So funktioniert unsere Qualitätssicherung

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So funktioniert unsere Qualitätssicherung

Qualitätssicherung für Schienenfahrzeuge und Schienenfahrzeugteile 
(Liste güteprüfpflichtige Produkte Schienenfahrzeuge)
Unsere wichtigsten Anforderungen an die Qualität der Produkte, die wir von Ihnen beschaffen, beschreiben wir in den sogenannten "Listen güteprüfpflichtiger Produkte". Die aktuell gültigen Versionen finden Sie als registrierter Lieferant hier.


Weiterführende Informationen für neue und registrierte Lieferanten

  • Auditierung neuer und aktiver Lieferanten
  • Herstellerbezogene Produktqualifikation für bestimmte Fertigungsverfahren
  • Lieferantenwicklung
  • Spezielle, auftragsabhängige Qualifizierungen für die Fügetechnik Schweißen
  • Spezielle, auftragsabhängige Qualifizierungen für die Fügetechnik Kleben
  • Erstmusterprüfungen
  • Quality Gates
  • Fertigungsüberwachung im Herstellprozess von Schienenfahrzeugen
  • So führen wir vertragliche Abnahmeprüfungen an Schienenfahrzeugen durch
  • Qualitätsabhängige Lieferantenüberwachung bei Lieferanten, die Fahrzeugteile liefern
  • Hier können Sie die vorgenannten QS-Leistungen beauftragen


  • Quality Engineering bei der Herstellung von Schienenfahrzeugen für die Deutsche Bahn AG
  • Entwicklungsbegleitung
  • Design Review
  • Softwareentwicklung
  • Typprüfung


Auditierung neuer und aktiver Lieferanten
Bevor Sie sicherheitsrelevante Produkte an uns liefern können, ermitteln wir Ihre qualitativen Fähigkeiten. Die Bewertung beinhaltet eine detaillierte Feststellung von Chancen und Risiken sowie eine Ableitung von Maßnahmen vor und in der Auftragsabwicklung zur beiderseitigen Risikominimierung. Die Bewertung beinhaltet auch eine Prognose der Leistungsfähigkeit und kann durch Kapazitätsbewertungen ergänzt werden. Für die Auditierung verwenden wir Fragenkataloge. Diese stehen Ihnen als registrierter Lieferant in deutsch und englisch zur Verfügung. Unsere Auditoren passen diese Fragenkataloge individuell auf Ihr Unternehmen und Ihre Strukturen an. Sie können uns Ihre aktuellen IRIS-Auditberichte zur Verfügung stellen. Je nach Ergebnis kann das zum Abschmelzen der Anzahl der Fragen führen.

Für Produkte mit besonderen Produktionsverfahren, wie zum Beispiel Schmieden und Gießen, sind ergänzende Qualifizierungen erforderlich – siehe nächstes Kapitel "HPQ". Für die Fügetechniken Schweißen und Kleben sind auftragsbezogen weitere Qualifizierungen erforderlich.

Bei der Auditierung arbeiten wir mit anderen Bahnen zusammen. Nähere Informationen finden Sie hier: cross-acceptance-of-supplier-audits


Herstellerbezogene Produktqualifikation (HPQ) für bestimmte Fertigungsverfahren
Sie sind Hersteller von sicherheitsrelevanten HPQ-pflichtigen Schienenfahrzeugteilen und wollen diese direkt oder indirekt (Systemhaus, o.ä.) an die Deutsche Bahn AG liefern? Weiterführende Informationen zu Inhalten, Durchführung und Geltungsbereichen einer HPQ sind im Infoblatt HPQ dargestellt. Einen Antrag können sie bequem per E-Mail an "HPQ-SFZ@deutschebahn.com" stellen; wir senden Ihnen anschließend ein Angebot.

Bitte nutzen Sie je nach angebotenem Produkt, einen der drei folgenden Anträge:

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Informationsblatt HPQ.

Die HPQ-Prüfspezifikation finden Sie hier.


Lieferantenentwicklung
Uns liegen langfristige und partnerschaftliche Vertrags- und Lieferbeziehungen am Herzen. Wir können Sie dabei individuell unterstützen, Ihre und unsere Qualitätsziele zu erreichen. Dies tun wir, wenn Sie mindestens bei uns registriert sind oder bereits in einem Vertragsverhältnis mit uns stehen und neue Produkte oder Dienstleistungen anbieten wollen. Außerdem hilft uns das gemeinsame Vorgehen, beiderseitige Risiken beim Eingehen einer Liefer- und Leistungsbeziehung möglichst gering zu halten. Wenn Sie Bedarf haben, wenden Sie sich bitte an Ihren DB-Einkäufer.


