Deutsche Bahn produziert selbst Desinfektionsmittel

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Berlin

Deutsche Bahn produziert selbst Desinfektionsmittel

Labore in Kirchmöser und München stellen täglich 1.600 Liter Hand-Desinfektionsmittel für Bedarf der DB her • DB forciert Reinigung und Hygiene in Zügen und Bahnhöfen

Die Deutsche Bahn produziert selbst Desinfektionsmittel. Das DB-Umweltlabor im brandenburgischen Kirchmöser und das Labor der DB Systemtechnik in München stellen täglich jeweils 1.000 Liter bzw. 600 Liter her. Die Chemikalien sind für den Bedarf der DB-Mitarbeiter in den Zügen, in den Bahnhöfen und den weiteren Einrichtungen bestimmt.

„Als Labor dürfen wir in dieser Pandemie-Situation für den Eigenbedarf auch Desinfektionsmittel herstellen. Wir waren sofort bereit, diese Produktion neben unseren täglichen Aufgaben zu übernehmen. Wir freuen uns, dass wir viele der DB-Kollegen verlässlich mit Händedesinfektionsmittel versorgen können“, sagt Dr. Tabea Mettler-Altmann, Leiterin des Umweltlabors.

Die chemischen Labore der DB verfügen über die erforderliche amtliche Zulassung, die technische Ausstattung und die sachkundigen Mitarbeiter. Die Produktion erfolgt nach einer Rezeptur der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit vier Bestandteilen: Isopropanol, Wasserstoffperoxid, Glycerin und Wasser.

„Ein tolles Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, ergänzt Niko Warbanoff, Chef der DB Engineering & Consulting. „Diese besondere Kompetenz ist sicher überraschend, gehört aber bei uns zum Erfolgsrezept. Für unsere Kunden bieten wir neben den klassischen Ingenieurdisziplinen auch Laborleistungen an.“

Das Labor in Kirchmöser gehört mit 40 Mitarbeitern zum Umweltservice des Ingenieur- und Beratungsunternehmen DB Engineering & Consulting und analysiert bis zu 37.000 Boden- oder Wasserproben jährlich. Das Labor der DB Systemtechnik in München überprüft Kraft- und Schmierstoffe. In beiden Laboren geht der normale Betrieb weiter.

Die DB forciert derzeit Hygiene und Sauberkeit offensiv. Zusätzliches Reinigungspersonal und veränderte Reinigungspläne sorgen dafür, dass die Reisenden auch in Zeiten von Corona sicher unterwegs sind. Bundesweit sorgen mehr als 4.300 Mitarbeiter jeden Tag für saubere Züge und saubere Bahnhöfe. Die Zahl der Reinigungskräfte an Bord der Fernverkehrszüge steigt deutlich: Bis Juli sollen mit 500 Mitarbeitern doppelt so viele wie bisher die Züge während der Fahrt reinigen. Im August soll es dann 600 Unterwegsreiniger geben. Für Hygiene und Reinigung gibt die DB jährlich einen hohen dreistelligen Millionenbetrag aus, der 2020 weiter erhöht wird.

Die DB bittet um gegenseitige Rücksichtnahme, das Einhalten von Abständen sowie das Tragen der Mund-Nase-Bedeckung, um Reisende und Mitarbeiter zu schützen.


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