DB-Zwischenbilanz: Bereits über 18.000 neue Mitarbeitende eingestellt – zusätzlich erfolgreiche Jobberatung für Geflüchtete

01. Juli 2022, 11:00 Uhr
Berlin/Frankfurt am Main

Artikel: DB-Zwischenbilanz: Bereits über 18.000 neue Mitarbeitende eingestellt – zusätzlich erfolgreiche Jobberatung für Geflüchtete

Bahn hat seit drei Jahren trotz Corona-Krise über 80.000 Mitarbeitende eingestellt - 2022 stellt die DB mit 24.000 mehr ein als geplant • Martin Seiler: „Mobilitätswende geht nur mit Personal“ • Ukraine-Programm: über 1.700 Beratungsgespräche und rund 30 Einstellungen in drei Monaten • Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit erfolgreich

Die Deutsche Bahn (DB) setzt ihre Personaloffensive ungebrochen fort: Im ersten Halbjahr 2022 hat der Konzern über 18.000 neuen Beschäftigten eine Jobzusage erteilt. Insgesamt will die DB in diesem Jahr rund 24.000 neue Mitarbeitende rekrutieren – rund 15 Prozent mehr als geplant. Gleichzeitig unterstützt die DB seit April Geflüchtete aus der Ukraine bei der Integration auf dem deutschen Arbeitsmarkt – mit Beratung, Qualifizierung und auch mit Jobs. 30 Geflüchtete fanden so bei der DB bislang eine Stelle.

Trotz Corona-Krise investiert die DB im Rahmen ihrer Strategie „Starke Schiene“ massiv in Infrastruktur, neue Fahrzeuge und Personal. In den letzten drei Jahren hat die DB über 80.000 Mitarbeitende eingestellt. Die meisten Einstellungen erfolgen in diesem Jahr in den Bereichen Schienen- und Schienenfahrzeuginstandhaltung (4.100), Bauprojekte/Bauüberwachung (3.500), bei den Triebfahrzeugführer:innen (1.700), den Fahrdienstleiter:innen (1.500), im Zugservice (1.400) und bei den IT-Expert:innen (1.300).

Martin Seiler, Vorstand Personal und Recht bei der DB: „Damit die Mobilitätswende gelingt, brauchen wir engagierte Kolleginnen und Kollegen. Seit Jahren stellen wir auf Rekord-Niveau ein. Diesen Kurs haben wir glücklicherweise auch in der Corona-Krise beibehalten. Und der Jobmotor Bahn läuft weiter auf Hochtouren: Wir haben unser ursprüngliches Ziel von 21.000 Neueinstellungen in 2022 jetzt noch einmal um 15 Prozent erhöht – bis Ende des Jahres wollen wir 24.000 neue Kolleginnen und Kollegen an Bord holen.“

Die DB setzt aber auch auf Beratung und Information über den deutschen Arbeitsmarkt. Dabei kooperiert das Unternehmen erfolgreich mit der Bundesagentur für Arbeit (BA). Unmittelbar nach Ausbruch des Krieges in der Ukraine hat die DB ein spezielles Job-Programm auf den Weg gebracht. Es umfasst Beratung zum Aufenthalt, zur Bewerbung auf dem deutschen Arbeitsmarkt und zu Jobs bei der DB sowie Orientierungs- und Sprachkurse.Über eine telefonische Hotline und drei Beratungszentren wurden bislang über 1.700 Beratungsgespräche geführt. Rund 30 Ukrainer:innen haben ein Job-Angebot erhalten. Sie arbeiten unter anderem als Dolmetscher:innen, Ingenieur:innen und Recruiter:innen. Für weitere Geflüchtete läuft aktuell der Einstellungsprozess.

Daniel Terzenbach, Vorstand Regionen der BA: „Mit der Jobberatung direkt vor Ort bei der DB erreichen wir die Geflüchteten an einem Ort, der ihnen bereits durch die Ankunft in unserem Land bekannt ist. Es ist uns wichtig, mit den Menschen, die die Jobberatung aufsuchen, eine Perspektive zu entwickeln und sie auf dem Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Ich freue mich über diesen pragmatischen Weg, der unser Beratungsangebot über die Arbeitsagenturen und Jobcenter hinaus ergänzt. Mein großer Dank gilt den Mitarbeitenden der DB und der BA, die den Geflüchteten zur Seite stehen.“

„Jede Beratung, jede Einstellungszusage ist eine schnelle und unbürokratische Hilfe bei einem beruflichen Neustart“, so Seiler. „Es geht um praktische Hilfe für Menschen, die aus einem Kriegsgebiet nicht weit entfernt von uns kommen. Wir sind zutiefst betroffen von den Schicksalen der geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainer. Und deshalb bieten wir hier als Deutsche Bahn zusammen mit unseren Partnern umfassend Unterstützung an.“

Personalvorstand Martin Seiler im Gespräch mit Geflüchteten im Jobberatungszentrum Frankfurt. (Foto: DB AG)

Alleine im Job-Beratungszentrum am Frankfurter Hauptbahnhof konnten die Expert:innen der DB und ihrer Kooperationspartnerin, der Bundesagentur für Arbeit (BA), bisher über 300 Ukrainerinnen und Ukrainern zur Seite stehen. Der DB-Personalvorstand besuchte heute den Standort Frankfurt. Er kam dort mit Geflüchteten ins Gespräch, die nach der Teilnahme an einem Qualifizierungskurs der DB nun einen Sprachkurs besuchen und für eine Jobaufnahme bei der DB weiter qualifiziert werden.

Weitere Informationen: db.jobs/en-en/jobingermany-ukr sowie arbeitsagentur.de/ua/ua/ukraine