Spezielle, auftragsabhängige Qualifizierungen für die Fügetechnik Schweißen
Sie sind Hersteller oder Lieferant von geschweißten Schienenfahrzeugteilen und wollen diese direkt oder indirekt (z. B. über ein Systemhaus) an die Deutsche Bahn AG liefern? Oder Sie wollen schweißtechnische Instandhaltungsleistungen für die Deutsche Bahn AG erbringen? Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist die Schweißtechnische Bauweisenprüfung (STBP) Teil 1 und Teil 2. Weiterführende Informationen zu den Rahmenbedingungen sowie Kontaktdaten für eventuelle Rückfragen erhalten Sie in den folgenden Unterlagen.  

Merkblatt Anforderungen der DB AG nach der DB-Richtlinie 951.0010 

Merkblatt Schweißtechnische Bauweisenprüfung durch die DB AG nach der DB-Richtlinie 951.0010

Liste der Fertigungsstandorte für geschweißte Bauteile und -gruppen von Schienenfahrzeugen für DB–Aufträge

Leistungsbeschreibung für geschweißte Schienenfahrzeugteile 

Merkblatt Anforderungen für die schweißtechnische Instandsetzung von DB-Schienenfahrzeugen außerhalb der DB AG 

Leistungsbeschreibung für die schweißtechnische Instandsetzung von DB-Schienenfahrzeugen


Spezielle, auftragsabhängige Qualifizierungen für die Fügetechnik Kleben
Sie sind Hersteller oder Lieferant von Schienenfahrzeugteilen mit Klebverbindungen nach DIN 6700 oder von Schienenfahrzeugteilen, welche für die Verklebung nach DIN 6700 vorgesehen sind, und wollen diese direkt oder indirekt (z. B. über ein Systemhaus) an die Deutsche Bahn AG liefern? Oder Sie wollen klebtechnische Instandhaltungsleistungen für die Deutsche Bahn AG erbringen?

Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist die Klebtechnische Bauweisenprüfung, bestehend aus der klebtechnischen Konstruktionsprüfung (KKP) und der klebtechnischen Fertigungsprüfung (KFP).

Weiterführende Informationen zu den Rahmenbedingungen sowie Kontaktdaten für eventuelle Rückfragen erhalten Sie in den folgenden Unterlagen.  

Merkblatt Anforderungen der DB AG für das Kleben im Schienenfahrzeugbau nach DB-Richtlinie 951.0040 

Merkblatt Klebtechnische Bauweisenprüfung durch die DB AG nach DB-Richtlinie 951.0040

Leistungsbeschreibung für Schienenfahrzeugteile mit Klebverbindungen

Merkblatt Anforderungen für die klebtechnische Instandsetzung von DB-Schienenfahrzeugen außerhalb der DB AG


Erstmusterprüfungen
Die Durchführung von Erstmusterprüfungen (EMP, engl. first article inspection - FAI) wird von Ihnen als Lieferant bestimmter sicherheitsrelevanter Schienenfahrzeugteile von der DB AG erwartet. Welche Schienenfahrzeugteile dies sind, ergibt sich jeweils aus dem konkreten Vertrag. Erstmusterprüfungen werden in der Regel an dem ersten, unter Serienbedingungen gefertigten Produkt durchgeführt. Sie sollen vor Serienbeginn den Nachweis erbringen, dass die in Zeichnungen, Spezifikationen und Bestellungen vereinbarten Qualitätsforderungen erfüllt werden. Sie führen die Prüfungen an den Erstmustern durch und weisen uns damit nach, dass Sie die Produktions- und Prüfprozesse beherrschen.


Quality Gates
Wenn Sie Schienenfahrzeuge an uns liefern, setzen wir dafür in der Regel ein Projekt auf. Im Ablauf dieser Projekte sind die Quality Gates wichtige Synchronisationspunkte, an denen der Projektfortschritt von einem festgelegten Teilnehmerkreis anhand im Vorfeld definierter Kriterien gemessen und bewertet wird. Dadurch gelingt es Ihnen und uns gemeinsam, Risiken rechtzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Für uns sind die Quality Gates ein wesentliches Element zur Absicherung des Projekterfolges. Die Quality Gates werden entsprechend den Projekterfordernissen gestaltet und mit Ihnen im Vertrag vereinbart. Bei der Anwendung werden Sie durch unsere Mitarbeiter betreut.


Fertigungsüberwachung im Herstellprozess von Schienenfahrzeugen
Sie möchten Schienenfahrzeuge für die DB AG herstellen? Dann kommt die qualitätsabhängige Fertigungsüberwachung zur Anwendung. Die qualitätsabhängige Fertigungsüberwachung beinhaltet feste Prüfungen im Sinne von festgelegten Halte- und Meldepunkten und variable, prozessorientierte Prüfungen im Rahmen der Prozessüberwachung für den gesamten Fertigungsprozess. Sie werden vertraglich mit Ihnen vereinbart. Die Durchführung, Dokumentation und das Monitoring der Prüfergebnisse erfolgt durch qualifizierte Prüfingenieure der DB AG bei Ihnen.


