Premiere der Digitalen Automatischen Kupplung: DB startet in neues Zeitalter des Güterverkehrs

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Minden

Premiere der Digitalen Automatischen Kupplung: DB startet in neues Zeitalter des Güterverkehrs

Erste Präsentation des neuen Kupplungsmechanismus / Jeschke: „Türöffner für Automatisierung und Digitalisierung des Schienengüterverkehrs“ / Nikutta: „Einzelwagenverkehr wird gestärkt“

Startschuss für ein neues Zeitalter im Güterverkehr: Zum ersten Mal hat die Deutsche Bahn einen völlig neuen Kupplungsmechanismus für ihre Güterwagen präsentiert. Die Digitale Automatische Kupplung (DAK) beschleunigt das Zusammenstellen von Güterzügen. Sie erhöht dadurch Kapazität und Qualität des Güterverkehrs und trägt so zum Gelingen der Verkehrswende bei. Die neue Kupplung entlastet zudem Bahnmitarbeiter von körperlicher Arbeit, denn die Zugbildung erfolgt jetzt noch überwiegend mit Schraubenkupplungen per Hand.

Sabina Jeschke, DB-Vorstand für Digitalisierung und Technik: „Die DAK öffnet die Tür zu einer umfassenden Automatisierung und Digitalisierung des Schienengüterverkehrs. Die Kapazität von Rangier- und Umschlagbahnhöfen kann damit deutlich erhöht werden. Die Einführung der DAK bedeutet deshalb eine digitale Revolution für den Güterverkehr auf der Schiene.“

Sigrid Nikutta, DB-Vorstand für Güterverkehr: „Wir wollen wachsen und mehr Güter auf die Schiene verlagern. Dafür brauchen wir attraktive Angebote für unsere Kunden. Dabei helfen uns technische Innovationen wie die Digitale Automatische Kupplung. Sie macht den Schienengüterverkehr schneller und einfacher. Das stärkt besonders den Einzelwagenverkehr als grüne Alternative zum Lkw. Güter auf der Schiene zu transportieren, ist der einfachste Weg das Klima zu schützen.“

Bei der DB Systemtechnik in Minden/Westf. wurden nun zum ersten Mal mehrere Wagen testweise durch eine DAK miteinander verbunden. In den nächsten Monaten werden zwölf Güterwagen mit Kupplungstypen von vier Herstellern ausgerüstet. Nach technischen Tests wird ein Typ ausgewählt. Ein Versuchszug mit 24 Wagen fährt dann mehrere Monate durch Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie weitere EU-Länder. Die DAK wird dabei unter anderem im täglichen Einsatz in den Rangierbahnhöfen erprobt.

Das bis Ende 2022 laufende Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) mit 13 Millionen Euro finanziert. Daran beteiligt ist ein Konsortium von sechs Unternehmen. Außer der DB und ihrer Tochter DB Cargo sind dies die schweizerischen und die österreichischen Güterbahnen SBB Cargo und Rail Cargo Austria sowie die Wagenhalter Ermewa, GATX Rail Europe und VTG. Das Ziel ist die europaweite Einführung der Digitalen Automatischen Kupplung.