ICE-Strecke bringt an der Lahn Fische stromaufwärts

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ICE-Strecke bringt an der Lahn Fische stromaufwärts

In Mittelhessen nutzen Fische die Treppen: Fischaufstiegsanlagen der DB bringen Natur und Bürgern der Gießener Lahnregion einen Mehrwert.

Die Deutsche Bahn hat in Gießen Fischaufstiegsanlagen, sogenannte „Fischtreppen“ zur Wiederansiedlung des Lachses und anderer Wanderfische im Lahnsystem errichtet. Die Treppen sind ökologische Bauausgleichs­maßnahme zur ICE-Hochgeschwindigkeitstrecke Frankfurt - Köln. Durch die Anlagen können Fische, Krebse und andere Wasserbewohner stufenweise und mit Becken zum Ausruhen - insbesondere für die nicht so „starken“ Schwimmer - die Höhenunterschiede an Wehren überwinden.

Die Wanderung der Fische kann beobachtet werden

Eine Besonderheit der Anlage an der Klinkel’schen Mühle ist die unterirdische Beobachtungsstation. Von dort aus kann die Wanderung der Fische beobachtet und wissenschaftlich ausgewertet werden. Auch für die Öffentlichkeit ist die Station zugänglich. Besucher können durch das „Lahn-Fenster“ die heimischen Fischarten wie Barsch und Aal vorbei schwimmen sehen.
Der entstandene Mehrwert für Natur und Bürger wird von der Deutschen Bahn sehr begrüßt.  „Es macht große Freude zu sehen, dass sich die Naturschutzmaßnahme auch hier in Gießen so erfolgreich entwickelt hat“, sagt Martina Lüttmann, Referentin Naturschutz und Biodiversität, Deutsche Bahn. 

Insgesamt wurden als ökologischer Ausgleich bereits zehn Fischaufstiegsanlagen von der Deutschen Bahn finanziert. Sechs am Elbbach, einem Nebenfluss der Lahn, vier an der Lahn selbst. Neben den oben genannten Anlagen wurden auch noch zwei weitere Fischtreppen in der Lahn in Kirschhofen und am Lahnwehr in Gießen errichtet.