So führen wir vertragliche Abnahmeprüfungen an Schienenfahrzeugen durch
Bei der vertraglichen Abnahme von Schienenfahrzeugen wird überprüft, ob das Fahrzeug den vertraglich definierten Anforderungen entspricht. Die Prüfung kann verschiedene Bestandteile umfassen, die z.B. der Feststellung der Vertragskonformität der zum Fahrzeug gehörenden Dokumentation oder der Funktion des Fahrzeuges dienen. In der Ausführung orientieren wir uns am Mängelkatalog beim VDB.


Qualitätsabhängige Lieferantenüberwachung bei Lieferanten, die Fahrzeugteile liefern
Die Qualitätsabhängige Lieferantenüberwachung ist ein Instrument, welches von der DB AG bei bestimmten sicherheitsrelevanten Schienenfahrzeugteilen bei Ihnen als Lieferant angewendet wird. Welche Schienenfahrzeugteile dies sind, ergibt sich jeweils aus dem konkreten Vertrag. Vor der Lieferung solcher Teile findet an diesen eine Produktprüfung und eine Prüfung Ihrer mit der Fertigung der Teile in Zusammenhang stehenden Prozesse durch Qualitätsprüfingenieure der DB AG statt. Bei positiven Prüfungsergebnissen erhalten Sie für diese Teile eine zeitlich befristete Lieferfreigabe.

Fertigungs- und Prüfhinweise


Hier können Sie die vorgenannten QS-Leistungen beauftragen
Sie möchten die Qualitätssicherung der DB AG mit einer Prüfleistung (z.B. Erstmusterprüfung oder schweißtechnische Bauweisenprüfung) beauftragen? Nutzen Sie bitte unser Formular ´QSL Bestellung´ (QSL: Qualitätssicherung-Leistung). Bitte beachten Sie die Anleitung sowie die jeweils gültigen vertraglichen Bedingungen, die in den ergänzenden Vertragsbedingungen der DB AG und der mit ihr verbundenen Unternehmen für die Qualitätssicherung bei der Beschaffung.

QSL Bestellung / QSL Form (German and English)

Ausfüllhinweise zu QSL Bestellung (nur in deutsch)

Ihre Bestellung senden Sie bitte per eMail an: AS-SFK@deutschebahn.com


Quality Engineering bei der Herstellung von Schienenfahrzeugen für die Deutsche Bahn AG
Ein wichtiges Element in der Qualitätssicherung bei der Beschaffung von Schienenfahrzeugen ist für uns das Quality Engineering. Wir nutzen eigene Methoden und orientieren uns am Leitfaden des VDB. Die folgenden Methoden sind Bestandteil der Lieferverträge und können nicht separat beauftragt werden.


Entwicklungsbegleitung
Durch unsere Entwicklungsbegleitung stellen wir die frühzeitige Einbringung betrieblicher Erfahrungen und eisenbahnspezifischer Schnittstellenkenntnisse entsprechend dem Entwicklungsfortschritt des Projekts bei Ihnen sicher.

Wesentliche Werkzeuge hierzu sind ein gemeinsamer Review-Prozess, die Softwareentwicklungsbegleitung und die Durchführung von Typprüfungen. Die Intensität der Entwicklungsbegleitung orientiert sich idealerweise an dem Einsatz- und Integrationsreifegrad des Produktes und dessen Komponenten, die wir anhand des mit VDB und RTR (Round Table Rail: Initiative von Fahrzeug-, Komponentenherstellern und europäischen Eisenbahnverkehrsunternehmen) gemeinsam erarbeiteten Reifegradmodelles bemessen.


Design Review
Im Zuge des Design Review Prozesses werden die prinzipiellen technischen Konzepte in allen wesentlichen Aspekten unter konkreter Bezugnahme auf die wesentlichen Anforderungen der Lastenhefte und der einschlägigen Normen/TSI gemeinsam bewertet. Hierzu gibt es ein drei- bis fünfstufiges Verfahren, von der Beurteilung des Grobkonzeptes bis hin zum fertigen Konstruktionsstand, dessen Ziel die Erreichung eines gemeinsam abgestimmten Pflichtenheftes ist.


Softwareentwicklung
Wir begleiten Sie bei der termin- und qualitätsgerechten Entwicklung und Tests der Fahrzeugsoftware. Hierzu stimmen wir zunächst die von Ihnen erstellte Softwarerelease- und Softwareentwicklungsplanung sowie vorgesehene Qualitätssicherungsmaßnahmen miteinander ab.
Im anschließenden Projektverlauf verfolgen wir regelmäßig den Fortschritt Ihrer Softwareentwicklung sowie die Umsetzung und Wirksamkeit der Qualitätssicherungsmaßnahmen.


Typprüfung
Die Eignung der im Rahmen des Design Review-Prozesses entstandenen technischen Entwicklungsergebnisse bzw. konstruktiven Ausführungen werden vor Fertigungsaufnahme in Form von Typprüfungen auf Komponenten- und Systemebene überprüft.

Wenn bereits Typprüfergebnisse aus vorherigen Projekten und Prüfungen vorliegen, können diese bei Produktkonformität anerkannt werden, um unnötige Aufwendungen für erneute Prüfungen zu verhindern.