"Ein Herz für Moria"

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Fahrer Tahir Algül bringt die Spenden zum Zug.

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"Ein Herz für Moria"

Ganz spontan unterstützte DB Schenker die Hilfsaktion "Ein Herz für Moria". Ein großer Berg an Sachspenden war über Nacht zusammengekommen. Kollegen bei DB Schenker packten kurzerhand mit an. Sie sortierten, verpackten und übernahmen die Logistik zur griechischen Insel Lesbos.

Wer wäre besser geeignet als DB Schenker, um spontan zehn Tonnen Sachspenden zur griechischen Insel Lesbos zu bringen? Dort leben über 20.000 geflüchtete Menschen im Auffanglager Moria. Die private Aktion „Ein Herz für Moria” in Essen hatte durch einen Spendenaufruf über Social Media große Resonanz von den Einwohnern erhalten, die sofort reagierten. Wenig später, fast über Nacht, hatte sich der große Spendenberg aufgetürmt. Kollegen aus dem Hauptsitz von DB Schenker, ebenfalls in Essen, zögerten nicht lange, als sie von der Aktion erfuhren. Und so stellte DB Schenker kurzerhand seine Expertise in Sachen Logistik zur Verfügung. Denn die große Summe an Spenden, die kurzfristig zusammengekommen war, musste auch nach Lesbos gebracht werden. 

Schenker-Azubis packen spontan an

Doch zunächst mussten die zehn Tonnen Sachspenden sortiert und für den Transport fertig gemacht werden. Auszubildende bei DB Schenker unterstützten kurzerhand spontan beim Vorsortieren und Verpacken. Eine Woche lang packten sie über 1.200 Umzugskartons. 

Sortieren, packen, verschicken: So sah die spontane Hilfe für Moria bei DB Schenker aus.

Überwältigende Hilfe

Alles angestoßen hatte der Unternehmer Thomas Siepmann. Als er die schockierenden Bilder aus dem Camp auf Lesbos gesehen hatte, rief er spontan eine Facebook-Gruppe “Ein Herz für Moria” ins Leben. Erwartet hatte er die Unterstützung einiger Freunde. Doch die Hilfsbereitschaft der Essener war riesig: „Wir waren überwältigt, wie viele Privatpersonen und Unternehmen unserem Aufruf via Social Media gefolgt sind“, sagt Siepmann. Im Sammellager hätten sich Kinderschuhe, Schals, Jacken und Teddybären gestapelt. Eindrücke von der spontanen Hilfsaktion bei DB Schenker liefert das folgende Video (auf Deutsch mit englischen Untertiteln): 

Vor Ort mangelt es am Nötigsten

Zwei Drittel der rund 20.000 Menschen in den Camps auf Lesbos sind Kinder und Jugendliche. Mehrere Dutzend Nichtregierungsorganisationen koordinieren aktuell die Versorgung mit Hilfsgütern vor Ort. Doch die Witterungsbedingungen erschweren die Situation der Menschen – es mangelt insbesondere an Kleidung und Decken gegen die Kälte.

Alle ziehen an einem Strang

Eine besondere logistische Herausforderung vor Ort stellen die eingeschränkten Möglichkeiten zur Anlieferung und Lagerung der Spendengüter dar. Die Fracht von DB Schenker wird daher auf drei sogenannte Wechselbrücken aufgeteilt, welche von der Krone-Nutzfahrzeug Gruppe ausgemustert und gestiftet worden waren und nach Abschluss des Transports auf Bitten der Hilfsorganisationen zur weiteren Verwendung auf der Insel belassen werden. Zusätzlich stellt die Detmers Internationale Handels- und Speditionsgesellschaft mbH einen Bürocontainer – auch dieser wird von DB Schenker befördert und anschließend auf Lesbos von den Hilfsorganisationen zu einer dringend benötigten medizinischen Versorgungsstelle und Krankenstation umgestaltet. 

Der Frachtweg von Essen nach Griechenland erfolgt via Bahn nach Venedig, von dort via Schiff zum griechischen Festland und von dort mit einer weiteren Fähre bis nach Lesbos.