Deutsche Bahn

Die DB spendet eine Million Euro an Yad Vashem

In Jerusalem soll ein Erweiterungsbau für das Archiv der Holocaust-Gedenkstätte errichtet werden.

Yad Vashem beherbergt die größte und umfassendste Sammlung von Dokumenten zur Geschichte des Holocaust. Seit ihrer Gründung 1953 werden dort Zeugnisse gesammelt und bewahrt. Sie berichten vor allem über das Schicksal der sechs Millionen europäischer Juden, die durch die Nationalsozialisten verfolgt, enteignet und ermordet wurden.

Inzwischen ist die Sammlung so gewachsen, dass ein neues Archivzentrum nötig ist. Mit dem „Shoah Heritage Collection Center“ werden moderne Archiv- und Nutzerräume geschaffen, um die Sammlungen der Nachwelt zu erhalten. Auch die Daimler AG, die Deutsche Bank, Volkswagen und der Verein Borussia Dortmund tragen mit jeweils der gleichen Summe dazu bei, dass ein Erweiterungsbau für das Archiv der Holocaust-Gedenkstätte errichtet werden kann.   

Yad Vashem

DB-Vorstand Ronald Pofalla sagte am 2. April bei der Bekanntgabe der Spende in Berlin auf der Pressekonferenz des „Deutschen Freundeskreises für Yad Vashem“: „Eine der Vorläuferorganisation der heutigen Deutschen Bahn, die Deutsche Reichsbahn, war ganz wesentlich an der Ermordung der europäischen Juden beteiligt. Die Deutsche Bahn fördert seit langem die kritische Auseinandersetzung mit dieser deutschen Geschichte. Mit der Spende zur Errichtung des Shoah Heritage Campus möchten wir mit dazu beitragen, dass auch in Zukunft an die Leben und Schicksale Einzelner erinnert werden kann.“ 

Was mit dem Shoah Heritage Campus entsteht, solle helfen, diese individuellen Zeugnisse aufzubewahren und durch Publikationen und Ausstellungen aller Art immer wieder neu respektvoll zum Leben zu erwecken, so Pofalla.

Seit ihrer Gründung 1994 befasst sich die DB auch kritisch mit ihrer Vergangenheit. Eigene Ausstellungen des DB Museums oder Kooperationen wie die Wanderausstellung „Sonderzüge in den Tod - die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn“ legen davon Zeugnis ab.

Das Mahnmal Gleis 17 am Bahnhof Grunewald in Berlin ist ein wichtiger Ort des Gedenkens. Seit 2002 wird der Wettbewerb „Azubis gegen Hass und Gewalt“ ausgeschrieben. Hier stellen Auszubildende ihr Engagement für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft vor.

Yad Vashem

Mit Spenden an die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ setzt  sich die Deutsche Bahn auch für humanitäre Projekte zugunsten ehemaliger Opfer nationalsozialistischer Verbrechen ein oder fördert pädagogische Arbeit wie die des Anne Frank Zentrums.