Deutsche Bahn

Das Flugzeug überholt

Ein Jahr nach Start der Schnellfahrstrecke Berlin–München: Bahn ist Verkehrsmittel Nummer 1

Fahrgastzahlen mehr als verdoppelt • Überdurchschnittliche Pünktlichkeit •
Mehr ICE-Züge mit mehr Sitzplätzen ab 9. Dezember • Klima gewinnt: mit
CO2-Einsparung über 188.000 Tonnen

(Berlin, 30. November 2018) Ein Jahr nach Eröffnung der Schnellfahrstrecke
Berlin–München hat die Bahn das Flugzeug als Verkehrsmittel Nummer 1
zwischen den beiden Metropolen abgelöst. Dies ergibt eine gemeinsame Studie
der Deutschen Bahn (DB) und Telefónica Deutschland. Demnach nutzen
46 Prozent aller Reisenden die Bahn, 30 Prozent das Flugzeug und 24 Prozent
das Auto oder den Bus. Vor dem Start der Strecke lag der Anteil der Bahn noch
bei 23 Prozent. Das Flugzeug führte mit 48 Prozent. Insgesamt zählte die DB
bislang 4,4 Millionen Reisende zwischen Berlin und München und damit doppelt
so viele wie im Vorjahr. Rund 1,2 Millionen Reisende stiegen in dem Zeitraum
vom Flieger um, rund eine Million vom Pkw. Der Umstieg auf die
umweltfreundliche Bahn ist ein Beitrag zum Klimaschutz: Hochgerechnet auf
zwei Personen im Pkw und alle Flugreisenden beträgt die Einsparung an CO2
rund 188.000 Tonnen. Das entspricht dem jährlichen Ausstoß einer Stadt wie
Meiningen mit rund 21.000 Einwohnern.

Berlin-München: Bahn am umweltfreundlichsten

DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber: „Dass wir so viele Reisende
zum Umsteigen bewegen konnten, übertrifft unsere Erwartungen und dafür
bedanken wir uns ganz herzlich bei unseren Kunden. Neben dem Stolz, jetzt
Marktführer auf dieser Strecke zu sein, empfinden wir diesen Erfolg vor allem
auch als Ansporn, das Angebot für unsere Fahrgäste weiter zu verbessern. Die
Bahn ist der Schlüssel für die dringend erforderliche Verkehrswende und leistet
einen wesentlichen Beitrag zur Mobilität der Menschen und der Gesundung von
Klima und Umwelt.“

Die neue Verbindung ist auch sonst ein Erfolg: So liegt die Pünktlichkeit der
ICE-Sprinter mit 86 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt. Die
Auslastung der Züge über die Schnellfahrstrecke liegt durchschnittlich 18
Prozent höher als im übrigen Fernverkehr. Im neu geschaffenen Bahnknoten
Erfurt hat sich die Zahl der Umsteiger zwischen Fernverkehrszügen
vervierfacht. Auch der Bahnhof Halle (Saale) hat an Bedeutung als
Umsteigeknoten gewonnen. Hier nutzen die Fahrgäste häufig den Anschluss
vom Intercity aus Braunschweig/Magdeburg zum ICE nach Erfurt/München und
retour.

Bahn inzwischen Verkehrsmittel Nr. 1 zwischen Berlin und München

Ausweitung des Angebots ab Fahrplanwechsel

Aufgrund der starken Nachfrage weitet die DB das Angebot auf der Strecke ab
dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember wie folgt aus:

  • Erstmaliger Einsatz des ICE 4: Der neueste ICE bietet mit
    830 Sitzplätzen mehr Platz für Reisende als die bislang dort
    verkehrenden Züge.
  • Erweiterung der ICE-Sprinter: Fünf ICE pro Tag und Richtung verbinden
    die Metropolen in unter vier Stunden. Bislang waren es drei.
  • Erste internationale Verbindung: Mit der Verbindung Berlin–Erfurt–
    Nürnberg–Wien führt die DB das erste internationale Angebot auf der
    Strecke ein. Die Reisezeit zwischen den beiden Hauptstädten verkürzt
    sich um rund eine halbe Stunde gegenüber heute.

Mit dem Einsatz des ICE 4 und der Erweiterung der ICE-Sprinter stehen den
Reisenden ab Fahrplanwechsel 3.000 zusätzliche Sitzplätze pro Tag zur
Verfügung.