Deutsche Bahn

Die Technikwelt des ICE 4

Erstmaliger Einsatz der neuen elektronischen Fahrzeugsteuerung SIBAS PN

Das Fahrzeugsteuerungssystems SIBAS PN vernetzt alle Systeme innerhalb eines Wagens und ermöglicht eine schnelle Instandhaltungsdiagnose.

Nicht alle technischen Innovationen sind für den Fahrgast von außen erkennbar. Das gilt insbesondere für die von Siemens neu entwickelte Fahrzeugsteuerung SIBAS PN (Siemens Bahnautomatisierungssystem Profinet). Jeder Wagen verfügt über einen eigenen Rechner, der ausschließlich die Systeme dieses Wagens (z.B. Türen oder Klimaanlage) ansteuert. Im führenden Endwagen ist zusätzlich die zugweite Steuerung aktiv, in der alle Wagen integriert sind.

Das Steuerungssystem besteht hierarchisch aus zwei Ebenen:

Zug- und Wagennetzwerk. Beide Netzwerke setzen auf Fast-Ethernet (100 Mbit/s,Switched Ethernet) und bieten damit eine hohe Leistungsfähigkeit sowie ausreichende Redundanzeigenschaften.

Der Vorteil dieser Netzwerk- und Informationstechnologie, die auf Ethernet-Technologie basiert: Wagen können problemlos ausgetauscht werden. Der durchgängige Einsatz von Ethernet-Technologie ermöglicht die Nutzung moderner Web-Technologien, beispielsweise für eine effizientere Instandhaltung des Zuges. Alle Steuerungskomponenten sind von jedem Punkt im Netzwerk via Service-Laptop erreichbar und können von dort schnell diagnostiziert oder mit neuer Software geladen werden. Damit ist ein Zugang zu allen Subsystemen des Zuges möglich, ohne dass durch Öffnen von Klappen oder Abdeckungen der Zugriff zu einzelnen Systemen erfolgen müsste. Dadurch ist eine schnelle Instandhaltungsdiagnose - zum Beispiel bei der Lokalisierung von Störungen - gewährleistet.