Deutsche Bahn

Neue digitale Möglichkeiten

Das Programm Digitale Schiene Deutschland mit digitalen Stellwerken und ETCS, Platooning, Reinigungsrobotoren, Komfort Check-in und noch viel mehr: Die DB hat in Sachen Digitalisierung viel zu bieten. Und noch viel vor. Auf dieser Seite erfahren Sie, wie wir uns ständig weiterentwickeln und digital neue Wege gehen. Nicht nur theoretisch, sondern ganz praktisch.

Bereits 2016 hat die DB das Qualitätsprogramm „Zukunft Bahn" für mehr Qualität, Pünktlichkeit und Kundenorientierung auf den Weg gebracht. Mit sauberen Bahnhöfen, pünktlicheren Zügen, zuverlässiger Kundeninformation und komfortablen Fahrzeugen will die DB die Kunden als sympathischer Dienstleister überzeugen. Der Einsatz digitaler Technologien spielt dabei eine Schlüsselrolle. Digitalisierte Prozesse, Sensoren und Algorithmen bieten neue Möglichkeiten: für die vorausschauende Instandhaltung von Zügen, Gleisen und Weichen, für digitale Services an Bord von Fern – und Nahverkehrszügen und flexiblere Lösungen beim Waren- und Gütertransport. Dabei geht es auch darum, kleinere Innovationen zu entwickeln und zu testen - denn viele Einzelmodule leisten im Gesamten deutliche Verbesserungen für unsere Kunden.

EIN KURZER THEMENÜBERBLICK:


DIGITALE INFRASTRUKTUR UND TECHNIK

Stellwerke stellen Weichen und Signale digital, Sensoren, Mikrofone oder Glasfaserkabel überwachen rund um die Uhr den Zustand technischer Anlagen und Fahrzeuge. Signalmasten an der Strecke sucht man vergebens, denn Züge werden über Funk gesteuert. Und den Fahrplan im Güterverkehr bucht man ganz einfach wie im Onlineshop per Mausklick. Dieses Bild einer „Infrastruktur 4.0“ ist keineswegs nur ferne Zukunftsmusik. Im Gegenteil: viele der Themen sind heute schon gelebte Praxis und zeigen spürbare positive Veränderungen für Reisende und Bahnunternehmen. Das Schienennetz der DB AG bietet wie kaum ein anderer Bahnbereich die Chance, durch innovative Technik und Digitalisierung viele positive Effekte auf das Gesamtsystem zu generieren. 

Züge steuern 4.0: Digitale Stellwerke

Ab sofort werden bei der Bahn Züge digital gesteuert – und zwar in Annaberg-Buchholz, auf der Erzgebirgsbahn im Südosten Deutschlands. Hier hat Europas erstes digitales Stellwerk (DSTW) den Betrieb aufgenommen und damit eine Revolution für die Leit- und Sicherungstechnik der Bahn eingeläutet.

Das DSTW in Annaberg-Buchholz markiert den Startpunkt für die Weiterentwicklung und die bundesweite Umsetzung einer neuen innovativen Stellwerksgeneration. Die Technik ist sowohl für den Betrieb von Hauptstrecken mit dichtem Betriebsprogramm und großen Knotenbahnhöfen als auch für einfachere Anwendungen im ländlichen Bereich einsetzbar.

Download Presseinformation: PI DSTW Annaberg-Buchholz

Download Themendienst: TD Annaberg Buchholz

Download Faktenblatt: Faktenblatt_DSTW Annaberg-Buchholz

Weitere Bilder finden Sie im DB Mediaportal.

Intelligente Weichen: DIANA


Mit der Diagnose- und Analyseplattform DIANA legt die Bahn ihre Weichen ans Dauer-EKG. Dabei melden Sensoren, wenn beim Weichenumlauf etwas nicht stimmt. Sichtbar wird dies am Stromverbrauch. Sieht die Verlaufskurve anders aus als die Norm, können die Instandhalter am Bildschirm ihrer mobilen und stationären Endgeräte schon den kleinsten Hinweis auf eine Abweichung sehr früh erkennen. Störungen an Weichen können damit um bis zu 50 Prozent reduziert werden – für eine bessere Qualität und Pünktlichkeit. Bis 2020 sollen 30.000 Weichen mit einer Weichenantriebsdiagnose ausgestattet und an DIANA angeschlossen sein. Perspektivisch bietet die Plattform zahlreiche weitere Möglichkeiten für Diagnoseanwendungen. 

EKG für 30.000 Weichen

Infografik: Wann werden die Weichen mit dem Sensor verbunden?

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DIANA - Bilder zur digitalen Weichendiagnose

Fahren ohne Signale: ETCS

Viele Züge werden schon in naher Zukunft nicht mehr über Signale entlang der Bahnstrecken sondern über Funk gesteuert. Möglich wird dies mit dem European Train Control System (ETCS). Hinter der Bezeichnung verbirgt sich das europaweit einheitliche Leit- und Sicherungssystem, das die Europäische Union einführt, um den grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr zu vereinheitlichen. Etwa 2.750 Kilometer Strecke werden in den nächsten Jahren bei der DB mit ETCS ausgerüstet, entlang des Korridors Rhein-Alpen sind dies bis 2022 knapp 1.450 Kilometer.

ETCS Level 2

Zustandscheck im Vorbeifahren: Wayside Monitoring

Mit dem Wayside Monitoring lassen sich Schienenfahrzeuge im laufenden Betrieb – also quasi im Vorbeifahren – auf Herz und Nieren überprüfen. Dafür werden zum Beispiel mit Mikrofonen am Gleis Geräusche vorbeifahrender Züge aufgenommen und mit einem vorher aufgezeichneten "akustischen Fingerabdruck" verglichen. Weicht das Ergebnis vom Normalwert ab, wird die Bahn in der Wartung aktiv. Und das, lange bevor an Zug oder Schiene überhaupt ein Schaden entsteht. Der Vorteil: weniger Verspätungen für die Reisenden und eine optimierte vorausschauende Instandhaltung.

Wayside Monitoring ist bereits an zahlreichen Standorten im Bundegebiet im Einsatz, so etwa in Hessen und Nordrhein-Westfalen mit den akustischen Verfahren. Das System kann von jedem Eisenbahnverkehrsunternehmen genutzt werden.

Infografik Wayside Monitoring

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Fahrplan per Mausklick: Click and Ride

Große Mengen an Papier und viele Telefonate für einen Fahrplanslot? Das war einmal. Künftig buchen Eisenbahnverkehrsunternehmen bei der Bahn Trassen wie im Onlineshop per Mausklick. Die App „Click and Ride“ macht es möglich. Einfach Wünsche zu Zeit, Strecke und Zug eingeben, verfügbare Trassen am Bildschirm checken, auswählen und buchen. Von der Fahrplananfrage bis zum fertigen Angebot dauert es dann nur noch drei Minuten statt mehrerer Stunden. Das bedeutet weniger Aufwand für alle Beteiligten und eine bessere Auslastung des Schienennetzes. Derzeit arbeiten 150 Spezialisten der DB daran, im Projekt „Digitale Kapazitätssteigerung“ mehr Kapazität für den Schienengüterverkehr zu schaffen und eine bessere Netzauslastung zu erreichen. Der Bund fördert die Digitalisierung des Fahrplans mit rund 75 Millionen Euro in seinem Zukunftsinvestitionsprogramm". 

