Deutsche Bahn ruft GDL zu Tarifverhandlungen auf

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Berlin

Deutsche Bahn ruft GDL zu Tarifverhandlungen auf

DB durch Corona in größter Krise seit ihrem Bestehen • Personalvorstand Seiler: GDL muss nun Verantwortung übernehmen • Politische Forderungen nicht mit Tarifverhandlungen vermengen

Die Deutsche Bahn (DB) hat die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) zu Tarifverhandlungen aufgerufen und einen solidarischen Beitrag zur Bewältigung der Corona-Schäden gefordert. Die DB befindet sich in der größten Krise seit ihrem Bestehen. Der angemessene Abschluss eines „Corona-Tarifpakets“ mit der GDL ist dringend notwendig. Die Sicherung der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens im Sinne der Konzernstrategie „Starke Schiene“ ist unabdingbar für das Gelingen der Verkehrswende.

DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Die Bahn braucht eine ökonomisch vernünftige und sozial nachhaltige Lösung zusammen mit der GDL. Wir fordern die GDL auf, von Ablenkungsmanövern abzusehen, nun Verantwortung zu übernehmen und an den Verhandlungstisch zu kommen.“

Die DB ruft die GDL auf, ihre politischen Forderungen zur Struktur der DB an die in der Sache richtigen Adressaten zu richten. Es sei unangemessen, dass die GDL Tarifverhandlungen mit politischen Forderungen vermengt. Beide Themen seien klar voneinander zu trennen.

Die GDL hatte zum 31. Dezember 2020 bzw. zum 28. Februar 2021 alle maßgeblichen Tarifverträge gekündigt. Im Oktober 2020 hatte die GDL der DB im Rahmen des Schlichtungsverfahrens 41 Forderungen nebst sechs weiteren Anlagen mit weiteren Forderungen übermittelt. Das umfangreiche und ausgewogene Schlichtungsangebot hatte die GDL dann aber im November 2020 abgelehnt. Zwischenzeitlich hat die GDL am 18. Dezember 2020 zusätzlich ihre Kernforderungen (u.a. 4,8 Prozent Entgelterhöhung, 1.300 Euro Einmalbetrag) für die gesamte Branche veröffentlicht.

Zuvor hatte sich die GDL verweigert, dem von der Bundesregierung initiierten Bündnis für unsere Bahn beizutreten. Die DB und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hatten sich bereits im September 2020 auf ein solidarisches Tarifpaket geeignet. Außerdem endete zum 31. Dezember 2020 der Tarifvertrag Grundsatzfragen. Dies führt dazu, dass die DB das Tarifeinheitsgesetz anwenden muss. Um den Betriebs- und Tariffrieden zu sichern, hat die DB am 18. Dezember 2020 dazu eingeladen, in Gespräche über eine geordnete Koexistenz sowohl der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und der GDL innerhalb der Betriebe der DB einzusteigen.