Sensors4Rail bringt mehr Kapazität auf die Schiene

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Sensors4Rail bringt mehr Kapazität auf die Schiene

Moderne Sensorik am Zug ermöglicht eine exakte Ortung und Umfeldwahrnehmung. Sensoren haben alles im Blick: Durch das Projekt Sensors4Rail stehen Zügen genaue Informationen über das eigene Umfeld und die exakte Position zur Verfügung.

Die Vorteile von Sensors4Rail

Die sensorbasierte Umfeldwahrnehmung unterstützt das System auch beim Erkennen und Klassifizieren von Hindernissen und Objekten im Gleisumfeld. Diese können auf der HD-Karte genau lokalisiert werden, sodass die Leitstelle künftig noch schneller und präziser reagieren kann. Zudem spielt das technologische Set-up für die Kapazitätssteigerung eine entscheidende Rolle: Die sensorbasierte Umfeldwahrnehmung und kontinuierliche Echtzeitortung ermöglichen eine engere Taktung durch Zugfahrten im absoluten Bremswegabstand und somit eine höhere Kapazität für die befahrenen Strecken.

Eine besondere Herausforderung bei Schienenfahrzeugen im Vergleich zur Straße sind die sehr langen Bremswege. Die im Projekt verwendeten Sensortechnologien sind auf hohe Reichweiten ausgelegt, um eine frühzeitige Fahrzeugreaktion zu ermöglichen.

Gemeinsam schneller digital

Für die Realisierung sind Zukunftstechnologien aus verschiedenen Branchen notwendig. Diese Technologien zusammen mit unseren Partnern schnell ins System Bahn zu integrieren – das ist eine unserer Hauptaufgaben bei der Digitalen Schiene.

Sensors4Rail: Wann kommt die Sensorik zum Einsatz?

Der Einbau der neuen Technologien läuft bereits. Ein Fahrzeug der S-Bahn Hamburg wurde im Oktober 2020 mit Kamerasystem, Radar, Lidar und GNSS ausgestattet. Erste Testfahrten haben Anfang 2021 begonnen.

Sensors4Rail auf dem ITS Weltkongress 2021

Auf dem ITS Weltkongress 2021 in Hamburg testet die Digitale Schiene Deutschland mit den Kooperationspartnern Siemens Mobility, HERE Technologies, ibeo automotive und Bosch Engineering im branchenübergreifenden Pilotprojekt “Sensors4Rail” sensorbasierte Wahrnehmungssysteme live im Zugbetrieb während Sonderfahrten. Hochmoderne Sensoren an einem Fahrzeug der S-Bahn stellen genaueste Informationen über das Zugumfeld und die exakte Position zur Verfügung. Auf Basis dieser Daten könnten Züge zukünftig optimal gesteuert werden und beispielsweise in kürzeren Abständen fahren, was die Kapazität der Strecke erhöht.