Infografik Click and Ride

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Das Ohr am Gleis: Fiber Optic Sensing

Mit dem Fiber Optic Sensin (FOS) hat die Bahn im wahrsten Sinne des Wortes das Ohr am Gleis. Denn die „faseroptische Sensorik“ funktioniert ähnlich wie ein Mikrofon, das über Lichtwellenleiter Geräusche entlang einer Bahnstrecke aufnimmt. Dafür werden in einen Glasfaser im vorhandenen Kabel neben der Strecke permanent Lichtimpulse ausgesendet – etwa 2.500 pro Sekunde auf einer Länge von 40 Kilometern. Wirken die Schallwellen, zum Beispiel verursacht durch eine Zugfahrt, auf das Kabel ein, verformt sich die Glasfaser im Mikrobereich und das Licht wird abgelenkt. Diese Reflexionen werden mit den in einer Datenbank hinterlegten akustischen Fingerabdrücken für verschiedenste Einflussarten verglichen. Im Ergebnis ist bis auf zehn Meter genau erkennbar, was gerade wo passiert. Dank FOS wird die Bahn äußeren Einflüssen wie Kabeldiebstahl oder Hangrutsch künftig noch besser und frühzeitiger begegnen können. Zudem geben die Daten Aufschluss über Zustand der Infrastruktur, des fahrenden Materials sowie zu Ort und Geschwindigkeit der Züge. Das unterstützt nicht nur die vorausschauende Instandhaltung, sondern auch die Information der Kunden und den Reisekomfort.

FOS wird seit Dezember 2016 an den Standorten Berlin Wannsee, der rechten Rheinstrecke und an der neuen Schnellfahrstrecke VDE 8.2 mit unterschiedlichem Fokus untersucht. Ende 2017 kamen vier neue Test-Standorte hinzu. Ab Mitte 2018 werden Ergebnisse erwartet, auf deren Basis dann über das weitere Vorgehen entschieden wird. Die Vision ist der Aufbau eines intelligenten Systems, das - bei minimalster Erweiterung der Infrastruktur - verwertbare Sensordaten in Echtzeit bereitstellt und als fundierte Entscheidungshilfe dient. Die bisherigen Erkenntnisse zeigen, dass durch FOS viele Funktionen, für die heute bestenfalls teure Einzellösungen existieren, in nur einem System vereint werden können. Vor allem die Fähigkeit, präzise Positionsdaten zu übermitteln, qualifiziert die Technik als wichtigen Baustein für die zukünftige Realisierung eines automatisierten Bahnbetriebs.

3D-Druck: Bahn revolutioniert die Instandhaltung

Das erste für die Deutsche Bahn (DB) gedruckte Teil aus einem 3D-Drucker war Ende 2015 ein Mantelhaken, wie ihn jeder Reisende aus dem Zugabteil kennt. Seitdem hat die DB bereits 3.000 Ersatzteile gedruckt. Bis Ende 2018 sollen es bereits 15.000 Stück sein. Gedruckt werden Ersatzteile für ältere Fahrzeuge oder Anlagen im Infrastrukturbereich, die nicht mehr oder nur schwer lieferbar sind. Dazu gehören beispielsweise Lüftungsgitter, Kopfstützen, Mantelhaken oder Kabelkästen.

Das 3D-Druckverfahren ist schnell, flexibel und günstig. Der Druck einer Kopfstütze für den Sitz in einem Regionalzug (siehe Zeitraffer-Video) dauert z.B. 20 Stunden. Das ist trotz des zeitlichen Aufwandes eine günstige Alternative, wenn Zulieferer Teile nicht mehr herstellen oder die Wartzeiten auf Ersatz viel zu lang sind. Wollte man auf klassischem Weg das Teil nachbauen, kann allein die Herstellung der Spritzguss-Form Tausende Euro verschlingen. Das ist für geringe Stückzahlen schlicht uneffektiv.


Alle Bauteile aus dem 3D-Drucker durchlaufen vor dem Einsatz umfangreiche Tests, beispielsweise die Prüfung der Dauerfestigkeit. Der schichtweise Aufbau der Ersatzteile – ermöglicht es auch, Ersatzteile an störungsanfälligen Stellen zu optimieren. Während die ersten gedruckten Teile ausschließlich aus Kunststoff waren, meist Polyamid, werden nun auch Metallbauteile im Pulverdruckverfahren produziert.

Die Anwendungsmöglichkeiten beschränken sich nicht auf die Ersatzteilproduktion. Der 3D-Druck bietet die Möglichkeit, individualisierte Teile, etwa Handlaufschilder in Blindenschrift (siehe Bild) für die Bahnhofsausstattung herzustellen. Mobilitätseingeschränkte Personen können sich so im Bahnhof leichter orientieren.

DB Schenker untersucht, wie in großen Materiallagern 3D-Drucker eingesetzt werden können, um Ersatzteile vor Ort auszudrucken und damit Lagerbestände zu verkleinern.

Die DB besitzt keine eigenen 3D-Drucker, sondern arbeitet mit Dienstleistern aus der Branche zusammen. Die DB ist am Netzwerk „Mobility goes Additive“ beteiligt. 

Bildergalerie 3D-Druck


Netzwerk „Mobility goes Additive“

Mehr als 70 Unternehmen – von Anwendern, Druckmaschinenherstellern und Druckdienstleistern über Universitäten bis hin zu Start-ups – arbeiten auf Initiative der DB im Netzwerk „Mobility goes Additive“zusammen, um Innovationen gemeinsam voranzutreiben. Beteiligt sind z.B. die Schweizerischen Bundesbahnen SBB, Siemens, Daimler und das Fraunhofer-Institut.

Zur Internetseite  „Mobility goes Additive“

DIGITAL UNTERWEGS IM PERSONENVERKEHR

Nicht nur für die Infrastruktur der DB sehen wir große Chancen, unsere Angebote stetig zu verbessern. Auch im Personenverkehr nutzen wir konsequent die sich ständig erweiternden Möglichkeiten, die die Digitalisierung bietet.

Da geht die Reise hin: On-Demand-Services und autonomes Fahren

Smart Mobility – das steht für intelligent vernetzte, nachhaltige Verkehrslösungen. Bei der Deutschen Bahn gibt es hierfür einen eigenen Geschäftsbereich, der unter dem Namen ioki firmiert. Mit ioki bringt die DB On-Demand-Mobilität und autonome Fahrzeuge in den Öffentlichen Verkehr und gestaltet die Zukunft der Mobilität aktiv mit. Und so soll das funktionieren: Der Fahrgast bestellt ein Fahrzeug per App zu sich nach Hause und lässt sich zum nächstgelegenen Bahnhof fahren. Auf dem Weg dahin sammelt das Shuttle weitere Fahrgäste mit ähnlichen Routen ein – in nicht allzu ferner Zukunft sogar autonom.

Erste Angebote gibt es bereits: In Frankfurt sind DB-Mitarbeiter die ersten Testkunden eines On-Demand-Services und in Bad Birnbach in Niederbayern fährt der erste Linienbus autonom auf öffentlichen Straßen.

ioki – On-Demand-Service in Frankfurt


In Berlin wird zudem künftig im Rahmen einer Kooperation zwischen DB und Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ein selbstfahrender Kleinbus per App individuell bestellbar sein und nicht mehr nur nach Fahrplan auf einer festen Route verkehren. Ziel eines solch flexiblen On-Demand-Services mit autonomen Fahrzeugen ist es, Mobilität von Tür zu Tür als Ergänzung zu Bahnen und Bussen zu bieten. In Summe wird der Öffentliche Verkehr dadurch attraktiver und durch das Ridesharing-Konzept verringert sich darüber hinaus das Verkehrsaufkommen, ohne die Mobilität des Einzelnen einzuschränken.

