DB-Chef Lutz beim „Railway Forum“: „Starke Schiene braucht starke Lieferanten“

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DB-Chef Lutz beim „Railway Forum“: „Starke Schiene braucht starke Lieferanten“

Leitkonferenz der Bahnindustrie in Berlin • Finanzvorstand Doll: Größte Investitionsoffensive in der Geschichte der DB gemeinsam bewältigen

Dr. Richard Lutz, CEO Deutsche Bahn (r.) und Ralf Stenzel, Werk Krefeld beim Railway Forum 2019

Die Deutsche Bahn (DB) will ihre neue Dachstrategie „Starke Schiene“ in engem Schulterschluss mit der Bahnindustrie umsetzen. „Eine ‚Starke Schiene‘ braucht starke Lieferanten. Gemeinsam und mit der Innovationskraft der ganzen Branche bringen wir die DB und die Eisenbahn in Deutschland voran“, sagte Bahn-Chef Dr. Richard Lutz gestern Abend auf dem „Railway Forum“ in Berlin. Der Verkehrsträger Schiene sei, so Lutz, „ein wichtiger Teil der Lösung für viele klima- und gesellschaftspolitische Herausforderungen“. Bei der Leitkonferenz der Bahnindustrie, die alle zwei Jahre stattfindet und zu den größten in Europa gehört, diskutieren über 1.200 Vertreter der Bahnindustrie und von Zugbetreibern auch heute weiter über aktuelle Herausforderungen für die Branche, zum Beispiel Digitalisierung und Automatisierung. 

Mit einem jährlichen zentralen Einkaufsvolumen von rund 16 Milliarden Euro gehört die Deutsche Bahn zu den größten Beschaffern und Einkäufern von Material und Leistungen in Deutschland. Dahinter verbergen sich rund 988.000 Bestellungen bei 18.000 Lieferanten, von denen knapp 90 Prozent in Deutschland ansässig sind. Inklusive dezentral gesteuerter Bereiche stieg das Einkaufsvolumen der DB sogar auf 22 Milliarden Euro.

Railwayforum Rundgang

Die Deutsche Bahn benötigt leistungsstarke und verlässliche Lieferanten, auch weil sie mehr denn je auf Wachstum setzt. „Wir bewältigen gerade die größte Investitionsoffensive in der Geschichte der DB und bauen unsere Infrastruktur, unsere Flotte und unsere Werke massiv aus“, sagte Alexander Doll, Vorstand Finanzen, Güterverkehr und Logistik der Deutschen Bahn. Dies könne nur gelingen, wenn die DB und ihre Partner aus der Bahnindustrie ihre Prozesse effizient und zunehmend auch digital gestalteten. „Unser Ziel ist außerdem eine nachhaltige Lieferkette: Klimaschutz und soziale Verantwortung werden auch im Einkauf immer wichtiger“, so Doll.
 

Drehgestell ICE-Werk Rummelsburg

Angesichts des Investitionsvolumens der DB ergeben sich dadurch erhebliche Steuerungsmöglichkeiten. Allein für das Gesamtjahr 2019 erwartet die DB Nettoinvestitionen in Höhe von insgesamt mehr als 5,5 Milliarden Euro. Das sind nochmals 1,5 Milliarden mehr als im Jahr 2018. 

Schirmherren des „Railway Forums“ in Berlin sind Uwe Günther, Chief Procurement Officer der DB, und Rolf Härdi, Chief Technology Innovation Officer der DB.