Deutsche Bahn

Akten

Das unternehmenshistorische Archiv – Gedächtnis der Bahn

Mit der Bahnreform änderte sich auch die Form der Archivierung von Altakten. Die Vorhaltung von großen Archiven-wie etwa noch bei der Reichsbahn der DDR üblich - war weder inhaltlich noch wirtschaftlich vertretbar. Dennoch, ein Gedächtnis braucht jede Firma.

Wer die Geschichte der Bahn in den letzten Jahrhunderten mit Hilfe von Akten erforschen möchte, besucht am besten die Bundes- und Staatsarchive. Denn seit der Verstaatlichung der Eisenbahnen im 19. Jahrhundert ist die Geschichte der Bahn in ihren überlieferten Archivalien dort auffindbar.

Mit Gründung der Deutschen Bahn AG wurden die noch bestehenden Altregistraturen und Archive der ehemaligen Bahndirektionen aufgelöst. Akten wurden gemäß dem Bundesarchivgesetz abgegeben, sofern sie nicht für den laufenden Betrieb der Deutschen Bahn AG oder auch des neugegründeten Bundeseisenbahnvermögen notwendig waren. Verfügten früher die verschiedenen Direktionen über ihr Gedächtnis in Form ihres lokalen Archivs, einer Bibliothek oder auch der in der DDR gepflegten Traditionskabinette, so drohte nun die Gefahr, dass mit der Bahnreform jede Form eines nachprüfbaren "historischen Gedächtnisses" verschwinden würde.

Um Herkunft, Entstehungs- und Unternehmensgeschichte der Deutschen Bahn AG zu dokumentieren, wurde ein unternehmenshistorisches Archiv – die Historische Sammlung – am Konzernsitz in Berlin eingerichtet. Aufgabe ist die Sichtung, Sicherung und EDV-Erschließung von unternehmenshistorisch relevanten Akten im Einklang mit Datenschutz, Sperrfristen und den entsprechenden Konzernrichtlinien.