Eisenbahner-Wissen-Quiz

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Eisenbahner-Wissen-Quiz

Was verstehen Bahner unter Gelegenheitsverkehr? Und warum ist ein Hemmschuh wichtig? Es gibt Fragen, deren Antworten wissen nur wir: Die Eisenbahner …

Das Quiz ist bei unseren Mitarbeitenden auf große Begeisterung gestoßen. Da wir wissen, dass auch bei  unseren Fans großes Eisenbahner-Wissen herrscht, laden wir auch Sie herzlich ein, einmal zu testen, wo Sie so stehen!

Die folgenden persönlichen, und manchmal herrlich speziellen Quizfragen und Antwort-Alternativen stammen von Eisenbahnern quer aus ihren Geschäftsfeldern. 

Machen Sie mit! Testen Sie Ihr Wissen! Und erfahren Sie so, Dinge, die sie vielleicht schon lange einmal selbst wissen wollten. Und hier kommen die nächsten Fragen.

Teil 3

1. Welche dieser Verhaltensregeln ist nach Vorschrift der UVB während der Arbeit im Gleisbereich zu beachten?

a) Kurz vor und dicht hinter Fahrten dürfen die Gleise überquert werden, weil Sie dann herannahende Fahrten bemerken
b) Sie überqueren die Gleise immer rechtwinklig
c) Das Überschreiten von Betriebsgleisen ist grundsätzlich verboten
d) Die vorgeschriebenen Dienstwege brauchen nicht eingehalten werden, wenn Sie sich im Dienst befinden

2. Was können unsere Kunden bei DB Mobility Service buchen?

a) Ein DB Tablet für das Fahrt-Entertainment
b) Real-Time-Verspätungsinformationen
c) Eine Umsteigebegleitung für die ganze Strecke
d) Einen Gratis-Kaffee am Platz

3. Was ist ein Gleisheber?

a) Ein besonders starker Mitarbeiter von DB Netz
b) Ein leckeres Wurstgericht aus der Kantine in München
c) Ein Werkzeug zum Anheben an Schiene oder Schwelle
d) Ein bekannter Schnaps aus Thüringen

4. Warum ist es wichtig, bei Lokwechsel eine Durchgangsprüfung der Hauptluftbehälter-Leitung (HBL) durchzuführen?

a) Weil jede Lok anders ist
b) Um die Lebensdauer der Luftschläuche zu erhöhen
c) Weil die Klimaanlage sonst Probleme macht
d) Um das Funktionieren der MG-Bremse bei einer Schnell-, Not- oder Zwangsbremsung zu garantieren

5. Wo dürfen Holzschwellen eingebaut werden?

a) Im Rangierbereich
b) Im Tunnel
c) Im Garten
d) gar nicht

6. Welche Produkte bietet der DB Job-Service an?

a) Dialogwerkstätten zur Beratung der Geschäftsfelder
b) Einen kostenlosen Berufscoach
c) Unterstützung bei der Rekrutierung
d) Ermittlung zukünftiger Berufsbilder traditioneller Bahnberufe

7. Wofür steht die Abkürzung EP im Bahn-Jargon?

a) Einheitspreis
b) Einmesspunkt (ETCS)
c) Einschaltpunkt
d) Entwurfsplanung


Na, haben Sie richtig getippt?

Auflösung: 1b, 2c, 3c, 4d, 5a, 6 b & d, 7a,b,c,d

Interessant zu wissen:

UVB = Unfallversicherung Bund und Bahn
Die UVB sorgt mit Arbeitsschutz und Prävention vor, um Unfälle möglichst zu vermeiden. Dafür stellt die UVB verschiedene Medien zur Verfügung: Unfallverhütungsvorschriften, Informationsbroschüren, Filme und eine Handlungshilfe zur Gefährdungsbeurteilung.

