitäts- und Flottenmanager DB Fuhrpark betrugen in 2008 insgesamt 108.000 Tonnen.

CO2-Emissionen - Stationäre Anlagen

Zusätzlich zu ihrem Verkehrsträger im Kerngeschäft hat die DB auch die absoluten CO2-Emissionen ihrer stationären Anlagen (Bahnhöfe, Werkstätten, Büros) 2008 um rund 7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesenkt, vor allem aufgrund des weiter gesenkten Energieverbrauchs.

x

CO2-Emissionen der stationären Prozesse im Schienenverkehr seit 1990

Bild vergrößern: CO2-Emissionen der stationären Prozesse im Schienenverkehr seit 1990

Letzte Aktualisierung: 09.09.2009

  Druckansicht .  Seite empfehlen

Ende des Artikels

Schenker Flugzeug und LKW

Ende des Inhalts
Fahren Sie mit uns Richtung Umweltschutz.

Ende des Inhalts