Deutsche Bahn

Grün, grüner, ICE-Werk

400 CO2-neutrale Arbeitsplätze bietet das neue Instandhaltungswerk in Köln-Nippes.

Grün statt Rot: Zur Eröffnung des ICE-Instandhaltungswerkes am 23. Februar in Köln-Nippes hat sich sogar der Zug in Schale geworfen. In der Werkshalle erwartete ein ICE 3 die geladenen Gäste und Medienvertreter. Die roten Streifen wurden durch grüne ersetzt, ein Look mit Symbolkraft. Die Botschaft: Die Zukunft des DB-Fernverkehrs ist grün, umweltfreundlich, CO2-neutral. Das neue Werk übernimmt dabei eine Vorreiterrolle. Auf 23 Hektar halten künftig rund 400 Mitarbeiter Züge aller ICE-Baureihen in Schuss. So trägt das „Grüne Werk“ Nippes dazu bei, den Fernverkehr noch zuverlässiger zu machen.

Visualisierung

Eine Investition in die Zukunft

Für das „Grüne Werk“ hat die Bahn ordentlich investiert. Rund 220 Millionen Euro flossen in den Neubau. Und die haben sich gelohnt. Zusammen mit dem Bestandswerk Betriebsbahnhof erweitert das Werk Nippes die Instandhaltungskapazitäten in Köln. Künftig können viermal so viele Züge gewartet werden, wie bisher. Auf die 230 alten und 170 neuen Mitarbeiter wartet also viel Arbeit. Allerdings auch einer der wohl modernsten Arbeitsplätze bei der DB, mit Sicherheit aber der umweltfreundlichste. Denn das Werk ist ins seiner Energieversorgung nahezu autark. Dabei setzt die Bahn auf Wärme aus Geothermie (Erdwärme) und Strom aus Sonnenenergie. Das Ergebnis: Es werden keine fossilen Brennstoffe eingesetzt.

Mit Inbetriebnahme des Werkes in Nippes gelingt der DB ein entscheidender Schritt zur Erreichung ihrer Klimaschutzziele. Bis 2020 sollen die CO2-Emissionen um 50 Prozent im Vergleich zum Jahr 2006 sinken. Im gleichen Zeitraum soll der Ökostrombestanteil im gesamten DB-Bahnstrommix auf 70 Prozent steigen. So wird die Bahn ihrem eigenen Anspruch gerecht, Umweltvorreiter zu sein. Damit in Zukunft rot für grün steht.