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Passagiere zählen im Vorbeigehen

Incoretex arbeitet gemeinsam mit der Deutschen Bahn daran mit Sensormatten die Passagiere in Zügen zu zählen. Kapazitäten können damit besser geplant und freie Sitzplätze leichter gefunden werden. Für pünktlichere Züge und zufriedenere Kunden.

Im Rahmen von Instandhaltungsarbeiten wurde eine smarte Sensorfolie von Incoretex unter dem Teppich im Mittelgang eines ICE3-Wagens verlegt. Eine Künstliche Intelligenz erkennt exakt wie viele Personen im Zug sind und wo sie sitzen. Ziel ist es mit dem vollautomatischen System eine Genauigkeit von über 95 Prozent zu erzielen und auch bei vollen Zügen zuverlässige Ergebnisse zu liefern. Sitzplatzbelegung und Passagierzahlen werden anonym in Echtzeit übertragen und geben wagen- und sitzplatzscharf Auskunft über die Passagiere im Zug.

Im Vergleich zu anderen Verfahren zur Fahrgastzählung und Kapazitätsmessung ist die hohe Genauigkeit sowie 100-prozentige Anonymität und damit absolute Datenschutzkonformität des Verfahrens hervorzuheben. Dazu kommen akzeptable Einbaukosten und eine relativ günstige Instandhaltung. Das Konzept kann flexibel angepasst werden, von Matten im Einstiegsbereich bis hin zu 18 Meter langen Sensormatten mit über 20.000 Sensorpunkten über den gesamten Mittelgang eines ICE-Wagens.

Als „Proof of Concept“ wurde der Mittelgang eines ICE3-Wagens mit dem System ausgestattet. Ab Oktober 2020 werden unter Realbedingungen im Regelbetrieb quer durch Deutschland Daten gesammelt und die Künstliche Intelligenz trainiert. Bei Erfolg könnte als nächster Schritt 2021 ein kompletter ICE ausgestattet werden, um dem Ziel der vollständigen Fahrgastzählung einen Schritt näher zu kommen.

Incoretex ist ein Spin-Off der RWTH-Aachen und hat 2019 am Startup-Förderprogramm in der DB mindbox teilgenommen.