Deutsche Bahn

Bingen/Frankfurt

Mehr Lärmschutz für sieben Gemeinden im Mittelrheintal

Weitere Millionen für zusätzlichen Lärmschutz im Mittelrheintal • Machbarkeitsuntersuchung wegen Absenkung der Grenzwerte überarbeitet • Umsetzung erster Maßnahmen im Herbst

Sieben Gemeinden im Mittelrheintal erhalten in den nächsten Jahren zusätzlichen Lärmschutz. Die bisherigen Investitionen von rund 73 Millionen Euro werden sich erhöhen. Nach der Ende 2016 geschlossenen Finanzierungsvereinbarung teilen sich die Kosten für Planung und Bau das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit rund 53 Millionen und die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen mit rund 9,6 Millionen Euro. Hinzu kommen ca. zehn Millionen Euro der Deutschen Bahn für das akustische Schienenschleifen und zusätzliche Aufwendungen bei der Instandhaltung.

In der heutigen Sitzung des Beirates für ein leiseres Mittelrheintal stellte die DB die zusätzlichen Lärmschutzmaßnahmen vor. Die Überarbeitung der Untersuchung war erforderlich, da der Grenzwert im Januar 2016 von 60 auf 57 Dezibel gesenkt wurde. Orte wie Bad Salzig, Oberwesel und Rhens bekommen neu ebenfalls Lärmschutz. Darüber hinaus wurden die Beiratsmitglieder über  einen angepassten Zeitplan der bereits bekannten Maßnahmen informiert. Im Oktober dieses Jahres soll mit dem Einbau von Schienenstegdämpfern bei Kaub begonnen werden.

„Wir freuen uns, dass wir noch mehr Menschen im Mittelrheintal vom Lärm entlasten können. Jetzt geht es darum, die Projekte umzusetzen. Wir werden nun die notwendigen öffentlichen Verfahren zum Bau der Lärmschutzwände vorantreiben. Nur so schaffen wir weitere Akzeptanz für die Maßnahmen und am Ende für den umweltfreundlichen Schienengüterverkehr“, so Andreas Gehlhaar, Leiter Umwelt und Lärmschutzbeauftragter der Deutschen Bahn.

Rund 70 Lärmschutzmaßnahmen, wie spezielle Dämpfer- bzw. Abschirmungssysteme an den Schienen, Lärmschutzwände und Geländerausfachungen, werden den Schienenverkehrslärm im Weltkulturerbebereich des oberen Mittelrheintals zwischen Koblenz/Lahnstein und Bingen/Rüdesheim weiter reduzieren. Zunächst werden Projekte umgesetzt, die keine mehrjährigen Genehmigungsverfahren erfordern, wie beispielsweise der Einbau von Dämpfersystemen, die direkt an den Schienen angebracht werden.