Deutsche Bahn

Aktuelles zur Tarifrunde 2018

Zum 30.09.2018 wurden die zentralen Tarifverträge, die z.B. das Entgelt regeln, durch EVG und GDL gekündigt.

19. November 2018: vor der 3. Verhandlung mit der GDL

17. November 2018: 3. Verhandlung mit der EVG

15./16. November 2018: vor der 3. Verhandlung mit der EVG

2. November 2018: 2. Verhandlung mit der GDL

29. Oktober 2018: 2. Verhandlung mit der EVG:

12. Oktober 2018: Auftaktverhandlung mit der GDL:

11. Oktober 2018: Auftaktverhandlung mit der EVG:

Fragen zur Tarifrunde 

Wann wird verhandelt?
  • Die Tarifverträge aus der Tarifrunde 2016/2017 mit der EVG und der GDL sind rückwirkend zum 1. Oktober 2016 mit einer Laufzeit von 24 Monaten abgeschlossen worden. Sie sind zum 30. September 2018 ausgelaufen.

  • Die Verhandlungen mit der EVG begannen am 11., die mit der GDL am 12. Oktober 2018, jeweils in Berlin.

Worüber wird verhandelt? 
  • Verhandelt wird für die Eisenbahn in Deutschland, d.h. die großen Tochtergesellschaften der DB in den Bereichen Infrastruktur, Transport und Dienstleistungen werden von der Tarifrunde erfasst.

  • Die GDL hat ihre Tarifforderungen am 6.9.2018 vorgelegt, die Forderungen der EVG liegen der DB seit dem 19.9.2018 vor.

Für wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird verhandelt? 
  • In der Tarifrunde 2018 wird insgesamt für rd. 160.000 MA der DB in Deutschland verhandelt. 
  • Für das Zugpersonal verhandeln sowohl EVG als auch GDL. Das sind ca. 36.000 MA.
  • Neben der Eisenbahn in Deutschland wird die Tarifrunde auch Tochter-Gesellschaften wie z.B. DB Systel, DB Services oder DB Sicherheit betreffen.
Für welche Berufsgruppen verhandeln sowohl EVG und GDL? 
  • Lokführer (Bereitstellungslokführer, Streckenlokführer, Auslandslokführer, Ausbildungslokführer, Lehrlokführer, Abnahmelokführer, Gruppenleiter/Teamleiter Lokführer): 18.800 MA 
  • Zugbegleiter / Kundenbetreuer im Nahverkehr (KiN): 9.100 MA 
  • Bordgastronomie: 2.600 MA 
  • Praxistrainer / Gruppenleiter / Teamleiter Zugbegleiter / KiN: 300 MA 
  • Lokrangierführer: 3.200 MA 
  • Disponenten: 2.100 MA 
  • Trainer / Instruktoren: 80 MA 
Wie bewertet die DB die Forderungen der Gewerkschaften?
  • Das Gesamtpaket der Forderungen beider Gewerkschaften ist komplex. 
  • Die Tarifpartner werden in einem geordneten Verhandlungsprozess tragbare Kompromisse für nachhaltige und attraktive Beschäftigungsbedingungen suchen.
  • Die DB wird im Laufe der Verhandlungen die Einzelheiten der umfangreichen Forderungspakete detailliert bewerten und hinter verschlossenen Türen verhandeln. 

    

Nach erster vorläufiger Bewertung ist für die DB Folgendes wichtig:

