Mit Rückenwind von Helgoland: Bahnstrommix wird noch grüner

Stage

Stage

Berlin

Mit Rückenwind von Helgoland: Bahnstrommix wird noch grüner

Weitere 190 Gigawattstunden Nordseewind jährlich • Lieferung von 260 Gigawattstunden aus Offshore-Windpark wird nochmals aufgestockt • Aktuell rund ein Drittel Marktanteil an ungeförderten Grünstromverträgen

Die Deutsche Bahn baut ihren Strommix mit noch mehr Windkraft konsequent nachhaltig um. Nochmals rund 190 Gigawattstunden Nordseewind pro Jahr aus dem Offshore-Windpark Amrumbank-West vor Helgoland treiben die Züge der DB künftig an. Diese Menge allein entspricht dem Bedarf von fast sechs Tagen elektrischen Bahnbetriebs in ganz Deutschland. Mit dem Abschluss erreicht die DB in Deutschland aktuell rund ein Drittel Marktanteil an Ökostromverträgen ohne Förderung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), so genannten PPA-Verträgen. Zugleich werden jährlich bis zu 153.000 Tonnen CO2 eingespart verglichen mit der Lieferung aus Kohlekraft. Partnerin des ab 2025 für 15 Jahre laufenden Grünstrom-Vertrags ist RWE. Bereits Ende vergangenen Jahres hatte die DB einen 15-Jahres-Vertrag mit RWE über mehr als 260 Gigawattstunden Ökostrom jährlich aus dem Windpark geschlossen. Jedes vierte Windrad auf der Amrumbank dreht sich damit für die Deutsche Bahn.

DB-Energie-Chef Torsten Schein: „Die DB bringt den noch jungen deutschen PPA-Markt voran. Unser konsequenter Weg zu 100 Prozent Grünstrom trägt dazu bei, dass sich der Markt für erneuerbare Energien hierzulande weiterentwickelt. Wasserkraft hat sich bei der Bahn seit über hundert Jahren bewährt. Bei Sonnenenergie und Windkraft sehen wir großes Ausbaupotenzial.“

Hendrik Niebaum, Bereichsleiter Commodity Solutions bei RWE Supply & Trading: „Mit der Deutschen Bahn verbindet uns eine langjährige Partnerschaft. Wir unterstützen sie mit maßgeschneiderten Energielösungen und helfen so, dass die Bahn ihre ehrgeizigen Klimaschutzziele erreichen kann. RWE gehört international zu den größten Produzenten von Strom aus erneuerbaren Energien. Das bauen wir kräftig aus, allein in Deutschland investieren wir bis 2022 rund eine Milliarde Euro in weitere Windkraft- und Solaranlagen.“

Schon heute besteht der Bahnstrom zu rund 61 Prozent aus erneuerbaren Energien und liegt damit weit über dem öffentlichen Grünstrommix von zurzeit unter 50 Prozent. 2030 soll der Anteil von Grünstrom im Bahnstrommix bei 80 Prozent liegen, 2038 komplett bei 100 Prozent. Dafür baut die Konzerntochter DB Energie das Portfolio von Kraftwerken und Verträgen grundlegend um. Erneuerbare Energien ersetzen schrittweise und konsequent auslaufende Verträge fossiler Energieträger.

Mehr Informationen zum Weg der DB zu 100 Prozent Ökostrom im Bahnstrommix finden Sie hier.