Internationaler Tag des Gedenkens

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Internationaler Tag des Gedenkens

Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn AG: „Heute ist der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Heute vor 75 Jahren wurde das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau befreit. Auch gerade wir als Deutsche Bahn haben mit unserer wechselseitigen Historie und der beschämenden Rolle der Reichsbahn in Deutschland eine immerwährende Verantwortung, die Erinnerung an die Verbrechen im Nationalsozialismus wach zu halten, damit Rassismus und Antisemitismus keinen Platz in unserer Gesellschaft und der gemeinsamen Zukunft haben.

Im Mai 2019 durfte ich an einer Gedenkveranstaltung in Yad Vashem in Jerusalem teilnehmen und dort eine Spende zur Errichtung des Shoah Heritage Campus übergeben. Damit tragen wir als Deutsche Bahn mit dazu bei, dass auch in Zukunft an die Leben und Schicksale Einzelner erinnert werden kann. Dazu bedarf es guter Archive und würdevoller Orte der Begegnung. Die unterstützen wir auch in Deutschland, zum Beispiel mit dem Mahnmal Gleis 17 am Bahnhof Berlin-Grunewald oder mit der Dauerausstellung im DB Museum.“ #weremember 

„Diese Vergangenheit beschämt uns noch heute“

Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust.

Yad Vashem

Vor 75 Jahren, am 27. Januar 1945 wurde das Vernichtungslager Auschwitz befreit. Seit 2005 ist dieser Tag „Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“. Und wie wichtig Erinnerung und Gedenken sind, wird uns allen gerade in letzter Zeit zunehmend immer wieder schmerzlich bewusst. Antisemitismus nimmt – nicht nur in Deutschland – wieder zu. 

Während der großen Gedenkveranstaltung „An den Holocaust erinnern, Antisemitismus bekämpfen“ in Israel in der vergangenen Woche sprach auch Frank-Walter Steinmeier. Er ist der erste deutsche Bundespräsident, der in der Gedenkstätte Yad Vaschem in Jerusalem eine Rede hielt. Uns haben seine Worte sehr beeindruckt, wer möchte, kann sie hier anschauen und auch nachlesen.

An die Vergangenheit erinnern

Auch wir möchten dem Titel der Veranstaltung folgen „An den Holocaust erinnern, Antisemitismus bekämpfen“. Denn auch für die Deutsche Bahn ist es ein Tag, an dem wir uns mit der Vergangenheit unseres Unternehmens auseinandersetzen sollten. Mit der Deutschen Reichsbahn, war es eine Vorläuferorganisation der heutigen Deutschen Bahn, die alle rassistischen und antisemitischen Verordnungen des NS-Regimes umsetzte. Mit der Bereitstellung der Deportationszüge beteiligte sie sich an der Ermordung der europäischen Juden.

Wir legen Ihnen deswegen an dieser Stelle noch einmal verschiedene Beiträge an Herz, die bei uns erschienen sind und die zeigen, wie wichtig der DB das Erinnerung und der richtige Umgang mit der eigenen Vergangenheit ist.

Dokumentation im Grundstein

DB-Chef Richard Lutz war im vergangenen Mai in Yad Vashem zur Grundsteinlegung für die Erweiterung der Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem. Um all die Zeugnisse der Ermordeten und Überlebenden bewahren zu könne, beteiligte sich die Deutsche Bahn mit einer Million Euro an den Baukosten für ein neues Archivgebäude. In seiner Rede damals unterstrich auch er die Rolle der DB: "Wir alle wissen, welche tiefen Abgründe sich in der deutschen Geschichte mit dem Nationalsozialismus auftun. Und eine der Vorläuferorganisationen der heutigen Deutschen Bahn - die Reichsbahn - war durch die Deportationen ganz wesentlich an der Ermordung der europäischen Juden beteiligt. Diese Vergangenheit beschämt uns noch heute.“  

Der Sonderpreis für Gesellschaftliches Engagement des DB Awards – ausgelobt von der Deutsche Bahn Stiftung – ging im vergangenen Jahr an Heimatsucher. Ein Verein – der sich mit Unterstützung zweier Kolleginnen der DB stark macht für das Erinnern. Verena Blättermann und Janika Raisch interviewen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern Zeitzeuginnen und Zeitzeugen des Holocaust, um Ihre Erinnerungen zu erhalten und weiterzutragen.  

Mahnmal Gleis 17

Außerdem erinnert die DB mit dem zentralen Mahnmal Gleis 17 in Berlin Grunewald an die eigene Geschichte und die Deportation jüdischer Bürger mit der Reichsbahn. Dort sieht man, dass selbst als Berlin schon in Schutt und Asche lag, noch am 27. März 1945 deutsche Juden aus ihren Verstecken geholt und in das noch nicht befreite Konzentrationslager Theresienstadt deportiert wurden.

Grund genug auch für uns einem Tag wie heute einen Moment inne zuhalten.

#konzern #yadvashem #holocaustgedenktag