Deutsche Bahn

Agenda für eine bessere Bahn

Mehr Qualität und Service für die Kunden

Die Deutsche Bahn transportiert so viele Menschen wie noch nie zuvor, auch die Auslastung des Schienennetzes hat seit der Bahnreform 1994 stark zugenommen. Dieses enorme Wachstum stellt uns vor die Herausforderung, die notwendigen Kapazitäten dafür in der Infrastruktur, bei den Fahrzeugen und beim Personal bereitzustellen.

Wir haben deshalb 2016 in einem ersten Schritt das Qualitätsprogramm Zukunft Bahn auf den Weg gebracht. Das Ziel: Unsere Kunden mit pünktlicheren Zügen, mit Sauberkeit und Komfort in den Bahnhöfen, zuverlässiger Kundeninformation und komfortablen Fahrzeugen als sympathischer Dienstleister zu überzeugen.

Der mit Zukunft Bahn formulierte Anspruch wird in der Anfang 2019 neu auf den Weg gebrachten Agenda für eine bessere Bahn konsequent weitergeführt und vorangetrieben. Gleichzeitig investieren wir mit der Agenda in den Ausbau unserer Kapazitäten – im Netz, bei Fahrzeugen und Mitarbeitern. So beschreiben wir den Weg, wie wir den Systemverbund fit für Zukunft, Wachstum und Beschäftigung machen.

Was uns dabei leitet, ist eine bessere Bahn für unsere Kunden.

Mit einem 5-Punkte-Plan für 2019 werden wir bereits kurzfristig spürbare Verbesserungen für unsere Kunden umsetzen:

1. Wir werden Schritt für Schritt pünktlicher

Im Durchschnitt erhöht sich die Pünktlichkeit des DB-Fernverkehrs im Jahr 2019 um 1,6 Prozentpunkte auf 76,5 Prozent.

Wir wollen vor allem Verspätungen reduzieren, die Engpässe bei der Fahrzeugverfügbarkeit verursachen. Dazu bauen wir unter anderem die Fernverkehrsflotte konsequent weiter aus und ertüchtigen zusätzlich die vorhandenen Fahrzeuge. Durch eine verbesserte Instandhaltung wollen wir ebenfalls vorankommen. Allein dafür stellen wir mehr als 200 zusätzliche Mitarbeiter ein, beispielsweise in den ICE-Werken Hamburg und Köln. In Krefeld erhöhen wir schon bis Mitte 2019 zusätzlich die Kapazität der Werkstatt. Insgesamt stehen somit täglich mindestens 225 ICE bereit, ein Plus von fünf Prozent. Ein besseres Management unserer täglich bis zu 800 Baustellen ist ebenfalls entscheidend für mehr Pünktlichkeit. Konkret machen wir das vor allem mit drei Maßnahmen: zusätzlichem Personal, der Verschiebung von Sperrzeiten in verkehrsarme Randlagen sowie dem Einsatz von Hochleistungsmaschinen. Damit schaffen wir es, trotz gleichbleibender Bauintensität, ein Drittel mehr Züge als bisher durch die Baustellen zu fahren. Darüber hinaus hilft uns das Lagezentrum Bau. Ein Spezialteam koordiniert dort das gesamte Baugeschehen im Konzern und minimiert täglich Störungen durch Baustellen.

Bahnhofsuhr

2. Wir investieren so viel wie noch nie

Unter dem Strich investieren wir zusammen mit dem Bund so viel wie noch nie in unser Eisenbahnnetz: 10,7 Milliarden Euro, das sind 1,3 Milliarden Euro mehr als 2018. Damit nicht genug: Um die Kapazitäten in Infrastruktur und Fahrzeuge zu erhöhen, nehmen wir noch extra Geld in die Hand. Zusammen mit den Investitionen in die Digitalisierung sind das 2019 rund 1,1 Milliarden Euro. Wiederum auf Rekordhöhe stellen wir neues Personal ein, voraussichtlich rund 22.000 Kolleginnen und Kollegen. Vor allem mehr Lokführer, Fahrdienstleister und Instandhalter werden helfen, die Qualität zu verbessern.
Ein besonderes Augenmerk gilt der Frage: Wie können wir die ständig wachsenden Verkehre effektiver steuern und besser koordinieren? Unsere konkrete Antwort: Die bereits bestehenden Planstart-Teams werden 2019 verdoppelt. Deren Aufgabe ist es, für eine pünktliche Abfahrt der Züge zu sorgen. Außerdem bauen wir bereits bestehende Einsatzteams aus, um unseren Verkehr in hoch belasteten Korridoren zuverlässiger zu fahren. In diesen vier sogenannten Plankorridoren  wollen wir Staueffekte neuralgischer Abschnitte auf das gesamte System möglichst geringhalten.

