Fragen und Antworten zum Bahnverkehr in Zeiten von Corona

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Fragen und Antworten zum Bahnverkehr in Zeiten von Corona

Hier finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zur aktuellen Lage Coronavirus und Bahnverkehr. Kunden der DB finden Informationen auf bahn.de/corona

Wie geht die DB mit der geltenden Tragepflicht von Mund-Nase-Bedeckungen um?

Ganz klar: Reisende in Zügen und Bussen der Deutschen Bahn sind verpflichtet, Mund und Nase zu bedecken. Sollten sich Fahrgäste nach einer wiederholten Aufforderung weigern, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen, können wir dies nicht akzeptieren und holen, wie in allen Konfliktsituationen, die Bundespolizei hinzu.

Nach wie vor hält sich die große Mehrheit der Reisenden an die Maskenpflicht. Wenn eine sehr kleine Minderheit geltende Regeln missachtet, ist dies für uns nicht hinnehmbar. Sollte die Bahn in solchen Fällen einen Beförderungsausschluss aussprechen müssen, setzt die Bundespolizei dies in Konfliktsituationen um.

Seit Bestehen der Maskenpflicht informieren wir darüber breit in Zügen, Bahnhöfen sowie in allen Medien (bahn.de, Bahn-App DB Navigator) und appellieren an Fahrgäste, dies zum Schutz aller Kunden und DB-Mitarbeiter zu beachten. Neben der Einhaltung verbindlicher Verordnungen geht es zudem darum, gegenseitige Rücksichtnahme zu leben und Verantwortung für die Gesundheit jedes Einzelnen und in der Gesamtbevölkerung zu empfinden.

Der Schutz der Gesundheit von Mitarbeitenden und Fahrgästen hat für uns oberste Priorität.

Wie beugt die Bahn einer zu hohen Auslastung der Züge vor?

Wir nehmen seit dem Ende des Lockdowns die Anpassung unseres Angebots an die Nachfrage stets so vor, dass unseren Kunden eine hohe Kapazität an Sitzplätzen zur Verfügung steht (zum Beispiel doppelte Zuglänge auf nachfragestarken Städteverbindungen). Während der Reise unterstützt zudem unser Bordservicepersonal die Kunden dabei, sich innerhalb der Züge bestmöglich zu verteilen. Die Zahl der Reservierungen wird von vornherein begrenzt, um Reisenden größtmögliche Flexibilität und die Möglichkeit zu schaffen, sich bei Bedarf umzusetzen. Kunden sehen auf bahn.de und in der DB Navigator-App, sobald ein Fernverkehrszug über Vorabbuchungen zu mehr als 50 Prozent ausgelastet ist. Bei Zügen mit voraussichtlich sehr hoher Auslastung behalten wir uns vor, den Ticketvorverkauf auszusetzen. Dennoch haben Fahrgäste weiterhin die Möglichkeit, spontan in jeden Zug einzusteigen. An dem offenen System, das Bahnkunden in Deutschland sehr schätzen, halten wir fest.

Wie setzt die Deutsche Bahn die digitale Aussteige-Karte um?

Reisende, die mit Zügen der Deutschen Bahn aus Risikogebieten einreisen, weisen wir darauf hin, dass die behördliche Pflicht besteht, Kontaktdaten und Angaben zur Reise zu hinterlegen. Auf bahn.de finden Fahrgäste zudem das Online-Formular, in dem sie ihre Angaben machen müssen. Im Video erklärt Deutsche Bahn Konzernsprecher Achim Stauß, wie die Deutsche Bahn die Verordnung des Bundesgesundheitsministeriums umsetzt.

Wann und wie werden freiwillige Corona-Tests an den Bahnhöfen realisiert?

Wenn die Behörden auf Wunsch der Landesregierungen an Bahnhöfen Corona-Tests bei Reisenden durchführen möchten, unterstützen wir dies selbstverständlich und werden nach Möglichkeit Flächen oder Räumlichkeiten zur Verfügung stellen. Corona-Tests werden in Deutschland durch die kommunalen Gesundheitsbehörden veranlasst und durchgeführt.

Wie läuft der Bahnverkehr im Moment?

Wir sind nach wie vor weit entfernt von den Fahrgastzahlen vor Corona. Dennoch sehen wir einen langsamen Anstieg seit Ende des Lockdowns. 

Kunden im Fernverkehr steht inzwischen wieder ein deutlich größeres Angebot zur Verfügung. Zusätzlich zur Wiederaufnahme der touristischen ICE- und IC-Linien wurden auch besonders nachgefragte ICE-Städteverbindungen verstärkt. Hier setzt die Bahn auch wieder Züge mit der doppelten Zahl an Sitzplätzen (Doppeltraktion) ein.

Auch die ICE Sprinter-Züge kommen nachfrageorientiert zurück, zwischen Berlin und München bieten wir wieder das gesamte Sprinter-Angebot, zwischen Berlin und Frankfurt sind es inzwischen wieder drei Zugpaare.

In den vergangenen Monaten hat die DB das Fernverkehrsangebot mit neuen Verbindungen sogar weiter ausgebaut, unter anderem mit dem neuen Zug Berlin-Prag-Wien-Graz.

Alle Infos zu Corona und der aktuellen Lage im Schienengüterverkehr finden Sie hier zusammengefasst.

Wie schützt die DB Mitarbeitende und Kunden?

