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Nicht nur Eidechsen aus der Vogelperspektive finden

Strayos bringt Computern „Sehen“ bei, indem es fleißig mit ihnen übt, Details aus Luftaufnahmen herauszufiltern. Für den Infrastrukturbereich der Deutschen Bahn trainiert Strayos-Gründer und CEO Ravi Sahu mit seinem Team derzeit vor allem Eidechsen, genauer gesagt Zaun- und Mauereidechsen, zu entdecken. Die Jungunternehmer wollen die Tiere aus der Luft nicht nur zählen, sondern auch ihre Art bestimmen, um den Schutz gefährdeter Spezies zu unterstützen. Wie weit die Möglichkeiten des Computerprogramms reichen, muss das Strayos-Team erst noch herausfinden: Kann sogar erkannt werden, ob Männchen oder Weibchen auf dem Stein sitzen?

Grundlage für diese „Detektivarbeit“ sind Bilder, die bei Drohnenflügen in den verschiedenen Geschäftsfeldern der Deutschen Bahn entstehen. Das Startup aus Chicago lehrt einer eigens dafür entwickelten „optische KI“, die Bilderkennung beherrscht, die Merkmale der verschiedenen Eidechsenarten zu unterscheiden.

Natürlich kann die Software nicht nur Eidechsen finden. Strayos trainiert das Programm auch darauf, Schienentemperaturen zu messen, um die Längenveränderungen der Gleise festzustellen. Giftige Pflanzen (z.B. Riesenbärenklau, Blätter im Bild links), die Fahrwegpfleger bei der Arbeit verletzen können, werden vor Arbeitsbeginn geortet und entsprechende Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Die auf den Bildern mit erfassten Bäume werden hinsichtlich des Risikos, bei Stürmen und starken Niederschlägen auf Bahnanlagen zu stürzen, bewertet. Eine breite Palette an Einsatzmöglichkeiten gilt es zu prüfen, bei denen die Unterstützung durch optische KI helfen kann.