Medibus rollt für Robert Koch-Institut

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Medibus rollt für Robert Koch-Institut

Es ist ein ganz besonderer Bus, eine rollende Arztpraxis: Der Medibus sorgt dafür, dass Ärzte zu den Patienten kommen und nicht umgekehrt. Dafür hat DB Regio Bus frühere Linienbusse zu vollausgestatteten mobilen Arztpraxen umgebaut. Diese sind in drei Bereiche aufgeteilt: Wartezimmer, Labor und Behandlungsraum. Die Möblierung des Busses entspricht einer üblichen Hausarztpraxis.

Der Einsatz dieser Busse hat einen ernsten Hintergrund: Besonders ländliche Regionen leiden unter einem Mangel an Allgemeinmedizinern und Fachärzten. Viele Nachwuchskräfte ziehen es vor, in der Stadt zu arbeiten. Durch die demografische Entwicklung – die Menschen werden immer älter, sind weniger mobil aber zugleich versorgungsbedürftiger – gewinnt die Verbindung von Medizin und Verkehr zusätzlich an Bedeutung.

Der Medibus unterstützt die Gesundheitsbranche in der Krise

Es gibt verschiedene Einsatzmöglichkeiten für die mobile Arztpraxis. Bis zu vier Medibusse der DB kommen nun sogar für die Antikörperstudie des Robert Koch-Instituts zu SARS-CoV-2 zum Einsatz. Die Forscher haben mit der rollenden Arztpraxis eine hochwertige Laborumgebung, die flexibel an unterschiedlichen Orten eingesetzt werden kann.

Im Medibus führen auch Betriebe Gesundheitsveranstaltungen wie Blutdruckmessung oder Diabetesberatung durch. Auch als Impfmobile waren die Busse schon unterwegs. Die mobile Praxis ist damit ein wahres Multifunktionswunder. Das sehen auch die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur so. Sie zeichneten den Medibus im Oktober 2019 mit dem Deutschen Mobilitätspreis aus.

Wie es im Medibus aussieht