Ausführliche Informationen, Fotos und Videomaterial zu den Themen On-Demand-Mobilität, autonomes Fahren und ioki finden Sie im Medienpaket „Mobil ohne eigenes Auto“

ioki – Autonomer Bus in Bad Birnbach


Die Presseinformation zur Kooperation zwischen DB und BVG im Bereich autonomes Fahren finden Sie hier.

Reisezeit sinnvoll nutzen – WLAN und ICE Portal

Seit dem 1. Januar 2017 bietet die Deutsche Bahn allen ICE-Reisenden kostenloses WLAN an. Nicht nur auf allen deutschen Verbindungen, sondern auch bei Reisen nach Österreich, Frankreich, Belgien und in die Niederlande, sowohl in der 1., als auch in der 2. Klasse. Mit dem Ausbau des WLANs im ICE ist auch die Qualität des Angebots deutlich verbessert worden - und das sogar bei bis zu 300 km/h.

Bestens informiert und unterhalten mit dem ICE Portal

Das kostenlose ICE Portal ist das Info- und Entertainment-Portal im ICE und bietet spannende Informationen und beste Unterhaltung während der Reise an Bord. Auch unsere Auswahl an Kinofilmen und TV-Shows über maxdome können DB-Kunden kostenlos streamen. Ganz ohne Anmeldung. Außerdem gibt es ein großes Angebot an Hörspielen, Nachrichten, Magazinen und vielem mehr.

Das ICE Portal bietet folgende Inhalte:

  • Nachrichten, unter anderem mit der „Tagesschau in 100 Sekunden“
  • Spiele: Auswahl aus 20 Online-Spielen
  • Hörspiele&Hörbücher: zehn Titel verschiedener Genres, auch für Kinder
  • Städtejournal: Reiseführer für ausgewählte Städte entlang der ICE-Strecken
  • Reisen&Entdecken: Reisemagazin mit Audio- und Textbeiträgen
  • Lesezeit: Vorstellung neuer Werke und Autoren verschiedener Genres
  • Zeitungskiosk: tagesaktuelle Zeitungen als E-Paper (kostenpflichtig)
  • Reisen mit der DB: Speisekarte Bordrestaurant und Informationen zur DB
  • Kinderwelt: Spiele, Comics, Vorlesegeschichten, etwa zum „kleinen ICE“
  • Zuglaufleiste: Informationen zur aktuellen Fahrt mit Anschlüssen in Echtzeit
Reisen ohne Fahrkartenkontrolle – der Komfort Check-in 

Der  neue Service für das digitale Reiseerlebnis im Fernverkehr

Mit dem digitalen Angebot Komfort Check-in (KCi) können Reisende sich selbst im ICE einchecken. Somit reisen Fahrgäste ohne ungewollte Unterbrechungen (z.B. beim Arbeiten, Telefonieren oder Schlafen) durch die Ticketkontrolle. Lästige Mehrfachkontrollen nach Personalwechsel entfallen. Stattdessen kümmert sich das Bordpersonal um die persönlichen und individuellen Belange der Fahrgäste.

Der KCi wird ab Mai sukzessive auf allen ICE-Verbindungen innerhalb Deutschlands eingeführt. Voraussetzung für die Nutzung ist ein Handy-oder Online-Ticket sowie eine Sitzplatzreservierung.

Checkt der Reisende sich ein, teilt der Kunde dem Zugbegleiter indirekt mit, dass er mit einem gültigen Ticket reist und auf seinem reservierten Sitzplatz sitzt. Der Zugbegleiter sieht die eingecheckten Sitzplätze pro Wagen auf seinem Mobilen Terminal.


Die App DB Navigator zeigt an, ob der Komfort Check-in für das gekaufte Ticket verfügbar ist. Mit wenigen Klicks kann man sich dann selbst einchecken.


Nach dem Relaunch im Juni erscheint die Ansicht im DB Navigator in einem neuen Design.

Nach dem Relaunch im Juni erscheint die Ansicht im DB Navigator in einem neuen Design.


Der Zugbegleiter sieht die eingecheckten Sitzplätze pro Wagen auf seinem Mobilen Terminal in einer zusätzlichen Ansicht, die über die bestehende Onlineverbindung automatisch im Hintergrund aktualisiert wird. 

Komfort Check-in ermöglicht den Kunden des Fernverkehrs mehr Selbstbestimmung für ein entspanntes und stressfreieres Reiseerlebnis. Weitere Vorteile sind der Entfall der Mehrfachkontrolle nach Personalwechsel und der Unterbrechung beim Telefonieren, Arbeiten oder Schlafen.

* Stufenweiser Hochlauf auf die gesamte ICE-Flotte ab 02.05.2018

**Online-Tickets können einfach und schnell in die App DB Navigator geladen werden. Ist der Nutzer in der App mit seinen bahn.de Zugangsdaten eingeloggt, wird das Ticket automatisch in die App geladen. Ist der Nutzer nicht eingeloggt, kann das Ticket durch Eingabe der Auftragsnummer und des Namens geladen werden.

Unterwegs informiert sein – die aktuelle Wagenreihung im DB Navigator

Diese Bahnhofsdurchsage dürfte allen Zugreisenden bekannt sein: „Der Zug verkehrt heute in umgekehrter Wagenreihung.“  Das Problem der umgekehrten Wagenreihung im Bahnverkehr entsteht zum Beispiel, wenn ein Zug einen Umweg nehmen musste und einen Kopfbahnhof nicht anfahren konnte.

Abhilfe schafft hier der DB Navigator. Die App zeigt – ebenso wie bahn.de – am Reisetag mittels Echtzeitdaten die aktuelle Wagenreihung aller ICE-Züge in Deutschland mit den Wagennummern an, in welchem Gleisabschnitt die Wagen halten und wo sich die 1. und 2. Klasse befinden. Zugreisende finden so schneller und einfacher zum richtigen Wagen. Demnächst soll diese Funktion auch für  IC- und EC-Züge verfügbar sein.

Die aktuelle Wagenreihung wird im DB Navigator und auf bahn.de für Start- und Zielbahnhof sowie für alle Umsteigehalte angezeigt. Darüber hinaus findet man im Wagenreihungsplan Informationen über Service- und Ausstattungsmerkmale der ICE-Züge, wie zum Beispiel Bordrestaurant, Rollstuhlplätze oder rollstuhlgängige Toiletten.

Und wie funktioniert das? Alle Wagen sind mit sogenannten RFID-Chips (Radio Frequency Identification) ausgestattet. Auf der Strecke sind an wichtigen Knotenpunkten Auslesegeräte installiert. Überfährt ein ICE ein Auslesegerät, erkennt dieses die aktuelle Wagenreihung und übermittelt die Daten in Echtzeit an Systeme, die diese wiederum für die Kundenkommunikation aufbereiten.

Viele weitere Informationen zum Beispiel zu hilfreichen Funktionen im DB Navigator oder zu noch mehr digitalen Angeboten im Personenverkehr der Deutschen Bahn finden Sie hier.

WLAN erobert den Nahverkehr

DB Regio setzt auf kostenloses WLAN für Pendler im Nahverkehr - und damit verbundene, attraktive Zusatzangebote. Klar ist, dass WLAN im Nahverkehr nur gemeinsam mit den Aufgabenträgern umgesetzt werden kann.