HBL = Hauptluftbehälterleitung 
Die Hauptluftbehälterleitung ist eine zusätzlich zur durchgehenden Hauptluftleitung verlegte Druckluftleitung vorwiegend in Reisezugwagen. Sie steht unter einem Druck von 8,5 bis 10 bar und dient vorwiegend der Versorgung für die mit Druckluft betriebenen Aggregate von Schienenfahrzeugen.  Mit Druckluft betriebene Aggregate sind beispielsweise: 
- das Führerbremsventil eines Steuerwagens
- die Luftfederung von Reisezugwagen
- die Magnetschienenbremse
- oder die Türschließeinrichtung. (Quelle: Wikipedia)

Luftleitungen an einem Zug

MG-Bremse = Magnetschienenbremse
Die Magnetschienenbremse besteht aus eisernen Schleifschuhen mit eingebauten Elektromagneten. Bei Stromdurchfluss durch den Elektromagneten wird der Schleifschuh an die Schiene gezogen.

ETCS = European Train Control System (deutsch: Europäisches Zugbeeinflussungssystem)
Mehr dazu >>>


Hier können Sie die Fragen und Antworten von Teil 2 nachlesen.

1. Warum kann der Anschluss-ICE nicht warten?

a) Weil das jeweilige Bundesland die Fahrt sonst nicht bezahlt
b) Weil die Fahrgäste aus dem anderen Zug sonst sauer sind
c) Weil die Auslastung der Strecke zu hoch ist
d) Weil die Bordküchen-Belieferung sonst nicht funktioniert

2. Was verstehen Bahner unter "kurzfristigem Gelegenheitsverkehr"?

a) Spontanen Stückgut-Transport
b) Schienenersatzverkehr bei Baumaßnahmen
c) Nachtbus-Service
d) Eine gelungene Dienstreise

3. Welchem Zweck dient eine Betriebsbremsung?

a) Der Drosselung der Produktion eines Werkes in der Winterruhe
b) Der Regulierung der Geschwindigkeit und dem Anhalten
c) Die Belohnung erhöhter Produktivität durch Arbeitszeitabsenkung
d) Zeit zum Nachdenken

4. Warum ist ein Hemmschuh wichtig?

a) Als Fussschutz für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der FZI
b) So heißen Türstopper in verbundenen Büros
c) Als Mediator in der Vermittlung bei Mitarbeiter-Konflikten
d) Damit ein rollender Waggon abgebremst werden kann

5. Wo braucht man S-Schotter?

a) Auf emissionsarmen Spezialstrecken (Silent Schotter)
b) Auf Hochgeschwindigkeitsstrecken
c) Auf kurvenreichen Strecken, innenseitig der Kurve (S-Form)
d) Auf Abschnitten mit ETCS-Level 2 und höher

6. Was ist die Normalspurweite?

a) 950 mm
b) 1435 mm
c) 2000 mm
d) 1180 mm

7. Welche Sprachkenntnisse braucht ein Lokführer im grenzüberschreitenden Verkehr?

a) Keine
b) Im Zweifel kann er Englisch sprechen
c) Ein gewisses Level der Landessprache ist Pflicht
d) Er muss die jeweilige Landessprache in Schriftform beherrschen

Die Auflösung von Teil 2 ist: 1c, 2a, 3b, 4d, 5b, 6b, 7c 

Interessant zu wissen:

Die Normalspurbreite ist 1435 mm. Aber woher kommt die? Jeder baute so wie er gerade wollte. So hatten die ersten Eisenbahnen in Frankreich eine Breite von 500 mm und die englische Great Western Railway eine Spurweite von 2140 mm.
So entstand die Forderung eine "goldene Mitte" zu finden und die Eisenbahnen entsprechen umzubauen. Sei 1846 hat sich daher von Großbritannien aus diese Normalspur verbreitet. Die 1435 mm breite Normalspur ist die in weiten Teilen Europas, davon im Streckennetz der Europäischen Union zu 87 Prozent sowie in Nordamerika und China fast ausschließlich, verwendete Spurweite. (Quelle: Wikipedia)

Schienen, Gleise, Weichen

Hemmschuhe sind unerlässliche Werkzeuge zum Sichern von Wagen und Zügen.
Bei DB Cargo sichern Hemmschuhe z.B. abgestellte Güterwagen vor unkontrolliertem Wegrollen.