  • Es bleibt ein Ziel des Arbeitgebers, gleiche Ergebnisse für gleiche Berufsgruppen zu erzielen.
  • Die DB ist zuversichtlich, dass am Verhandlungstisch vernünftige Ergebnisse gefunden werden können, die in die Landschaft passen und die Leistungen der Mitarbeiter wertschätzen. 
  • Mit Wirkung zum 1.1.2018 hat die DB ein für die deutsche Wirtschaft neues Wahlmodell eingeführt. Die Mitarbeiter können wählen, ob sie eine Lohnerhöhung wollen oder stattdessen 6 Tage mehr Urlaub oder eine geringere Arbeitszeit.
  • Das Wahlmodell wird unter Anstrengungen, aber erfolgreich umgesetzt. Um das Wahlmodell zu kompensieren, hat die DB zusätzlich rund 1.500 neue Mitarbeiter im betrieblichen Bereich eingestellt.
Was waren die wichtigsten Ergebnisse der letzten Runde 2016/2017 mit EVG und GDL? 
  • Die DB hat sich in der letzten Tarifrunde mit beiden Gewerkschaften auf ein Gesamtpaket mit einem Volumen von mehr als 5,5 Prozent verständigt. Die Laufzeit der Tarifverträge betrug 24 bzw. 27 Monate. 
  • Es wurde eine Entgelterhöhung in zwei Stufen von insgesamt 5,1 Prozent vereinbart, außerdem ein neuartiges Wahlmodell zur Arbeitszeit. Zudem wurden wesentliche Verbesserungen für die Nachwuchskräfte im Volumen von durchschnittlich 10 Prozent erzielt. Des Weiteren sind Regelungen zur Digitalisierung, insbesondere für mobile Arbeit, in einem einzigartigen Tarifvertrag „Arbeit 4.0“ festgeschrieben worden. 
  • Außerdem wurde der Demografie-Tarifvertrag weiterentwickelt, u.a. mit höheren Anreizen für Langzeitkonten. 
  • Ein weiterer Schwerpunkt war die Verabredung von Regelungen zur persönlichen Planungssicherheit für die Fahrpersonale.
  • Der DB war es wichtig, weiterhin sicherzustellen, dass die Verabredungen trotz zweier konkurrierender Gewerkschaften widerspruchsfrei sind. Das heißt: Alle Mitarbeiter jeweils einer Berufsgruppe werden gleichbehandelt, egal ob sie der GDL, der EVG oder keiner Gewerkschaft angehören.
  • DB und GDL haben in der letzten Tarifrunde außerdem einen neuen Prozess der Zusammenarbeit vereinbart. Es wurde ein „Arbeitsforum“ eingerichtet, ein Gremium wie ein Runder Tisch.
Wie wird das zum 1. Januar 2018 eingeführte Wahlmodell von den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genutzt? 
  • Die Arbeitnehmer konnten für die Zeit ab 1. 1.2018 zwischen den drei Optionen Entgelterhöhung um 2,62 Prozent, 6 Tage zusätzlichen Erholungsurlaub oder Arbeitszeitreduzierung um eine Stunde auf eine 38-Stunden-Woche wählen. Mitarbeiter, die neu ins Unternehmen kommen oder nach einer Auszeit zurückkehren, haben ebenfalls die neue Wahlmöglichkeit.
  • Insgesamt zeigt sich eine Präferenz für den zusätzlichen Urlaub (58 Prozent). Die Arbeitszeitverkürzung nehmen aktuell 2 Prozent der Mitarbeiter und die Entgelterhöhung 40 Prozent der Mitarbeiter in Anspruch.
  • Die DB hat wegen des Wahlmodells rund 1.500 neue Mitarbeiter zusätzlich eingestellt. 
Wie wirkt sich das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum Tarifeinheitsgesetz vom Juli 2017 auf die anstehende Tarifrunde aus? 
  • Der Weg, partnerschaftlich mit zwei Gewerkschaften für ein und dieselbe Berufsgruppe gleiche Bedingungen zu schaffen, wurde durch das Bundesverfassungsgericht bestätigt. 
  • Der DB war es in den letzten beiden Tarifrunden gelungen, sicherzustellen, dass die Verabredungen trotz zweier konkurrierender Gewerkschaften widerspruchsfrei sind. Damit werden alle Mitarbeiter jeweils einer Berufsgruppe gleichbehandelt, egal ob sie der GDL, der EVG oder keiner Gewerkschaft angehören. Dies ist auch das Ziel für die anstehende Tarifrunde.
  • Außerdem gilt der Tarifvertrag zur Regelung von Grundsatzfragen mit der GDL, der auch das Schlichtungsverfahren beinhaltet, bis Ende 2020. 

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