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Technisch beruht die Lösung auf einer Bündelung der drei Mobilfunkanbieter sowie der zwei Netzwerktechniken (3G und 4G), um so die bestmögliche Verfügbarkeit und Bandbreite bereit zu stellen. Eine systematische Messung der Netzabdeckung mit öffentlichem Mobilfunk auf 95 Prozent der Regio-Strecken (21.000 Kilometer Streckennetz) ergab, dass selbst bei Bündelung der drei Mobilfunknetzanbieter lediglich auf rund 87 Prozent der Strecken Internetempfang via WLAN in zufriedenstellender Qualität (mind. UMTS, teilweise LTE) angeboten werden. Daher setzt DB Regio zusätzlich auf ein Informations- und Unterhaltungsportal, das auch offline zur Verfügung steht.

Nach zahlreichen Pilotversuchen bundesweit können Reisende in den Nahverkehrszügen des elektrisch betriebenen Netzes der Elbe-Saale-Bahn in Sachsen-Anhalt bereits einen kostenlosen WLAN-Zugang nutzen. Im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt hat die DB erstmals die flächendeckende Internetnutzung in einem kompletten Nahverkehrsnetz sichergestellt und insgesamt 60 Wagen mit der notwendigen Technik ausgerüstet. Seit Dezember 2017 ist WLAN im Nahverkehr auch auf den Linien des Expresskreuzes Niedersachsen/Bremen verfügbar. Bei der S-Bahn Stuttgart läuft derzeit die WLAN-Ausrüstung der gesamten Flotte mit über 150 S-Bahnen. Diese soll im Sommer 2019 abgeschlossen sein.

Unser mobiles Testlabor

Mit einem umgestalteten Bus testet DB Regio effizient neue Technologien. Aufgabenträger wie Kunden können sich direkt vor Ort ein Bild machen:

  • Im mobilen Labor sind die aktuellen Lösungen „wie im Zug“ verbaut und können während der Fahrt unter simulierter Last getestet werden.
  • Aufgabenträger und Reisende können im Testbus mit ihren mobilen Endgeräten das WLAN-System sowie das zukünftige Regio-Portal erleben und testen.
  • Die Entscheidung fiel auf einen Bus, da uns dieser eine höhere Flexibilität ermöglicht. So können wir direkt zu den Kunden, etwa für Marktforschungen, beziehungsweise zu den Aufgabenträgern fahren, um unsere WLAN-Lösung vorzustellen. Ein weiterer Faktor ist die Schnelligkeit, was die Umrüstung und Ausstattung mit verschiedenen Versuchskonzepten betrifft.

Mehr Informationen zum WLAN-Bus finden Sie hier.

Colibri – Neue digitale Angebote für Fahrgäste

Immer wissen, wo noch freie Sitzplätze und Stellflächen für Fahrräder sind, nie die Anschlüsse aus dem Blick verlieren und WLAN nutzen – „Colibri“ macht es möglich. Die DB testet das neue IT-System in zwei Zügen der Regionalexpresslinien RE3 (Stralsund – Berlin – Elsterwerda) und RE5 (Rostock / Stralsund – Berlin – Wünsdorf/Waldstadt). „Colibri“ steht für „Coach Link for Broadband Information Exchange“ und wurde von der DB Fahrzeuginstandhaltung entwickelt. 

Colibri - Neue digitale Angebote für Fahrgäste

Im Zentrum des Pilotprojekts steht die Verbesserung der Kundeninformation während der Reise – und damit eine Qualitätssteigerung ganz im Sinne des DB Programms Zukunft Bahn. „Colibri“ ermöglicht die Erfassung der Fahrgast- und Fahrradanzahl in den Doppelstockwagen in Echtzeit. Fahrgäste können sich so über die App „Digital im Regio“ oder über Monitore am Fahrzeug informieren, wo noch freie Sitz- und Stellplätze sind. 

Die IT-Lösung ermöglicht perspektivisch auch, dass Züge schneller wieder aus Werkstätten auf die Schiene kommen – denn neben den genannten Vorteilen für den Fahrgast werden durch "Colibri" auch Informationen über Mängel und Schäden schon von unterwegs vorgemeldet und sind bereits bekannt, bevor der Zug im Werk eintrifft.

Neben kostenfreiem WLAN in den Zügen werden den Kunden ein Entertainment-Paket des rbb (Rundfunk Berlin Brandenburg) sowie Spiele angeboten. Auf den neuen Monitoren sind zudem der Fahrtverlauf sowie Informationen zu den Anschlüssen zu sehen.

Die App gegen Wartefrust: der Streckenagent

Mit dem DB Streckenagenten gibt es seit über einem Jahr eine App, die Bahn-Kunden bundesweit im Störfall per Push-Nachricht individuell über die aktuelle Situation und mögliche Alternativen informiert. 

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Der DB Streckenagent hilft, wenn es weh tut – aus Kundensicht dann, wenn der reguläre Fahrplan nicht mehr stimmt. Der Kunde abonniert seine persönlichen Verbindungen, die er vom Streckenagenten einmalig oder über einen längeren Zeitpunkt überwachen lassen möchte. Im Fall einer Störung auf seinen Linien bekommt er per Push-Nachricht aktuelle Meldungen auf sein Smartphone oder Tablet. Das Besondere: Der Kunde erhält solange Updates, bis die Störung entweder behoben ist oder eine Reisealternative angeboten wurde. Somit kann er Wartezeiten noch besser einkalkulieren. Die App DB Streckenagent wird von den Kunden gut angenommen: Bundesweit wurde sie bisher über 870.000 Mal heruntergeladen.

Mehr Informationen zur App DB Streckenagent finden Sie hier

Gemeinsam fahren und sparen: DB Mitfahrer App

Schnell und einfach Mitfahrer für gemeinsame Fahrten mit Länder-Tickets finden – das ermöglicht die DB Mitfahrer-App von DB Regio. Das Angebot wurde 2015 zunächst für die Bayern-Tickets eingeführt, 2016 weitete DB Regio das Angebot auf das Baden-Württemberg-Ticket, das Rheinland-Pfalz-Ticket und das Saarland-Ticket aus. Im Mai letzten Jahres folgten das Mecklenburg-Vorpommern-Ticket, das Schleswig-Holstein- Ticket, das Brandenburg-Berlin-Ticket und das Niedersachsen-Ticket.

Die DB Mitfahrer-App bietet Bahnkunden die Möglichkeit, sich für gemeinsame Fahrten mit den Länder-Tickets zu verabreden und so noch günstiger zu reisen. Mit nur wenigen Klicks können sich Nutzer dann einer bereits bestehenden Fahrgemeinschaft anschließen oder selbst eine Gruppe gründen. Per Chat können sich die Mitglieder einer gegründeten Fahrgemeinschaft zur Fahrt austauschen und verabreden. Nach der Fahrt kann der Nutzer die Zuverlässigkeit seiner Mitfahrer mit „Daumen hoch“ oder „Daumen runter“ bewerten und seine Lieblingsmitfahrer als Favorit hinzufügen.

Die Anwendung steht für die Betriebssysteme iOS und Android zur Verfügung und kann kostenfrei heruntergeladen werden.

