Probebohrungen für den Fehmarnsundtunnel

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Probebohrungen für den Fehmarnsundtunnel

Die kürzeste Verbindung zwischen Mitteleuropa und Skandinavien über die Ostsee ist die Querung über den Fehmarnbelt. Da die vorhandene Brücke den künftigen Anforderungen an einen modernen Schienenverkehr nicht mehr gerecht wird, wird die feste Querung des Fehmarnsunds erneuert und erweitert.

Heute haben der Wirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, Dr. Bernd Buchholz und der DB-Projektleiter Bernd Homfeldt den aktuellen Stand des Projektes begutachtet. Für die Planung eines neuen Tunnels zwischen Fehmarn und deutschem Festland muss der Baugrund untersucht werden. Ein Schlüsselstück bilden Probebohrungen bis zu einer Tiefe von 63 Metern, die im März 2022 abgeschlossen sein werden. Diese ergaben, dass es sich hierbei um einen tonhaltigen Boden handelt. Eine besondere Herausforderung für die Ingenieure. Aufmerksame Besucher Fehmarns können die Bohrpunkte direkt von der Brücke aus sehen. 

Der neue 1,7 Kilometer lange Absenktunnel soll vier Fahrstreifen für die Straße sowie zwei Gleise für die Eisenbahn aufnehmen und rechtzeitig zur Inbetriebnahme der Festen Fehmarnbeltquerung fertiggestellt sein.  

Der Straßen- und Schienenverkehr von und nach Fehmarn verläuft aktuell über die etwa 960 Meter lange Sundbrücke. Für Fußgänger, Radfahrer und langsamen Straßenverkehr bleibt die Fehmarnsundbrücke erhalten. Für die Sanierung der Brücke investieren DB und Land insgesamt rund 30 Millionen Euro. Saniert werden alle Tragseile und die Betonpfeiler – auch unterhalb der Wasserkante.  

Bundesverkehrsministerium, das Land Schleswig-Holstein und Deutsche Bahn haben sich Anfang März 2020 für einen Absenktunnel für Straße und Schiene entschieden. Hierzu werden die Tunnelteile direkt auf dem Ostseegrund verlegt. Die Verbindung ist eines der wichtigsten Vorhaben für den Ausbau der Nord-Süd-Achse des transeuropäischen Verkehrsnetzes, das von Finnland bis nach Sizilien reicht. Ein Mammutprojekt, das gleichzeitig eines der größten Infrastrukturprojekte Europas ist mit Auswirkungen weit über die Ländergrenzen von Dänemark und Deutschland hinaus.