Alle DB-Mitarbeiter an Bord der Züge sind verpflichtet, eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Sämtliche Mitarbeiter mit Kundenkontakt wurden mit Masken ausgestattet. In den DB Reisezentren und DB Informationen in den Bahnhöfen bieten Plexiglasscheiben im Verkaufs- und Beratungsbereich Mitarbeitern und Kunden Schutz. In den Zügen wurden einige Services eingestellt: So werden derzeit keine Zeitungen an Bord angeboten, sie sind aber digital verfügbar.  Auch in den Bordbistros und Bordrestaurants gibt es entsprechende Sicherheitsvorkehrungen.

In den Bussen werden Kunststoffscheiben am Fahrerarbeitsplatz eingebaut. Nach Einbau der Kunststoffscheibe wird die erste Tür im Bus wieder geöffnet, die erste Reihe hinter dem Fahrer freigegeben und der Fahrkartenverkauf aufgenommen.

Welche Hygiene- und Schutzmaßnahmen ergreift die Deutsche Bahn?

Die DB setzt bundesweit rund 4.000 Mitarbeiter in der Reinigung ein: In den Fernverkehrszügen haben wir die Zahl der Unterwegsreiniger, die während der Fahrt die Züge reinigen, auf 600 verdoppelt. 1.400 Reinigungsmitarbeiter kümmern sich bei der DB allein um die Reinigung der Regionalverkehrszüge. Und auf den Bahnhöfen sorgen weitere rund 2.000 Mitarbeiter für Sauberkeit. Die DB wendet jährlich einen hohen dreistelligen Millionenbetrag für Reinigung und Hygiene auf.

Die DB ist zum Thema Hygienemaßnahmen in ständigem Austausch mit den Gesundheitsbehörden von Bund und Ländern, dem Bundesinnenministerium sowie dem Bundesverkehrsministerium. Die bestehenden Pandemieplanungen der DB werden den Aktualisierungen der Bundesregierung und der Bundesländer kontinuierlich angepasst. Die DB folgt zudem den Vorsorgeempfehlungen des Robert-Koch-Instituts.

Außerdem:

  • Fahrkarten werden kontaktlos kontrolliert.
  • Bei der Kontrolle der Tickets sollen Zugbegleiter möglichst weiterhin keine Gegenstände von Reisenden in die Hand nehmen. Sofern möglich werden BahnCards oder Ausweisdokumente auf Sicht geprüft. Wir empfehlen allen Bahnkunden digitale Tickets zu nutzen, bei denen jeder Fahrgast beispielsweise das Smartphone selbst an die Kontaktfläche des Prüfgeräts halten kann. Auf vielen Fernverkehrsverbindungen können Reisende zudem den Komfort-Checkin nutzen, bei dem die persönliche Kontrolle entfällt.
  • Alle Mitarbeiter an den Bahnhöfen, die Kontakt mit Reisenden haben, sind mit Mundschutz, Desinfektionsmittel und Einmalhandschuhen ausgestattet.
  • Mitarbeiter im Nah- und Fernverkehr tragen alle eine Mund-Nase-Bedeckung.
  • Alle DB Informationen und DB Reisezentren mit offenen Schaltern sind mit Plexiglasscheiben ausgestattet.
  • Vor den DB Informationen, in den Reisezentren und vor vielen Geschäften in den Bahnhöfen gibt es Mindestabstandsmarkierungen.
  • Auf 20 Bahnhöfen haben wir Waschgelegenheiten zugänglich gemacht, die vor den Bezahlschranken zu den Toilettenanlagen liegen. Üblicherweise gibt es diese Anlagen an großen Bahnhöfen.
  • Wo es technisch möglich ist, öffnen und schließen die Türen der Regio-Züge und S-Bahnen automatisch.
  • Händewaschen ist eine der effektivsten Hygienemaßnahmen, die wir auch unterwegs in unseren Zügen ermöglichen, und wir fordern Fahrgäste über Hinweise auf Monitoren oder Beklebungen dazu selbst aktiv auf.

Fahrzeuge und Kontaktflächen unterliegen einer systematischen Reinigung und werden derzeit verstärkt gereinigt. Mitarbeiter sind mit Desinfektionsmitteln ausgestattet. In den S-Bahn-Netzen öffnen und schließen Fahrzeugtüren beim Halt automatisch, um das Berühren von Kontaktflächen zu vermeiden.

Was passiert bei einem Corona-Verdacht im Zug?

Generell folgen wir bei unseren Vorsorge- und Hygiene-Maßnahmen den Empfehlungen des RKI und des europäischen Center for Disease Control (ECDC). Bei einem von den Behörden festgestellten Corona-Verdacht wird der betroffene Bereich im Zug gesperrt und nach der Fahrt professionell gereinigt und desinfiziert. Die Fahrgäste werden durch das Zugpersonal informiert, dass sie ihre Kontaktdaten hinterlegen sollen, um von den Behörden im Bedarfsfall kontaktiert werden zu können.

Es kommt an Bord unserer Züge gelegentlich vor, dass sich Fahrgäste wegen akuter Beschwerden bei unseren Mitarbeitern melden. Für solche Situationen gibt es klar definierte Abläufe: Die DB-Mitarbeiter informieren die Notfallleitstelle und fordern auf diesem Weg Rettungskräfte an. In der Erstversorgung geschulte Mitreisende werden in der Zwischenzeit um Unterstützung gebeten.


Stand: Oktober 2020