Deutsche Bahn

Kurzfilme zur Unfallprävention

"Wir wollen, dass Du sicher ankommst"

Mit emotionalen Kurzfilmen zum richtigen Verhalten an Bahnhöfen und an Gleisanlagen richtet sich die Deutsche Bahn explizit an Jugendliche. Mit dem Ziel, ihnen mögliche Gefahren aufzuzeigen und sie von leichtsinnigem Verhalten abzuhalten.

Derzeit entwickelt sich in den sozialen Netzwerken wie Instagram und Facebook ein gefährlicher Trend. Jugendliche, aber vor allem junge Mädchen zwischen 12 und 16 Jahren, betreten die Bahnanlagen und schießen dort Fotos und Selfies im Gleisbett. Diese werden als Freundschaftsbeweis in sozialen Netzwerken hochgeladen. Dazu gehören auch Bilder mit der besten Freundin, denn vor allem Mädchen legen viel Wert auf Selbstdarstellung im Internet. Je gefährlicher die Situation, wie zum Beispiel ein Selfie mit einem vorbeifahrenden Zug, desto mehr Anerkennung bekommen sie in den sozialen Netzwerken.


Die oft romantisch motivierten Themen dieser Fotos sind unter anderem Fernweh, Reisen, Sehnsucht, der Lebensweg, die Unendlichkeit, die Unzertrennlichkeit und das Zeichen von treuer Freundschaft und Liebe. Als Symbol dafür stehen die Bahnschienen, die immer parallel als Paar verlaufen, das sich niemals trennen wird. Oft zu sehen sind Bilder, auf denen zwei Mädchen auf den Schienen balancieren und sich die Hände in der Mitte treffen.

Der Film läuft unter dem Dach der Kampagne "Wir wollen, dass Du sicher ankommst", die 2012 mit vier Spots zum richtigen Verhalten in Bahnhöfen und am Bahnsteig gestartet ist. Die Filme thematisieren die häufigsten Fälle falschen Verhaltens: Das Missachten von Vorschriften und Durchsagen, das unerlaubte Überschreiten der Sicherheitslinie und das unachtsame Verhalten auf dem Bahnsteig.

Im ersten Film flirtet ein junges Mädchen, das über Kopfhörer Musik hört, auf einem Bahnsteig mit einem Jungen. Sie steht zu dicht an der Bahnsteigkante, hört die Durchsage nicht und nimmt den einfahrenden Zug nicht wahr. Ein Gruppe Jugendlicher ist im zweiten Film auf dem Weg zum Bahnsteig. Unachtsamkeit und Leichtsinn führen zum Unglück, weil sie ihr Gepäck zu dicht an der Bahnsteigkante abgestellt haben. Im dritten Film schiebt eine telefonierende junge Frau einen Kinderwagen über die Sicherheitslinie. Sie lässt ihn kurz los, der Sog eines durchfahrenden Güterzugs erfasst ihn. Herumalbernde Jugendliche werfen sich im vierten Film einen Rucksack über die Gleise zu. Sie bemerken den durchfahrenden Zug nicht, es kommt zur Katastrophe.

Achtung im Bahnhof

Die Kampagne wurde 2013 mit drei Filmen zum richtigen Verhalten an Bahnanlagen fortgesetzt. Ein junger Pendler, der es eilig hat, nimmt statt der Brücke die „Abkürzung“ über die Gleise. Im zweiten Film sind Jugendliche mit dem Auto unterwegs zu einer Party. Unachtsamkeit führt dazu, dass der Fahrer die Beschilderung und das Andreaskreuz am Bahnübergang übersieht. Im letzten Film nutzen Jugendliche einen Güterbahnhof als Hindernisparcours. Aus dem vermeintlichen Spaß wird schrecklicher Ernst, als ein Junge auf einen Güterwagen steigt und der Oberleitung zu nahe kommt.

Vorsicht an Gleisanlagen

Die Devise aller Filme: Nicht mit erhobenem Zeigefinger zu belehren, sondern den Botschaften mit den jugendlichen Darstellern ein persönliches Gesicht zu geben und die Zielgruppe emotional anzusprechen; was auch dadurch erreicht wird, dass alle Filme an reale Situationen angelehnt sind. Mit einer Länge von rund einer Minute sind die Spots bewusst kurz und damit im Internet und in sozialen Netzwerken gut verbreitbar.