Lieblingsplatz: Sitzplatzreservierung bei DB Regio

Pendler kennen das: Gerade zu Stoßzeiten im Berufsverkehr ist es oft nicht ganz einfach, einen Sitzplatz zu ergattern. Daher können sie in vielen Nahverkehrszügen von DB Regio einen Sitzplatz reservieren. Pendler und andere Reisende sollen sich auch im Nahverkehr darauf verlassen können, immer ihren Lieblingsplatz vorfinden zu können, egal wie voll der Zug ist. So bietet dieser Service den Kunden mehr Sicherheit in der Reiseplanung und die Möglichkeit, die Fahrt für entspanntes Arbeiten oder Lesen zu nutzen. Mit der Möglichkeit, Sitzplätze auch in Regionalzügen und S-Bahnen zu reservieren, erfüllt DB Regio Kundenwünsche: Bei Zuglaboren oder Umfragen wurde immer wieder das Bedürfnis geäußert, insbesondere in stark ausgelasteten Zügen Sitzplätze reservieren zu können. 
 Sitzplatzreservierungen im Nahverkehr sind aktuell in fünf Schwerpunktregionen verfügbar: Schleswig-Holstein, Niedersachsen/Bremen, Sachsen-Anhalt/Thüringen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Auf den meisten Strecken ist die Sitzplatzreservierung dort für alle Ticketarten möglich - als Jahresreservierung für Abonnenten oder für eine einzelne Fahrt. In einigen Netzen, insbesondere in Mitteldeutschland (S-Bahn Mitteldeutschland, Elbe-Saale-Bahn, Neigetechniknetz Thüringen) und im Expresskreuz Niedersachsen/Bremen bleibt das Angebot zunächst auf Abonnements begrenzt. 

In den nächsten Monaten folgen weitere Linien und Verbünde. Konnten zunächst nur Abo-Kunden den Service nutzen, wurde er 2017 auf Einzelfahrten ausgeweitet. Sitzplatzreservierungen für Einzeltickets sind am DB-Automaten, im Reisezentrum  und in vielen DB-Agenturen für einen Euro zusätzlich zum Fahrpreiserhältlich. Alle Abo-Kunden können für 40 Euro ein ganzes Jahr ihren Stammplatz (unter www.mein-sitzplatz-regio.de, in Mitteldeutschland unter www.meinstammplatz.de) reservieren. 

Taxibus bestellen per App in UK - Arriva Click

Mit einem innovativen Verkehrsangebot präsentiert sich die Bussparte von DB Arriva in Großbritannien als Vorreiter in der Nutzung digitaler Technologien und eröffnet dem Busverkehr ganz neue Dimensionen.

Seit Anfang März 2017 bietet Arriva als erstes Verkehrsunternehmen in Großbritannien eine kunden- und bedarfsorientierte Variante des ÖPNV an. Über die Smartphone-App „ArrivaClick“ können Kunden im Großraum Kent zur gewünschten Zeit einen Minibus für die Fahrt zum gewünschten Ziel bestellen. Einmal geklickt, hält der Taxibus nur wenige Minuten später an einer nahegelegenen Straßenecke, unabhängig von einem Fahrplan oder einer Haltestelle.

Die ArrivaClick-App ist kostenlos für iPhone oder Android erhältlich. Der Kunde gibt in die App Abhol- und Zielort ein, schaut, ob ein Platz verfügbar ist und bucht die Fahrt. Dabei gleicht die App automatisch die Daten mit denen anderer Nutzer ab, deren Fahrtziel in derselben Richtung liegt. Der Fahrpreis wird vom aufgeladenen App-Konto abgebucht. Vorreservierungen bis zu einem Monat sind ebenfalls möglich. 

Das Pilotprojekt ist zunächst auf das Gebiet zwischen dem Kent Science Park und dem Bahnhof Sittingbourne limitiert. Im Laufe des Jahres 2018 wird ArrivaClick in weiteren Regionen eingeführt werden und dort im Regelbetrieb laufen. 

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Die Busfahrer erhalten alle Buchungen und die entsprechende Navigation über eine eigene App auf ihrem iPad mini vom DB Arriva Kundencenter in Bristol. 

DIGITALE SERVICES AM BAHNHOF

Mehr als Ankommen und Abfahren - auch für unsere Bahnhöfe entwickeln wir ständig neue Ideen, um die Services zu verbessern.

DB Information

Die DB hat im November 2017 die zentrale Anlaufstelle für Reisende und Besucher in Nürnberg Hbf vollständig neu gestaltet.

Auf einem großen Monitor sind bereits von weitem Informationen zu örtlichen Besonderheiten sichtbar. Kundenmonitore unterstützen die persönliche Beratung. Ein leuchtendes Dach erleichtert die Auffindbarkeit; die Unterfahrbarkeit des Tresens für Rollstuhlfahrer ist eine große Hilfe bei der persönlichen Beratung eingeschränkter Reisender. Neu sind auch Selbstbedienungsterminals in der Ost-, Mittel- und Westhalle, an denen sich Reisende im Bahnhof orientieren, Bescheinigungen bei Verspätungen selbst ausdrucken oder eine Mobilitätshilfe bestellen können. 

Neue DB Information im Nürnberger Hbf

Bei der Neuentwicklung der DB Information ging die DB folgenden Weg: Neben Kunden wirkten auch Mitarbeiter der DB, Behindertenverbände, Bestellerorganisationen für den Nahverkehr, Eisenbahnverkehrsunter-nehmen sowie mehrere Start-ups mit. Die Bedürfnisse und Anregungen dieser Gruppen wurden aufgenommen, in zahlreichen Werkstattversuchen realisiert und in einen Prototypen integriert. Dieser wurde am Bahnhof Berlin Südkreuz dem Praxistest unterzogen.

Mit dem Aufbau in Nürnberg begann der bundesweite sämtlicher DB Informationen. Bis Ende 2020 soll der Austausch an allen Standorten abgeschlossen sein.


 

App „DB Bahnhof live“

Die App „DB Bahnhof live“ bietet schnellen Zugang zu insgesamt 5.400 Bahnhöfen deutschlandweit mit Informationen über Ankunfts- und Abfahrtszeiten, Einkaufsmöglichkeiten sowie Gastronomie und Dienstleistungsangeboten. Angezeigt wird in Echtzeit auch, ob ein Aufzug am Bahnhof funktioniert. Ein interaktiver Wagenreihungsplan rundet das Angebot ab. Die App ist kostenfrei im Google Play Store und im Apple App Store verfügbar. Einzelheiten gibt es hier

Die App "DB Bahnhof live" ermöglicht einen schnellen Zugang zu 5.400 Bahnhöfen und liefert alle wichtigen Infos zu diesem.

Verschmutzungen per WhatsApp melden

Mehr Service für den Kunden: DB putzt Bahnhöfe per WhatsApp

Die DB bietet Kunden verstärkt die Möglichkeit, Hinweise zur Sauberkeit am Bahnhof durch den Kommunikationsdienst WhatsApp zu geben. Das Reinigungspersonal vor Ort beseitigt die Verschmutzung anschließend so schnell wie möglich. 

Das neue Reinigungskonzept wurde 2017 als Pilotprojekt an zentralen Bahnhöfen in Berlin, Hannover und Hamburg erfolgreich getestet. Bei der S-Bahn Berlin lief das Projekt sowohl in den Zügen als auch auf den Stationen der Ringbahn.

Bis Ende März hat die DB das Angebot auf rund 240 Bahnhöfe und die komplette Berliner S-Bahn ausgeweitet. Ziel ist es jeweils, die Sauberkeit nachhaltig zu verbessern.

