Zeitumstellung: Deutsche Bahn stellt ihre Uhren vor

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Berlin

Zeitumstellung: Deutsche Bahn stellt ihre Uhren vor

In der Nacht zum 31. März beginnt in Deutschland die Sommerzeit. Die Deutsche Bahn stellt um 2 Uhr an Bahnhöfen, DB Automaten, in Diensträumen sowie Informations- und Sicherungssystemen 120.000 Uhren um eine Stunde vor. Die einheitliche Zeitmessung in Deutschland mit der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ) geht auf die Initiative der Eisenbahnen im Jahr 1893 zurück. Bis dahin stellten Städte die Uhren nach eigenem Ermessen.

Zeitumstellung unter laufendem Betrieb

Der Wechsel auf die Sommerzeit erfolgt unter laufendem Bahnbetrieb. Um 1.59 Uhr springen die Uhrzeiger auf 3 Uhr. Das bedeutet: Zügen, die um diese Zeit unterwegs sind, fehlt „rechnerisch“ eine Stunde. S-Bahnen, die dann verkehren würden, fallen für den Fahrgast unbemerkt aus. Sie stehen den Reisenden sofort mit Zeigersprung ab 3 Uhr zur Verfügung. Güter- und nachts verkehrende Fernverkehrszüge haben ohnehin längere Aufenthalte oder Fahrzeiten, die in der Nacht der Zeitumstellung entsprechend gekürzt werden. In den Fällen, bei denen dies aufgrund des Fahrplans nicht möglich ist, kommen vereinzelte Züge verspätet ans Ziel.

Auf www.bahn.de und im DB Navigator finden Reisende entsprechende Informationen.

Funksignal löst Wechsel auf Sommerzeit aus

Die Uhren bei der DB werden durch den Zeitzeichensender DCF77 versorgt. Dieser in Mainflingen bei Aschaffenburg stehende Langwellensender ist mit der Atomuhr der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt in Braunschweig gekoppelt. Es dauert etwa eine Stunde, um sämtliche DB-Uhren umzustellen.

An mehr als 3.900 vor allem kleineren Bahnhöfen sind 6.600 Dynamische Schriftanzeiger (DSA) installiert, die über Fahrplanabweichungen informieren. Die Zeitumstellung erfolgt hier wie bei vielen Smartphones und Computern automatisch.

Die Sommerzeit endet am Sonntag, 27. Oktober 2019.