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Baustelle

3. Wir bieten verlässlichere Informationen und besseren Komfort

Ob im Zug oder auf den Bahnhöfen – nicht zuletzt mit mehr digitalen Services bieten wir verlässlichere Informationen und einen besseren Komfort.

Rund 80 Bahnhöfe rüsten wir in den kommenden Monaten mit einer neuen Generation von Anzeigen, Monitoren und Tafeln aus. In Stuttgart und Leipzig werden wir jetzt unsere DB-Lounges umbauen. In allen 650 rollenden Bordrestaurants und Bordbistros gibt es seit kurzem neue Gerichte – und einen besseren Service an Bord. In diesem Zusammenhang wollen wir Komfortstörungen deutlich abbauen. Gleichzeitig setzen wir die Digitalisierung zur besseren Information unserer Kunden, gerade auch bei Störungsfällen, konsequent fort. Unsere marktführende App, DB Navigator, und der DB Streckenagent werden noch mehr Möglichkeiten für unsere Kunden bieten. Und wir bauen W-Lan im IC, im öffentlichen Nahverkehr und auf unseren Bahnhöfen aus.

ICE 3 Baureihe 407, Innenaufnahme Fahrgastinformation

4. Wir weiten unsere Angebote aus

Seit dem Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2018 haben wir im Fernverkehr unser Angebot um vier Prozent ausgeweitet.

Knapp 80 Milliarden Sitzplatzkilometer sind Europa-Rekord. Bis Ende Dezember erhalten wir 15 neue ICE4 und 10 neue IC2 – das allein summiert sich auf fast 20.000 zusätzliche Sitzplätze. Ein Teil davon kommt auf der boomenden Strecke zwischen Berlin und München zum Einsatz, so bieten wir pro Tag zwei zusätzliche ICE-Sprinter an. Und eine wichtige Nachricht für Hunderttausende Pendler: Die großen S-Bahnen in München und Hamburg modernisieren weiter ihre Flotten, um der wachsenden Zahl von Fahrgästen gerecht zu werden. Auch im Regionalverkehr werden wir neue Fahrzeuge beschaffen.

ICE 4 Baureihe 412 in Frankfurt am Main Hbf

5. Wir sanieren unsere Güterbahn und machen die Bahn noch grüner

Wir werden in diesem Jahr unseren Vorsprung als umweltfreundlichstes Verkehrsmittel weiter ausbauen.

Wir wollen unsere Treibhausgase weiter reduzieren. Auf dem Weg zur Klimaneutralität werden wir bis Ende 2019 den Anteil erneuerbaren Energien an unserem DB-Bahnstrommix deshalb erneut steigern, um drei Prozentpunkte auf dann 60 Prozent. Für effektiven Klimaschutz braucht es zudem mehr Verkehr auf der umweltfreundlichen Schiene. Um einen Beitrag zur notwendigen Verkehrsverlagerung in Deutschland zu leisten, sind wir fest entschlossen, die anstehende Sanierung unserer Güterbahn erfolgreich voranzutreiben: Mehr Personal, zusätzliche Investitionen in moderne Loks und Wagen sowie eine Vertriebsoffensive werden wieder mehr Güter auf die Schiene bringen und die Straßen entlasten. Keine Frage, wir wollen mit DB Cargo wachsen, unsere Marktanteile verteidigen und neue Kunden gewinnen.

Wettelsheimer Kurve bei Treuchtlingen - DB Cargo Ellok der Baureihe 193 "Vectron" mit Zug des KLV

Agenda für eine bessere Bahn konkret – Beispiele:


Rekordinvestitionen in die Infrastruktur

Die Deutsche Bahn setzt 2019 das größte Modernisierungsprogramm der Bahngeschichte fort. 10,7 Milliarden Euro fließen in die Schieneninfrastruktur und Bahnhöfe – fast jeder zweite Streckenkilometer wird saniert. Engpässe auf hochbelasteten Strecken sollen künftig besser gemanagt werden. Mehr dazu >>>





So soll der neue "ECx" der Deutschen Bahn aussehen (Computeranimation)

Neuer Zug im Fernverkehr: der „ECx“

Der neue Fernverkehrszug der DB setzt neue Maßstäbe für Barrierefreiheit und bietet den Fahrgästen mehr Komfort, mehr Verlässlichkeit und mehr Platz. Ab 2023 ist er unter anderem zwischen Berlin und Amsterdam im Einsatz. Mehr zum neuen ECx >>>





Triebfahrzeugführer bei DB Regio

Mehr Personal:

Die DB stellt in diesem Jahr wieder auf Rekordhöhe neues Personal ein, dazu zählen über 2.000 Lokführer und 1.500 Fahrdienstleiter sowie rund 3.300 Instandhalter und 1.300 Servicekräfte in den Zügen. Insgesamt will die DB 2019 rund 22.000 neue Mitarbeiter an Bord holen, sowohl Auszubildende als auch Quereinsteiger und Berufserfahrene.
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