Im Herzen der Netzleitzentrale

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Im Herzen der Netzleitzentrale

Die GDL bestreikt Züge und den Betrieb der DB. In der Leitzentrale von DB Netz wird der Zentrale Arbeitsstab einberufen, denn jetzt heißt es, schnell auf Unvorhersehbares zu reagieren und effektive Lösungen zeitnah umzusetzen. Im Schichtwechsel koordiniert Achim Wolters gemeinsam mit seinem Team das Durchkommen durch den Streik. Ein Einblick in die Arbeit der Netzleitzentrale in Frankfurt am Main.

„Vielleicht legt der nächste Kollege am Stellwerk die Arbeit nieder“, befürchtet ein Teammitglied in der Netzleitzentrale. Das ist nicht vorhersehbar und kann sich mit jedem Schichtwechsel ändern. In diesem Fall müssen Achim Wolters, Leiter des Zentralen Arbeitsstabs und sein Team zügig handeln und Maßnahmen für einen stabilen Betrieb koordinieren. Sie arbeiten in Schichten rund um die Uhr. Insgesamt umfasst die Netzleitzentrale 50 Kolleg:innen.

9 Uhr, 13 Uhr, 18 Uhr stehen Telefonkonferenzen an. Hier zeigt sich: Die aufwändigen Vorbereitungen und der Einsatz der Kolleg:innen der DB-Eisenbahnverkehrsunternehmen machen sich bezahlt, die Ersatzfahrpläne greifen stabil. Trotzdem bedeutet das für die Reisenden immense Einschränkungen, da deutlich weniger Züge unterwegs sind.

Vorbereitung ist alles

Dem Zentralen Arbeitsstab steht neueste Technik zur Verfügung. Auf großen Bildschirmen hat das Team aktuelle Netzpläne, den Stand der Störungen und zwei Übersichtskarten im Blick. Achim Wolters ist seit 47 Jahren bei der Deutschen Bahn und kennt auch Zeiten, in denen man mit weniger moderner Ausrüstung auskommen musste. Der erfahrene Eisenbahner weiß um die Herausforderungen und den Aufwand an Vorbereitungen – dort, wo viele der Kolleg:innen streiken.

Bestens gewappnet durch Technik und Team

Die Übersichtskarte zur Betriebslage für das System Betrieb live ist immer auf dem neusten Stand. Sie kann jederzeit von den über 100 Eisenbahnverkehrsunternehmen und den Kund:innen online eingesehen werden. „Heute können wir auf Knopfdruck 100.000 Leute informieren“, freut sich Achim Wolters.

Mit gutem Gefühl in den nächsten Tag starten

In der Abend-Schalte des Zentralen Arbeitstabs sind viele Teilnehmer:innen zusammengekommen. Fokus: Der bevorstehende Hochlauf des Betriebs zum Streik-Ende. Nach der Konferenz geht für Achim Wolters eine erfolgreiche Schicht zu Ende. Viele Störungen konnten aufgelöst oder umfahren werden - ohne Hektik und ohne Chaos. Stattdessen: Gute Organisation und Kommunikation. Achim Wolters liegt nicht nur der Betrieb, sondern auch das Wohlergehen seines Teams am Herzen. Er fühlt sich bestens gewappnet, um auch am nächsten Tag wieder den Streik zu koordinieren.