Bilanz 2020: Deutsche Bahn verbaut Rekordinvestitionen in Netz und Bahnhöfe so kundenfreundlich wie nie

Stage

Stage

Berlin

Bilanz 2020: Deutsche Bahn verbaut Rekordinvestitionen in Netz und Bahnhöfe so kundenfreundlich wie nie

DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla: „Kürzere Bauzeiten und weniger Umwege entlasten unsere Fahrgäste“ • Bis 2030 eine Milliarde Euro für zusätzliche Bauweichen, Hilfsbrücken oder Behelfsbahnsteige

Die Deutsche Bahn (AG) hat in diesem Jahr trotz Corona so viel und so kundenfreundlich gebaut wie nie. Über 12 Milliarden Euro wurden in ein robusteres Schienennetz und moderne Bahnhöfe investiert. Mehr als 1.500 Kilometer Gleis, 1.500 Weichen, 2,6 Millionen Tonnen Schotter und über 100 Brücken wurden bereits erneuert, 620 Bahnhöfe attraktiver gestaltet. Dabei hat die DB durch zusätzliche Bauweichen, Hilfsbrücken oder Behelfsbahnsteige für die Fahrgäste zahlreiche Umleitungen und Zugausfälle vermeiden können.

„Wir haben 2020 so viel in die Infrastruktur investiert, wie noch nie“, sagt DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. „Wo immer möglich, haben wir das Baupensum kundenfreundlich und ressourcenschonend erledigt. Kürzere Bauzeiten und weniger Umwege entlasten unsere Fahrgäste enorm. Daher geben wir allein für das kundenfreundliche Bauen in den nächsten Jahren rund eine Milliarde Euro aus.“

Prominentestes Beispiel ist die Sanierung der Schnellfahrstrecke Stuttgart–Mannheim. Die DB hat alle Arbeiten massiv zusammengefasst und Hochleistungsmaschinen eingesetzt. Neue Weichen wurden vormontiert, für Bautransporte ein eigenes Gleis mit Bauweichen errichtet. Damit dauerten die Arbeiten nur 205 Tage; der Ausfall von 23.000 Zügen wurde somit verhindert. Dieses Baukonzept setzt die DB auch bei der nächsten Etappe der Schnellfahrstreckensanierung zwischen Göttingen und Kassel ein.

Auch Brückenarbeiten hat die DB spürbar kundenfreundlicher organisiert und dabei vor allem auf Hilfsbrücken gesetzt. Die Maßnahmen verhinderten Streckensperrungen, sicherten Kapazitäten und ersparten den Reisenden Zeit und Ärger. Ein Beispiel: Für den Bau einer neuen Stahlbetonbrücke musste die vielbefahrene Strecke Osnabrück–Bremen nur wenige Stunden gesperrt werden. Ohne zusätzliche Hilfskonstruktion wären es knapp zweieinhalb Jahre gewesen.

In den Bahnhöfen wurde primär in verkehrsarmen Zeiten gearbeitet. Damit die Reisenden möglichst wenig von der Erneuerung der Bahnsteige und -dächer mitbekamen, wurde in Schichten gearbeitet. Dadurch waren die Bahnsteige nur nachts und an den Wochenenden gesperrt.

In der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung III steht der DB bis 2030 eine Milliarde Euro allein für kundenfreundliches Bauen zur Verfügung. Die größten Effekte werden mit zusätzlicher Bauinfrastruktur, durch stärkeres Bündeln von Arbeiten, mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Maschinen erreicht.