Ein neues Zuhause für die Mauereidechse

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Ein neues Zuhause für die Mauereidechse

10 Hektar Güterbahnhof werden im Rahmen von Stuttgart 21 zum Abstellbahnhof und damit schätzungsweise bis zu 10.000 Mauereidechsen heimatlos. Stephan Blum, Projektingenieur für Umwelt, Natur- und Artenschutz beim Projekt Stuttgart–Ulm hat ein Herz für die kleinen Kriechtiere und koordiniert ihren Umzug.

Bei den Arbeiten an den Stuttgart 21-Bahnanlagen achtet Stephan Blum sorgfältig darauf, dass die geschützte Mauereidechse vom Güterbahnhof Untertürkheim ihren unausweichlichen Umzug gut übersteht.

Dafür hat er gemeinsam mit seinem Team Ersatzlebensräume gesucht und geschaffen. Hier können die Tiere überwintern, Eier ablegen und ausreichend Nahrung in Form von Insekten finden. 

Das Wohl der Tiere im Blick 

Stephan Blum hegt eine große Leidenschaft für den Artenschutz und sorgt akribisch dafür, dass es den Eidechsen während und nach dem Umzug an nichts fehlt: „Ich komme hierher und schaue mir die Vegetation an, schaue mir die Wälle an und vor allem schaue ich mir die Eidechsen an, ob sie gesund sind.“  

Nur mit Fingerspitzengefühl 

Für den erfolgreichen Umzug braucht es eine Menge Fingerspitzengefühl und Schnelligkeit. Kein Problem für die Spezialisten beim Projekt, denn Nachhaltigkeit und Tierschutz werden bei der Deutschen Bahn besonders großgeschrieben. 

Ein grünes Projekt 

Stuttgart 21 und die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm sind grüne Projekte – und das nicht nur, weil sie mehr Menschen von der Straße auf die Schiene bringen und so die Mobilitätswende beschleunigen sowie den Klimaschutz verbessern. Grün ist das Bahnprojekt Stuttgart–Ulm auch wegen der zahlreichen Maßnahmen für den Natur- und Artenschutz.