Deutsche Bahn

Frauen in Führung

Über die Umsetzung des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst bei der DB

Im Rahmen der Berichterstattung zum Geschäftsjahr 2015 veröffentlicht die DB auch ihre Ziele zur Steigerung des Anteils an Frauen in Führungspositionen. Sie entspricht damit den Regelungen des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst. Dieses Gesetz ist im Mai 2015 in Kraft getreten und betrifft die 36 mitbestimmungs-pflichtigen Konzerngesellschaften. 

Das Gesetz fordert die Festlegung von Zielen zur Steigerung des Frauenanteils sowohl für den  Aufsichtsrat des Konzerns als auch für die Aufsichtsräte, Vorstände sowie die ersten beiden Führungsebenen der Konzerngesellschaften.

Die für den Aufsichtsrat der DB AG nach Bundesgremien-besetzungsgesetzt festgelegte Quote von 30 Prozent ist mit einem Frauenanteil von 40 Prozent bei den vom Bund zu bestimmenden Mitgliedern bereits mehr als erfüllt. Ab 1. Januar 2018 soll dieser Anteil gemäß Gesetz auf 50 Prozent erhöht werden. Hier ist der Bund als Anteilseigner der DB in der Pflicht.

Für die Zielgrößen im Vorstand der DB AG gelten die Regelungen des neuen Gesetzes der Privatwirtschaft. Hier hat sich der Aufsichtsrat der DB für eine Quote von 15 Prozent bis zum 30. Juni 2017 ausgesprochen. Spätestens dann muss also wieder eine Frau im Vorstand der DB AG sitzen.

Nicht nur auf Ebene des Vorstandes hat sich die DB AG ein ambitioniertes Ziel gesetzt, auch für die erste und zweite Führungsebene wurden Steigerungen des Frauenanteils bis 2017 beschlossen. In kleineren Gesellschaften mit einer geringen Anzahl an Führungskräften(z.B. DUSS, Autokraft GmbH), hat die DB nur eine Führungsebene ausgewiesen.

Die Zielgrößen für die Aufsichtsräte der mitbestimmten Konzerngesellschaften sind konzernweit auf 30 Prozent festlegt. Die Entscheidungen über die übrigen Zielgrößen waren den einzelnen Gesellschaften entsprechend der gesetzlichen Bestimmung freigestellt.

Alle großen DB Gesellschaften haben bereits eine Frau im Vorstand, die DB Fernverkehrs AG sogar zwei. Die DB Schenker AG, die bislang keine Frau im Vorstand hat, will dies ändern. Ab 2017 soll auch hier eine Frau im Vorstand sitzen.

Für die erste und zweite Führungsebene unterhalb des Vorstands wurden die Zielgrößen an der bereits 2011 beschlossenen Selbstverpflichtung der DB ausgerichtet. Im Rahmen dieser Selbstverpflichtung will die DB bis zum Jahr 2020 ihren Frauenanteil insgesamt von heute 22,8 Prozent auf 25 Prozent erhöhen, bei den Führungspositionen soll der Anteil von heute 18,3 Prozent auf 20 Prozent klettern. Vor diesem Hintergrund haben alle großen DB Gesellschaften Steigerungen auf der ersten und zweiten Führungsebene bis 2017 beschlossen.

In einigen Gesellschaften musste als Zielquote der aktuelle Status Quo von 0 Prozent festgelegt werden. Dies ist nicht Ausdruck eines mangelnden Willens oder geringer Ambitionen, sondern der Tatsache geschuldet, dass es sich hier im Wesentlichen um kleinere Gesellschaften handelt mit jeweils geringer Anzahl an Führungskräften auf der jeweiligen Ebene. Vor dem Hintergrund von bestehenden Verträgen, die über 2017 hinausreichen und der Tatsache, dass bis 2017 keine Fluktuation absehbar ist, scheiden Nachbesetzungen aus, und es besteht aktuell kein Gestaltungsspielraum für eine Steigerung des Frauenanteils. 

Um den Anteil von Frauen in Führungspositionen nachhaltig zu erhöhen, wurde in den vergangenen Jahren bereits eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die die Arbeitgeberattraktivität der DB für Frauen erhöhen sowie deren Karrieremöglichkeiten verbessern.

Darüber hinaus unterstützt Personalvorstand Ulrich Weber, zusammen mit anderen Unternehmen, die Bundesregierung bei der Umsetzung des Gesetzes. Als Mitglied des Beirates im Programm „Zielsicher. Mehr Frauen in Führung“, einer Initiative der Bundesregierung, wird Weber die bisherigen Erfahrungen und Anregungen der DB bei der Umsetzung des Gesetzes einbringen.