"Jugend trainiert" und die DB macht's möglich

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"Jugend trainiert" und die DB macht's möglich

Im 50. Jahr geht "Jugend trainiert" an den Start. Seit 1995 unterstützt die DB den Schulsportwettbewerb mittlerweile, seit 2012 sogar als Hauptsponsor. Nicht zuletzt durch das Zusammenspiel zahlreicher DB-Unternehmen wird das Großereignis zum Erfolg. Lesen Sie hier mehr über die Mitarbeiter im Hintergrund.

Vom 23. bis 25. September fanden in Berlin der weltweit größte Schulsportwettbewerb „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics“ statt. Die DB ist dabei als Hauptsponsor beteiligt. Zwischen den 9- bis 18-Jährigen finden im Vorfeld auf Bundesebene zahlreiche Wettkämpfe statt. Zweimal im Jahr, im Frühjahr und im Herbst, reisen dann die tausenden Finalteilnehmer nach Berlin. An drei Tagen geht es anschließend hoch her.

Großes Jubiläum

In diesem Jahr feiert „Jugend trainiert“ 50-jähriges Jubiläum. Nach Anreise der jungen Sportlerinnen und Sportler  ist der Startschuss gefallen: Feierlich hat DB-Chef Richard Lutz „Jugend trainiert“ im Olympiastadium, dem allerersten Austragungsort im Jahr 1969, unter anderem zusammen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Berlins Regierendem Bürgermeister Michael Müller, eröffnet.  

Jugend trainiert für Olympia

Für die beteiligten DB-Unternehmen ist es wie bei den sonstigen Finalwettkämpfen auch – die Abläufe sind eingespielt, Ansprechpartner bekannt. Kaum ein anderes Unternehmen kann wohl so viel aus eigener Kraft stemmen: Unter anderem sind DB Schenker sports, DB Vertrieb bzw. DB Dialog, DB Station&Service, DB Services, DB Sicherheit, DB Vertrieb mit DB Klassenfahrten und Gruppenreisen, BEX Busse und das Konzernmarketing an der Organisation und Durchführung beteiligt. Im Folgenden schauen wir uns die Aufgaben einiger beteiligten Kolleginnen und Kollegen bei diesem sportlichen Großereignis einmal genauer an.

4.500 reisen nach Berlin

Ines Rohleder ist bei DB Klassenfahrten und Gruppenreisen für eben diese zuständig. Sie plant zusammen mit ihrer Kollegin Gabriele Kiermeier die Anreise und Unterbringung der Jugendlichen: „Mit Beginn der Sommerferien steht ein Termin für das Herbstfinale fest und wir können beginnen zu planen.“ Sternförmig reisen die knapp 4.500 Teilnehmer an einem Tag quer durch Deutschland Richtung Berlin Hauptbahnhof. „Zuerst werden die Hauptstrecken geblockt. Später kristallisiert sich dann heraus, wer sich konkret qualifiziert hat.“ Dann kann sie die genauere Buchung der Sitzplätze und Fahrkarten vornehmen. Für die Schüler ist die An- und Abreise kostenlos. Die DB übernimmt als Hauptsponsor die Kosten für die Bahnfahrt. 

Tausende brauchen ein Bett

Parallel kümmert sie sich darum, „dass alle Jugendlichen und ihre Betreuer ein Bett bekommen“. In Blöcken von 700er-, 500er- oder auch 100er-Kontingenten verteilt sie die Übernachtungen auf mehrere Hotels. „Ich habe sogar die Handynummern der Hotel-Ansprechpartner.“ Das ist vor allem für die Tage vor Ort wichtig, denn, so sagt Rohleder, schief geht immer etwas: „Es kommt schon vor, dass ich kurzfristig umbuchen muss. Und das, wenn die meisten Hotels in Berlin ausgebucht sind!“ Es sei schon vorgekommen, dass ein Hotel zwei Wochen vor Veranstaltungsbeginn anrufe, da wegen Umbaus keine Hotelzimmer zur Verfügung stünden. Für 200 Personen habe sie dann für Ersatz sorgen müssen. „Aber wir haben es immer geschafft, selbst beim letzten Lokführerstreik. Sie konnten letztendlich alle antreten.“ Die Veranstaltung musste noch nie abgesagt werden.

„Am Anreisetag ist die Stimmung wirklich toll!“, sagt Rohleder. „Ich finde es super, dass es so etwas gibt und dass wir als DB es unterstützen!“ Es sei nicht selbstverständlich, dass seitens des Sponsoring Geld für solche Veranstaltungen eingeplant werden könne. Auch DB Klassenfahrten stellt etwas Sponsoring-Budget zur Verfügung. Sie organisieren unter anderem die „Lehrerlounge“ im Rahmen der großen Abschlussveranstaltung und am Ankunftstag für die Teilnehmer eine Fotowand und Popcorn zur Stärkung. „Ich bin froh, Teil der Veranstaltung zu sein. Es macht einfach einen Riesenspaß!“

Neben Hotelzimmern, Anreise und Lehrerlounge kümmert sich Ines Rohleder auch um die Gestattungsvereinbarung mit dem Hauptbahnhof und beauftragt die Reinigung der genutzten Flächen für die Akkreditierung und die Sicherung durch DB Sicherheit.

