Deutsche Bahn

Richtiges Verhalten an Bahnübergängen

Geblickt? Sicher drüber!

Über 150 Unfälle gab es im Jahr 2015 an den Bahnübergängen der DB, etwa jeder Vierte endet tödlich. Im Vergleich zum Straßenverkehr eine geringe Zahl, doch jeder Unfall ist einer zu viel. Die Kampagne "sicher drüber" klärt über geltende Regeln auf.

Ziel der Gemeinschaftsaktion "sicher drüber" der Deutschen Bahn, des Allgemeinen Deutschen Automobilclubs (ADAC), der Bundespolizei, des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sowie der gesetzlichen Unfallversicherungen VBG und UVB ist es, für mögliche Gefahren an den Kreuzungen von Straße und Schiene zu sensibilisieren und Unfälle zu verhindern. Über 90 Prozent der Kollisionen sind auf das Fehlverhalten der Straßenverkehrsteilnehmer zurückzuführen. Leichtsinn, Unaufmerksamkeit und Unkenntnis sind die häufigsten Ursachen. 

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen ist seit diesem Jahr als neuer Partner an Bord. 

Baustein der Kampagne ist unter anderem ein Kurzfilm, der sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene richtet: Vier Freunde sind im Auto unterwegs zu einer Party. Sie sind zu spät dran, heftig diskutierend fahren sie mit unverminderter Geschwindigkeit auf einen Bahnübergang zu. Bremsen quietschen, danach quälende Stille, ein zerstörter Pkw kommt ins Blickfeld.

Das Video steht zum Download in der Mediathek https://mediathek.deutschebahn.com unter der Nummer DB90592 zur Verfügung.

Auf diesem emotionalen Film baut ein achtseitiger Flyer auf, mit dem sich die Kampagnen-Partner wieder vor allem an die jungen Straßenverkehrsteilnehmer wenden. „Gerade Jugendliche – so unsere Erfahrung – unterschätzen oft die Gefahren an Bahnübergängen, kennen geltende Regeln nicht oder missachten sie“, erläutert Dr. Roland Bosch, Vorstand Produktion der DB Netz AG. „Daher machen wir mit ‚sicher drüber‘ eindringlich klar, dass falsches oder leichtsinniges Verhalten dramatische Folgen haben kann.“ Neben einer Foto-Story stehen im Faltblatt wichtige Verhaltensrichtlinien sowie Verkehrsschilder und Bahnübergangstechnik im Fokus.  

Seit 2016 setzen die Partner von „sicher drüber“ bewusst auch auf den Schockeffekt. Ein völlig zerstörtes Auto macht bei Vor-Ort-Terminen in ganz Deutschland auf die dramatischen Folgen von Leichtsinn und Unachtsamkeit am Bahnübergang aufmerksam. 

Achtung am Bahnübergang!

„sicher drüber“ wurde im Mai 2002 unter anderem mit Videospots, Broschüren, Plakaten sowie weiteren Informationsmaterialien ins Leben gerufen. Hinzu kamen Auftritte der Partner bei Medienterminen und Veranstaltungen – zuletzt bei bundesweiten Präventionstagen. Auch der ADAC Infotruck war im Sinne der Sicherheit unterwegs. „Sicher drüber“ kooperiert zum Thema „sicheres Verhalten an Bahnübergängen“ mit der Kampagne des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur sowie des Deutschen Verkehrssicherheitsrates „Runter vom Gas“, die Aufklärungsarbeit zu vielfältigen Unfallursachen im Straßenverkehr leistet. 

Orientierung schafft Sicherheit: Ein Bahnübergang wird im Vorfeld mit speziellen Verkehrsschildern angekündigt. Das Andreaskreuz bedeutet, dass Züge am Bahnübergang absolute Vorfahrt haben. Der Abstand zum Bahnübergang ist durch Baken gekennzeichnet. Sie stehen in 240 Meter (3 Streifen), 160 Meter (2 Streifen) und 80 Meter (1 Streifen) Entfernung - oft in Verbindung mit Schildern zur Begrenzung der Geschwindigkeit. 

Sicher drüber