Hemmschuh


Hier können Sie die Fragen und Antworten von Teil 1 nachlesen:

1. Was ist bis heute Gewohnheit im Umgang zwischen Fahrdienstleitern, Lokführern, Aufsichten, LSTlern, Fahrbahninstandhaltung?

a) Duzen
b) Siezen
c) Anpöbeln
d) Flüstern

2. Wenn es anfängt zu regnen, wird der Reibwert zwischen Rad und Schiene...

a) ...kleiner
b) ...größer
c) ...nicht verändert
d) ...mal größer, mal kleiner.

3. Was ist ein Durchrutschweg?

a) Der Wagenübergang im ICE
b) Der Bereich eines Güterwagens, der nicht beladen werden darf
c) Der Teil der Fahrstraße, der hinter dem Zielsignal liegt und gesichert sein muss
d) Der Weg bis der Quarzsand greift

4. Was ist ein Öko-Konto?

a) Eine nachhaltige Investition als betriebliche Altersvorsorge
b) Vorgezogene Naturschutzmaßnahmen für künftige Bauprojekte
c) Der freiwillige Einsatz von Bahnern in Naturschutzprojekten
d) Eine Prämie für besondere Leistungen für die starke Schiene

5. Was ist EBuLa?

a) Ein leckeres Gericht in der Kantine in Hannover
b) Ein elektromechanisches Ventil
c) Ein elektronischer Fahrplan für Lokführer
d) Eine Sandstreueinrichtung für schlechte Schienen

6. Was ist das Besondere am Ansatz der Mindbox?

a) Es wird nur auf Post-it's gearbeitet
b) Die Mindbox arbeitet nur für die Konzernleitung
c) Nur Externe dürfen an den Problemen der Bahner arbeiten
d) Die schnelle Zusammenarbeit zwischen Start-ups und Bahnern an realen Problemen

7. Wie viel Verspätung darf ein Cargo-Kunde beim Beladen haben?

a) 2 Stunden
b) Die, die er mit einer Ladeschlussverlängerung beantragt hat
c) Gar keine
d) Eine, die er spätestens zwei Tage vorher angemeldet hat.


Die Auflösung von Teil 1 ist: 1a, 2a, 3c, 4b, 5c, 6d, 7b

Interessant zu wissen:

Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Ökokonto?
Jede Baumaßnahme stellt auch einen Eingriff in Natur und Landschaft dar. Der Gesetzgeber verpflichtet den Bauherren daher, diesen Eingriff durch entsprechende naturschutzfachliche Maßnahmen zu kompensieren. Jeder Hektar überbauter Fläche muss also an anderer Stelle ersetzt werden,  was zum Teil einen nicht unerheblichen Aufwand für ein Bauprojekt darstellt. Da man nicht immer eine geeignete Fläche zur Hand hat und Bauvorhaben oft von langer Hand geplant werden, bietet das Bundesnaturschutzgesetz an, bereits im Voraus, noch ohne gesetzliche Verpflichtung, Kompensationsmaßnahmen umzusetzen. Diese Maßnahmen werden in Form von Ökopunkten honoriert. Man kann also eine Feldhecke bereits Jahre vor dem Bauvorhaben entstehen lassen und somit die Kompensation für spätere Eingriffe vorab leisten. Eine andere Möglichkeit wäre, einen ehemaligen Bahnhof der Natur zu überlassen.

„Das ist grün.“ – Flutmulden bei der Bahn.


Mehr zu unseren Umweltmaßnahmen finden Sie hier.

EBuLa = Elektronischer Buchfahrplan und Verzeichnis der vorübergehenden Langsamfahrstellen 

Führerraumanzeige Fahrplan (EBuLa)

Mit dem dritten und vorerst letzten Teil des Quiz, hoffen wir, auch Sie begeistert zu haben. Weitere interessante Themen und Wissenswertes finden Sie hier auf unseren Panorama-Seiten.