Der Bahnhof bleibt sauber

Für die Reinigung ist der Bereichskoordinator für den Hauptbahnhof Andreas Gitschel von DB Services zuständig. Zusätzlich zu den neun bis zwölf Reinigungskräften pro Schicht, die vor Ort tätig sind, hat er zwei weitere Kollegen vorgesehen. Die beseitigen Verunreinigen gleich, wenn sie anfallen. „Der Bahnhof soll immer in einem sauberen Zustand sein“, sagt Gitschel. Bei 4.000 anreisenden Personen ist doch einiges an Müll zu erwarten. Den Rest erledigen dann die regulären Mitarbeiter im 3-Schicht-System.

Sicherung der Flächen

In Sachen Sicherheit kommt Frank Schneising zum Einsatz. Er ist bei DB Sicherheit in Berlin unter anderem für den Veranstaltungsschutz zuständig und Vertreter des Leiters Einsatzabschnitt Berlin. Ihm sind die Sportveranstaltungen vertraut. Zweimal im Jahr setzt er sich mit Daniela Rau vom Konzernmarketing zusammen, bespricht das Vorhaben und schreibt ein Sicherheitskonzept. Dieses schickt Schneising an Bundespolizei, Konzernsicherheit und die Einsatzleitung der DB Sicherheit. Darin legt er die Personalstärke fest, die Art des Schutzes und einen Evakuierungsplan für den Notfall. Zwei Kollegen sind demnach regulär für Jugend trainiert am Berliner Hauptbahnhof im Einsatz. 

Frank Schneising von DB Sicherheit

„Hauptsächlich geht es darum, Störer von der Veranstaltung fernzuhalten“, sagt Schneising. Für die Wettkämpfe im Olympiastadion plant er in Absprache mit der Einsatzleitung mit sechs Doppelstreifen direkt vor Ort und im Umfeld. Regelmäßig sollen die Kollegen auch an den S-Bahnhöfen Olympiastadion und Pichelsberg nach, ob alles in Ordnung ist. Für die Absicherung der Pressekonferenz am Hauptbahnhof am Tag vor Veranstaltungsbeginn stellt Frank Schneising zusätzlich zwei Mitarbeiter ab. Das Sicherheitskonzept gibt Frank Schneising außerdem dem zuständigen Einsatzführer weiter. Am Tag der Veranstaltung muss dieser neben den planbaren Vorgaben, die aus dem Konzept hervorgehen, auch auf die Situation und Lageänderungen vor Ort reagieren – eben auf die Dinge, die sich nicht im Vorhinein planen lassen.

Eröffnungsfeier

Hier laufen die Fäden zusammen

Koordiniert wird die gesamte Veranstaltung von Daniela Rau. Sie ist Marketing-Projektverantwortliche für „Jugend trainiert“ und hat den Überblick, welche DB-Unternehmen, Agenturen und weitere beteiligt sind und beauftragt diese. Dafür steht ein so genanntes Sponsoring-Budget zur Verfügung, das vom Konzernmarketing gestellt wird. 

Für die Teilnehmer und ihre Betreuer bezahlt Rau die bestellten Tickets, die über DB Klassenfahrten und DB Dialog eingebucht werden. Auch wickelt sie den Transport von Rädern und Sportrollstühlen über DB Schenker ab. Sie plant und beauftragt die Akkreditierungsschalter, bestellt Materialien wie Banner und Streuartikel, kümmert sich um Entertainmentflächen für ankommende oder wartende Teilnehmer und Betreuer am Hauptbahnhof während der Akkreditierung. Sie bestellt den Transport von Ausrüstung, bereitet Presseinformationen vor, gestaltet Pressemappen und betreut die Pressekonferenz vor Ort; bestellt dafür Messebau, Sicherheit und Catering und bereitet dem DB-Chef alle wichtigen Informationen vor. Sie ergänzt die Sponsorenmeile im Olympiastadium um sportliche Freizeitangebote wie Kletterwand und Slackline, und sie unterstützt bei der Gestaltung der Abschlussveranstaltung in der Max-Schmeling-Halle, die zweimal im Jahr groß begangen wird. In diesem Jahr zum 50-jährigen Jubiläum, kümmert sie sich außerdem darum, dass eine extra gestaltete Jubiläums-Lok mit „Jugend trainiert“-Look ein Jahr lang durch Deutschland fahren kann. Und das ist noch längst nicht alles. 

Jubiläums-Lok

„Die Veranstaltung ist mir richtig ans Herz gewachsen“, sagt Rau. Für die Abschlussveranstaltung hat sie kleine rote Taschenlampen bestellt, denn da soll ordentlich gefunkelt werden: „Ich möchte, dass alle Kinder und Jugendlichen beim Taschenlampenkonzert mitmachen können. Auch die, die kein eigenes Handy mit eingebautem Licht haben.“ Als Mitarbeiterin im Konzernmarketing ist ihr auch die Außenwirkung wichtig: „Es ist nicht zu unterschätzen, was das für einen Einfluss auf die Teilnehmenden hat! Mit unseren Sponsoring-Aktivitäten, aber auch den kleinen Details, kommen wir super an – das bleibt hängen.“

Daniela Rau