Klimafreundliche Hybridlokomotiven

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Hybrid-Lokomotive

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Klimafreundliche Hybridlokomotiven

Durch den Einsatz von Hybridtechnologie bei Lokomotiven klimafreundlicher und leistungsstärker werden.

Mit fortschrittlicher Technik können Emissionen verringert und Kraftstoff gespart werden. Daher werden auch bei der Bahn immer mehr Lokomotiven und Großmaschinen mit umweltfreundlicher Technologie eingesetzt. Diese Hybridfahrzeuge machen nicht nur deren Einsatz flexibler, sondern minimieren die Belastung durch Lärm- und Abgasemissionen. 

Hybrid-Lokomotive

Die Hybrid-Lokomotive verfügt neben einem Elektromotor über einen Stromgenerator und eine Batterie als Energiespeicher.

Wie funktioniert die Hybrid-Lokomotive?

Bei Teillast fährt die Lok mit dem Strom aus der Batterie. Wird mehr Leistung benötigt, hilft ein Dieselmotor mit. Der Motor dient auch als Stromgenerator zum Nachladen der Batterie.

Was sind die Vorteile?

Anders als bei herkömmlichen Dieselloks läuft der Motor auch bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten immer im optimalen Drehzahlbereich und lädt die Batterie. Dadurch können bis zu 50 Prozent Treibstoff gespart werden, der Schadstoffausstoß sinkt sogar um bis zu 70 Prozent. Hybridloks eignen sich besonders für den Rangierbetrieb mit häufigem Anfahren und Anhalten. 50 bis 75 Prozent der Einsatzzeit kann im Batteriebetrieb gefahren werden.

Nachfolgend stellen wir Ihnen einige der Lokomotiven und ihren Einsatzbereich vor:

Die H3-Hybridlokomotive von Alstom

Die H3-Hybridlokomotive von Alstom mit 950 PS (700 kW) basiert auf einer dreiachsigen Fahrzeugplattform mit einer Höchstgeschwindigkeit von bis zu 100 km/h. Sie erhalten im Normalbetrieb die Energie abgasfrei und geräuscharm aus einem Batteriesatz. Über ein Dieselaggregat wird Energie erzeugt und in die Batterien eingespeist. Nur wenn die Batterieleistung zum Bewegen der Fahrzeuge nicht mehr ausreicht, schaltet sich dieser Dieselgenerator selbständig zu, um die Batterien nachzuladen bzw. mehr Leistung an die Antriebe zu geben. Das Dieselaggregat verfügt über eine moderne Abgasnachbehandlung und erfüllt somit die EU-Abgasnorm Stufe IIIB.

In einem achtjährigen Praxistest sind fünf dieser H3-Hybridlokomotiven bei DB Regio Bayern in den Bahnhöfen Nürnberg und Würzburg im Einsatz.

Nach zweijährigem Einsatz konnte bereits jetzt eine positive Bilanz gezogen werden. Durch den Einsatz der Hybrid-Rangierlokomotiven wird der Kraftstoffverbrauch gegenüber konventionellen Rangierlokomotiven um bis zu 50 % reduziert. Weiterhin wird der Schadstoffausstoß um bis zu 70 % gesenkt. Da die Hybridloks in unterschiedlichen Betriebszuständen, überwiegend im reinen Batteriemodus, bewegt werden, ermöglicht dies zukünftig einen geräuschlosen und abgasfreien Nullemissionsbetrieb.

Die Hybridlokomotive ist als Projekt Nr. 44 nur eines von über 140 Das ist grün.-Projekten. Das ist grün. steht für das umfassende Umweltengagement der Deutschen Bahn im Klima-, Natur- und Lärmschutz. 


Hybridlok H3 von Alstom

HELMS (Hybrid Electro Mechanical Shunter)

DB Cargo, DB Fahrzeuginstandhaltung und DB Systemtechnik entwickeln gemeinsam mit Toshiba und Henschel einen neuen Hybridantrieb für bewährte, dieselhydraulische Loks, die modernisiert werden sollen. Damit ist es möglich, den Dieselverbrauch und den CO2-Ausstoß der Loks um bis zu 20 Prozent zu senken.

Produktblatt HELMS  PDF | 549,2 KB



Dank der eingebauten Traktionsbatterie könnten die Rangierlokomotiven zukünftig sogar emissionsfrei fahren – und auch der Lärm wird weiter reduziert. Der neue Hybridantrieb wird bis Ende 2020 an zwei Prototypen getestet. Ab 2022 soll er für dieselhydraulische Rangierlok in Serie gehen. 


Entstör- und Instandhaltungsfahrzeug mit Hybridtechnologie von Harsco Rail

Spezialfahrzeuge mit Hybridantrieb sollen künftig für die Wartung und Reparatur von Oberleitungsanlagen eingesetzt werden. Damit soll auch die Instandhaltungsflotte klimafreundlicher und leistungsstärker werden. Dafür hat die Bahn jetzt einen Rahmenvertrag mit dem Hersteller Harsco Rail abgeschlossen.  


Die 140 Stundenkilometer schnellen Entstör- und Instandhaltungsfahrzeuge für Oberleitungsanlagen können rein elektrisch betrieben werden. Im Arbeitsmodus laufen sie bis zu zwei Stunden ohne zusätzliche Versorgung mit Strom. Möglich wird dies durch einen Hybridantrieb und die Verwendung eines elektrischen Energiespeichers. Die Fahrzeuge verfügen zudem über eine verbesserte Schallemission im Innen- und Außenbereich. Damit verringert sich die Lärmbelastung für Anwohner. Die Fahrzeuge werden mit dem europäischen Zugbeeinflussungssystem ETCS ausgestattet. 

Vollständige Informationen zu allen Projekten und zu "Das ist grün." finden Sie unter deutschebahn.com/gruen.