„Connecting Europe Express“: Großer Rangier-Bahnhof für einen einmaligen Zug

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„Connecting Europe Express“: Großer Rangier-Bahnhof für einen einmaligen Zug

Er ist ein Botschafter für das „Europäische Jahr der Schiene“. Und eigentlich besteht der „Connecting Europe Express“ (CEE) aus einer Lok und mehreren Personenwagen. Dennoch hat der CEE einen exklusiven Stopp in der neuen Zugbildungsanlage in Halle (Saale) eingelegt.

Seit über 100 Jahren Handarbeit, künftig digital

Im Schienengüterverkehr werden bisher fast ausschließlich Schraubenkupplungen verwendet: Dabei wird manuell ein 20 kg schwerer Bügel auf den Haken des nächsten Wagens gelegt, um beide zu verbinden. Die Kupplung wird dann durch Drehen an einem Schraubgewinde hinter dem Bügel gespannt.

Durch die Digitalisierung der Abläufe am Rangierbahnhof können künftig deutlich mehr Züge abgefertigt werden. Die Digitale Automatische Kupplung (DAK) verbindet Güterwagen automatisch miteinander. Dadurch wird das Zusammenstellen eines Güterzugs deutlich vereinfacht und die Kapazität der Rangier- und Umschlagbahnhöfe kann deutlich gesteigert werden.  

Alles gute Gründe für Dr. Sigrid Nikutta, DB-Vorständin Güterverkehr, den Gästen vor Ort die Bedeutung des Schienengüterverkehrs zu erläutern - und die Digitale Automatische Kupplung live in Aktion zu zeigen.

Aber wie genau macht es jetzt klack?

European Year of Rail 

Die EU hat 2021 zum „European Year of Rail“ ausgerufen – um mehr Menschen zum Umstieg auf die Bahn zu bewegen und mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen. Als Botschafter für das „Europäische Jahr der Schiene 2021“ startete der EU-Sonderzug „Connecting Europe Express“ (CEE) am 2. September in Lissabon. Mit München Hauptbahnhof hatte er seine erste Station in Deutschland und machte auf seiner Tour durch Europa am 29. September auch Halt in der Zugbildungsanlage Halle (Saale). Bis zum 3. Oktober wird der CEE zehn deutsche Städte ansteuern.