Mehr Service für den Kunden: DB putzt Bahnhöfe per WhatsApp

ADAM meldet automatisch Störungen an Aufzügen und Fahrtreppen

Die Aufzüge und Fahrtreppen an den Bahnhöfen sind intelligenter geworden: Sie melden Störungen nun selbst. Das Projekt ADAM („Ausbau Digitalisierung Anlagenmanagement“) hat 2016 alle Aufzüge und Fahrtreppen mit einem Kommunikationsbaustein zur Fernüberwachung ausgestattet. Dieser Baustein erfasst den Zustand der Aufzüge und Fahrtreppen permanent und übermittelt diese Daten an die Betriebszentrale. Störungen werden durch die eingebauten Sensoren sofort gemeldet. So können Mitarbeiter die Reparatur schneller beauftragen und Ausfälle schneller beheben. Bewährt hat sich zudem die neue Trennung von Entstörung und Wartung: In den Ballungszentren wird nur noch nachts gewartet. Störungen dagegen werden rund um die Uhr behoben. 

Aufzüge und Fahrtreppen stehen schneller wieder für Kunden zur Verfügung, da Reparaturen schneller erfolgen. Auf www.bahnhof.de und die App „DB Bahnhof live“ erhalten die Kunden Echtzeitinformationen über die Verfügbarkeit der Aufzüge an einem Bahnhof. Die App ist kostenfrei im Google Play Store und im Apple App Store verfügbar.
In den ersten Monaten des Jahres 2018 lag die bundesweite Verfügbarkeit von Aufzügen und Fahrtreppen bei rund 97 Prozent.

Bahnhofsuhren: außen analog, innen digital

Uhren sind ein wesentlicher Bestandteil der optischen Kundeninformation und für die Deutsche Bahn unerlässlich. Das Design der Uhren ist vorgegeben und folgt den DB-Vorgaben des Wegeleit- und Informationssystems. Die typische DB-Uhr mit ihrer Farbgebung und dem charakteristischen „Zeigersprung“ symbolisiert den Zugang zum System Bahn und hat einen hohen Wiedererkennungswert - ein Markenzeichen.
 
In Zukunft werden auch die Bahnhofsuhren digital: Durch innovative Fernüberwachung werden Störungen (z. B. falsche Zeigerstellung, Ausfall der Beleuchtung, Wasserschaden) in Echtzeit erkannt und behoben werden können. Die Daten werden mit der Übertragungstechnologie „LoRa-(Long-Range)Funk" übermittelt, die sich aufgrund ihrer hohen Reichweite (höher als zehn Kilometer) besonders gut für Internet-of-Things-Anwendungen eignet. Die Deutsche Bahn ist das erste Verkehrsunternehmen, das die Zeitsynchronisierung ihrer Uhren mit LoRa-Funk erprobt. Im Sommer 2018 wird die erste Uhr, die über LoRaFunk ihr Zeitsignal erhält, am „Smart-City-Bahnhof“ Hamburg-Dammtor zum Einsatz kommen.
 

Fazit: Das Äußere der Uhr bleibt gewohnt, das Innere der Uhr wird digital und intelligent.

Die leuchtende Bahnsteigkante 

Auf 210 Metern sind in Stuttgart-Bad Cannstatt 670 Lichtfaserbetonplatten mit insgesamt 14.740 Leuchtpunkten verbaut.

Die Deutsche Bahn hat im Februar 2018 auf dem Bahnhof Stuttgart-Bad Cannstatt das bundesweit einzigartige Pilotprojekt  „Leuchtende Bahnsteigkante“ gestartet. Wenn Fahrgäste am Bahnsteig 2 auf die S-Bahn warten, sehen sie farbige LED blinken. Leuchtende Symbole zeigen kurz vor der Einfahrt des nächsten Zuges den Halteplatz der Züge und die Türpositionen an. Das Einsteigen geht zügiger und die S-Bahn kann pünktlicher abfahren. Die DB testet die dynamische Wegeleitung mit Leuchtstreifen sechs Monate lang. Das Berliner Start-up SIUT hat die innovative Lösung mit im Bahnsteigboden verlegten Lichtfaserbetonplatten im Start-up-Förderprogramm der DB entwickelt. 

Der Lichtfaserbeton soll außerdem die Auslastung einfahrender Züge in Echtzeit anzeigen. Die Kapazitätsanzeige basiert auf einer Auslastungsmessung des englischen Start-ups OpenCapacity. Die Belegung wird in drei Testzügen gemessen. Aus Videodaten der bestehenden Kameras wird datenschutzkonform ein Belegungsmuster erzeugt und digital übermittelt. Der leuchtende Bahnsteig markiert die Position der unterschiedlich stark frequentierten Wagen mit grünen, gelben oder roten Symbolen. Fahrgäste finden so leichter einen Sitzplatz. 

Leuchtsymbole helfen den Fahrgästen sich besser am Bahnsteig zu orientieren.

Der Film erklärt, wie die Leuchtende Bahnsteigkante funktioniert:

Die Reinigungsroboter 

Die Deutsche Bahn ließ im Januar 2018 Reinigungsmaschinen von vier internationalen Herstellern im Berliner Hauptbahnhof gegeneinander antreten. Zu dem Wettbewerb hat das digitale Innovationslabor DB mindbox zusammen mit der Dienstleistungstochter DB Services eingeladen.

Die Kandidaten mussten sich auf einem 200 Quadratmeter großen Parcours gegen Ketchup- und Milchflecken behaupten. Eine Experten-Jury bewertete das Resultat nach den Kriterien Reinigungsergebnis, Sicherheit von Reisenden und des Bahnbetriebs sowie Bedienung des Geräts. Das 2015 gegründete Ulmer Start-up Adlatus Robotics ging als Sieger aus Deutschlands erstem Reinigungsroboterrennen hervor. Die jungen Gründer erhielten einen Zweijahresvertrag mit der DB zur Lieferung und Weiterentwicklung von Reinigungsrobotern.

Bildergalerie: Reinigungsroboter

Die ersten Einsätze mit dem Modell Adlatus Robotics CR 700 beginnen im Juni 2018 im Hauptbahnhof Ulm. Die dabei gesammelten Erfahrungen werden dabei helfen, für den Einsatz geeignete Bahnhöfe auszuwählen und Vorgaben für eine Ausschreibung abzuleiten.

Die Böden großer Bahnhofshallen mit einer Fläche von bundesweit mehr als 1,8 Millionen Quadratmetern werden regelmäßig mit Scheuersaugmaschinen gereinigt. Jährlich wendet die DB einen zweistelligen Millionenbetrag für die Reinigung der Bahnhöfe auf. Automatisiert betriebene Scheuersaugmaschinen sollen die Reinigungsteams unterstützen. Die DB will mit den „smarten Schrubbern“ Bahnhöfe künftig noch effizienter sauber halten.

DIGITALE ENTWICKLUNGEN BEI TRANSPORT UND LOGISTIK

Auch in den Bereichen Transport und Logistik bieten innovative Technologien neue Möglichkeiten, Qualität und Pünktlichkeit stetig zu verbessern und die Transparenz für unsere Kunden zu steigern. 

DB Cargo treibt die Entwicklung und Umsetzung digitaler Themen im Schienengüterverkehr voran

Dabei geht es um den einfachen Kundenzugang zu Schienentransporten durch digitale Portale, um eine verbesserte Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit durch intelligente Fahrzeuge.

