DB fordert GDL zu Verhandlungen auf - Im Interesse der Kunden Klarheit schaffen

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Presseinformationen des DB Konzerns

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Berlin

DB fordert GDL zu Verhandlungen auf - Im Interesse der Kunden Klarheit schaffen

Personalvorstand Seiler: DB will zügige Einigung am Verhandlungstisch und alle Möglichkeiten ausschöpfen, um Betriebsfrieden zu sichern - DB schlägt vorsorglich Schlichtungsabkommen vor

Die Deutsche Bahn (DB) fordert die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) auf, in der Tarifrunde 2021 im Interesse der Bahn-Kund:innen und Beschäftigten die Verhandlungen aufzunehmen. Die DB bietet an, bereits jetzt ein Schlichtungsabkommen zu vereinbaren für den Fall, dass die Verhandlungen zu keinem Ergebnis führen. Das Unternehmen schlägt vor, am 31. März nun endlich die Tarifrunde zu eröffnen.

DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Es ist allerhöchste Zeit, dass die Lokführergewerkschaft mitten in der schwersten Krise Verantwortung übernimmt. Sie hat alle maßgeblichen Tarifverträge gekündigt und ihre Forderungen vorgelegt. Die Beschäftigten haben drängende Fragen zu Entgelt und Altersversorgung – auf diese müssen wir jetzt Antworten am Verhandlungstisch finden.“

Darüber hinaus bietet die DB der GDL an, vorsorglich ein Schlichtungsabkommen zu vereinbaren. Seiler: „Wir wollen im Rahmen von Verhandlungen einen neuen Tarifvertrag vereinbaren. Aber unsere Kundinnen und Kunden brauchen Verlässlichkeit. Es geht darum, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um den Betriebsfrieden zu sichern. Deshalb wollen wir die Möglichkeit schaffen, den Konflikt notfalls im Rahmen einer Schlichtung zu lösen.“

Die Tarifverträge mit der GDL sind zum 28. Februar ausgelaufen und wirken aktuell nach. Seit Anfang März liegen die Forderungen der Gewerkschaft vor. Diese hätten im Gesamtpaket eine Kostensteigerung von mindestens 46 Prozent zur Folge. Das Unternehmen hatte dieses Forderungspaket vor dem Hintergrund der größten wirtschaftlichen Krise seit Bestehen der DB als realitätsfern und maßlos zurückgewiesen. Die DB will einen moderaten Tarifabschluss auch mit der GDL vereinbaren, da die Schäden der Corona-Pandemie nur mit einem solidarischen Beitrag aller bewältigt werden können.

Die GDL wollte vor Verhandlungsstart, dass das Tarifeinheitsgesetz (TEG) nicht zur Anwendung kommt. Dies ist jedoch nur durch eine Lösung gemeinsam mit allen Beteiligten möglich. Die EVG hatte Gespräche darüber zuletzt abgelehnt. Die DB ist aktuell in der Umsetzung des TEG, erklärt sich aber weiterhin zu Gesprächen über eine geordnete Koexistenz bereit. Dies ist jedoch unabhängig von den Tarifverhandlungen mit der GDL.

Weitere Informationen zur Tarifrunde und zum Tarifeinheitsgesetz finden Sie hier: deutschebahn.com/tarif.