Der Rangierbahnhof der Zukunft

Automatische und digitale Abläufe im Schienengüterverkehr gelten als der Schlüssel im Wachstum auf der Schiene. DB Cargo investiert daher u.a. in die Digitalisierung ihrer operativen Herzstücke – die Rangierbahnhöfe. Viele Arbeitsschritte in einem Rangierbahnhof sind heute noch von manueller oder körperlich anstrengender Arbeit geprägt. Genau an diesem Punkt will DB Cargo mit neuesten Technologien unterstützen, vereinfachen und die Abläufe noch sicherer für Mensch und Maschine gestalten.

Der Kundenvorteil in der Zukunft: Durch die zukünftige digitale Prozesssteuerung werden in Echtzeit stabile Prognosen und spezifische Informationen an die verladenden Kunden geliefert. Diese Daten reichen von der Echtzeitinformation zum Ausgang der Züge, zum Zustand der Wagen und der Ladung sowie bis hin zu allen denkbaren spezifischen Kundenanforderungen an die Lieferkette. 

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Der  intelligente Güterwagen denkt für unsere Kunden mit

Clevere Güterwagen

DB Cargo nimmt bei der Ausrüstung seiner Güterwagen mit intelligenter Sensorik eine Vorreiterrolle ein. Über 1.000 Güterwagen sind bereits heute intelligent unterwegs.  Bis 2020 soll die komplette Güterwagenflotte von rund 70.000 Wagen in Deutschland mit modernster Telematik und Sensorik ausgerüstet werden. Dazu werden bis Ende 2018 rund 19.000 Wagen umgerüstet, 50.000 Wagen folgen bis 2020. 
Intelligente Güterwagen helfen uns dabei, die Kundenwünsche noch besser berücksichtigen zu können und die Transportqualität steigern. 

Wie geht es der Lok?

Das digitale System TechLOK erfasst, verarbeitet und visualisiert die Sensordaten der europäischen Triebfahrzeugflotte von DB Cargo. Oder einfacher: Die Lok sagt jetzt selbst, wie es ihr geht und liefert die Hinweise auf mögliche Schadensausfälle, bevor diese überhaupt auftreten. Damit kann die gesamte Lokinstandhaltung neu und effizient aufgestellt werden und die Verfügbarkeit der Flotte steigt. Bis heute sind über 1000 Loks der Baureihen 185/189 oder 261/265 mit diesem System ausgestattet und senden europaweit Daten über ihren Zustand. Bis 2020 sollen 2000 Loks damit ausgestattet sein. 

Digitalisierung schont die Umwelt

Zügig anfahren, beim Bremsen Energie ins Netz zurückspeisen oder den Zug an den richtigen Stellen rollen lassen – Fingerspitzengefühl im Führerstand spart Energie: Bereits seit mehr als zehn Jahren wenden die Triebfahrzeugführer der Deutschen Bahn (DB) eine energieeffiziente Fahrweise an. Mit Erfolg – allein bei DB Cargo wurden so von 2005 bis 2015 rund 90.000 Tonnen CO2 eingespart. Inzwischen bekommt der Lokführer digitale Unterstützung durch das Fahrassistenzsystem LEADER. Über ein zusätzliches Display im Führerstand erhält der Lokführer Tipps, mit welcher Geschwindigkeit er möglichst energiesparend durch Fahrplan und Streckenprofil steuern kann. Das System kommt bereits bei mehr als 300 E-Lokomotiven der DB Cargo AG zum Einsatz.

Das digitale Tor zum Kunden

Über das Internetportal „myRailportal“ kann der Kunde einfach und schnell für seine Ladung  Schienentransporte buchen,  verknüpft mit vielfältigen Zusatzmöglichkeiten. myRailportal lässt sich auf mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets darstellen. Einmal angemeldet, können die DB Cargo-Kunden die beste Möglichkeit für ihren Transport suchen: Ladestellen, Waggons, Transportwege. Auch die Bestellung, Sendungsverfolgung und Abrechnung läuft über dieses Portal, so dass der komplette Prozess beschrieben wird. Gleichzeitig zeigt myRailportal auch den ökologischen Fingerabdruck und wichtige weitere Kennzahlen für den gewünschten Transport. Neben den Einzeltransporten gibt es auch die Möglichkeit Branchenlösungen mit dem Kundenportal zu entwickeln. Für die Stahlindustrie zum Beispiel existiert bereits eine solche Lösung, die automatisch Wagen bestellt, die Zulaufsteuerung des Schrotts regelt, den Versand der Coils organisiert sowie die Planung der Transporttage mit Berücksichtigung der Feiertage beinhaltet. myRailportal wird ständig im Digital-Lab der DB in Frankfurt am Main weiterentwickelt. 

MyRailportal - Die digitale Plattform für unsere Kunden 

box2rail – Seehafenhinterlandtransporte einfach, schnell und kostentransparent gebucht

„box2rail“ heißt die  innovative Online-Buchungsplattform für Containertransporte per Bahn, die gezielt auf die Bedürfnisse von kleinen und mittelständischen Unternehmen zugeschnitten ist. In nur wenigen Klicks werden Containerbuchungen „port to door“ auf der Schiene – sicher, schnell und umweltfreundlich von den deutschen Seehäfen direkt zum Endempfänger in das Hinterland und vom Urverlader zu den deutschen Seehäfen ermöglicht. 

Die Buchungsplattform der TFG Transfracht, ein Unternehmen der Deutschen Bahn, steht für Containerbuchungen in nur wenigen Klicks – in nur drei Schritten gelangt der Container auf die Schiene: Transportanfrage, Angebot und Buchung. Eine Buchungsanfrage erfordert lediglich vier Angaben: Seehafen, Bestimmungsort, Versanddatum und Containerart. Im direkten Anschluss erfolgt eine sofortige Preisauskunft – ganz ohne Registrierung. 

box2rail-Kunden profitieren von einem verschlankten Buchungsprozess, intuitiver Bedienbarkeit, Kostentransparenz, Echtzeit-Service sowie -Support per Chat und Live-Bonitätsprüfung für sofortige Buchung. Die Umweltfreundlichkeit der Schiene und nicht zuletzt das flächendeckende AlbatrosExpress-Netzwerk im Seehafenhinterlandverkehr der TFG sind ein weiteres Argument für die Entscheidung, seine Box einfach per Schiene zu transportieren. 

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Innovationen und Digitalisierung bei DB Schenker: Lösungen für heute und morgen

DB Schenker hat als global führender Logistikdienstleiter den Anspruch, an die vorderste Spitze der Industrie zu gelangen. Um in einem herausfordernden Wettbewerbsumfeld dauerhaft bestehen zu können, ist deshalb Veränderungsbereitschaft durch Innovationen und Digitalisierung fester Bestandteil der DB Schenker-DNA.

Innovationen und Digitalisierung sind große Wörter, die DB Schenker auf ganz unterschiedliche Weise und ganz praktisch mit Leben füllt. Drei innovative Themen stehen bei DB Schenker stellvertretend für die Vielfalt digitaler Lösungsansätze.

Der Zukunft mit Platooning um zwei Lkw-Längen voraus

In einer innovativen Partnerschaft mit MAN und der Hochschule Fresenius treibt DB Schenker Lösungen zum Autonomen Fahren voran. Im Zeitraum von Juni 2017 bis Januar 2019 arbeiten mit DB Schenker erstmals ein Logistikkonzern und mit MAN ein Fahrzeughersteller unter wissenschaftlicher Begleitung der Hochschule Fresenius gemeinsam an der Entwicklung vernetzter Lkw-Kolonnen, sogenannter Platoons, für den Einsatz in der Logistik. Das Projekt wird vom Bundesverkehrsministerium mit zwei Millionen Euro gefördert.

Unter Platooning versteht man ein Fahrzeug-System für den Straßenverkehr, bei dem mindestens zwei Lkw auf der Autobahn mit Hilfe von technischen Fahrassistenz- und Steuersystemen in geringem Abstand hintereinanderfahren können. Alle im Platoon fahrenden Fahrzeuge sind mittels einer elektronischen Car-to-Car-Kommunikation miteinander verbunden. Das führende Fahrzeug gibt die Geschwindigkeit und die Richtung vor. Dabei gewährleistet die elektronische Kopplung der Fahrzeuge im Platoon die Verkehrssicherheit. Ein wesentliches Ziel von Platooning ist es, durch Windschattenfahren eine Kraftstoff-Einsparung für den gesamten Platoon zu erreichen.

Erstmals werden Lkw-Kolonnen im Regelbetrieb über mehrere Monate im realen Straßenverkehr getestet. Und ebenfalls zum ersten Mal werden dabei keine Testfahrer, sondern Berufskraftfahrer am Steuer sitzen. In der im Mai 2018 beginnenden Testphase wird DB Schenker gemeinsam mit MAN Platoons auf dem „Digitalen Testfeld Autobahn“ auf der A 9 zwischen den DB Schenker-Niederlassungen München und Nürnberg zum Einsatz bringen.

Die Zusammenarbeit mit MAN unterstreicht den Anspruch, Treiber digitaler Geschäftsmodelle im Sinne der Kunden zu sein. Platooning liefert eine Antwort auf die Forderung nach durchweg transparenten sowie schnelleren und zugleich umweltfreundlicheren Abläufen. DB Schenker erwartet aus dem Test auch eine Aussage zu den konkreten Effizienzpotenzialen im realen Einsatz über einen längeren Zeitraum. Schließlich geht es auch darum, wie die neue Technologie in der Berufsgruppe der Kraftfahrer angenommen wird. In einer begleitenden Studie werden deshalb die Erfahrungen der beteiligten Lkw-Fahrer wissenschaftlich ausgewertet sowie Aufzeichnungen aus den Testfahrten zur Interaktion mit anderen Verkehrsteilnehmern analysiert. Die Daten helfen einzuschätzen, welche anderen Tätigkeiten der Fahrer im hinteren Lkw in Phasen des Autonomen Fahrens ausführen darf. Die Partner betrachten das Projekt als Plattform, gemeinsam weitere Schritte zum Autonomen Fahren im Anschluss oder parallel zum Platooning Projekt zu unternehmen.

Effizienzgewinne im Handumdrehen dank intelligenter Scan-Technologie

Dass Digitalisierung bei DB Schenker nicht nur mit schweren, rollenden Lastwagen, sondern auch mit leichter, hocheffizienter Funktionsbekleidung in Verbindung gebracht werden kann, zeigt der Einsatz des ProGlove Scanhandschuhs am Kontraktlogistikstandort im bayerischen Eching. ProGlove funktioniert ganz ähnlich wie ein Ringscanner. Allerdings wartet der Scanhandschuh dabei mit innovativen Funktionen und deutlich erweiterten Fähigkeiten auf.

Der Scanner sitzt auf dem Handrücken und wird durch das Bilden einer Faust aktiviert. Das Scannen des Barcodes wird durch optisches, akustisches und haptisches Feedback bestätigt. Ein Tablet stellt die Verbindung mit dem Lagerverwaltungssystem her. Der ProGlove verbessert so deutlich die Effizienz des Scanvorgangs. Während ein Ringscanner weder ergonomisch noch einfach zu bedienen ist, lässt sich der Scanvorgang mit dem ProGlove einfach aktivieren. Die Mitarbeiter im Lager haben so durchgehend beide Hände für andere Tätigkeiten frei, ohne zwischen den Scanvorgängen nach dem Ringscanner suchen zu müssen. Dadurch sind Effizienzsteigerungen beim Scanvorgang von bis zu 40% im Vergleich zu Ringscannern möglich.

DB Schenker stellt in Eching als Logistikdienstleister für die Produktion eines führenden deutschen Automobilherstellers Kfz-Teile bereit. Der ProGlove Scanhandschuh wird bei der Kommissionierung eingesetzt, um die Barcodes der Kfz-Teile zu scannen. Seine Anwendung an weiteren Kontraktlogistik-lagerstandorten ist in Planung.

Nachhaltiger Stadtverkehr mit Mini E-Lkw

Auch die E-Mobilität bietet für DB Schenker vielfältige Anknüpfungspunkte, um das eigene Geschäftsmodell innovativ und nachhaltig zu verändern, zum Beispiel mit Hilfe des Einsatzes der ersten elektrischen Leicht-Lkw aus Daimler-Benz Serienproduktion. Die Mini E-Lkw, die DB Schenker Ende vergangenen Jahres offiziell in Empfang genommen hat, sollen ab Mitte 2018 zunächst in Berlin und später dann auch in Hamburg und Stuttgart für die Bewältigung der sogenannten letzten Meile bei der Anlieferung von Stückgut im Stadtverkehr zum Einsatz kommen.

Die Lkw haben ein Ladevolumen von bis 4,5 Tonnen und werden mit sechs Batterien betrieben. Sie kommen damit auf eine Reichweite von rund 100 Kilometern bei einer maximalen Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde. Die Mini E-Lkw sind im Einsatz nicht nur leise und fahren ohne CO2-Emissionen, sondern senken auch die Betriebskosten. Als unverzichtbarer Bestandteil des urbanen Warenstromverkehrs kann der Mini E-Lkw mit Elektroantrieb im Vergleich zu einem Verbrennungsmotor über die Betriebszeit 16 Tonnen an CO2-Ausstoß einsparen. Der Einsatz der Mini E-Lkw leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Erreichung des DB Schenker Unternehmensziels, auf der Basis von 2006 den CO2-Ausstoß bis 2020 um 30 Prozent zu senken.

MITARBEITER GESTALTEN DEN DIGITALEN WANDEL

Um die digitalen Verbesserungen und Services umsetzen zu können, beschäftigt die DB rund 6.000 IT-Experten, und jedes Jahr werden es mehr. Auch für die Mitarbeiter der DB bedeutet die digitale Entwicklung in der Arbeitswelt neue Möglichkeiten. 

IT-Experten bei der Bahn

Adiam Abraha

Hinter der Digitalisierung, hinter Bits, Bytes und HTML5 stecken letztlich immer Menschen: die IT-Experten der Bahn. Rund 6.000 davon gibt es im Konzern. Und jedes Jahr werden es mehr, um das Qualitätsprogramm Zukunft Bahn und die Digitalisierungsprojekte der DB umzusetzen und letztlich dem Kunden ein besseres Reisen zu ermöglichen. Allein 2018 stellt die Deutsche Bahn deswegen knapp 1.000 zusätzliche IT-Experten ein. Sie unterstützen beispielsweise Adiam Abraha dabei, dass im ICE das WLAN reibungslos funktioniert.

Adiam Abraha, Leiter ITK-Portfoliomanagement, Frankfurt (Main).

"Ich sorge dafür, dass IT-Projekte reibungslos laufen und ausreichend finanziert sind. Und es ist meine Aufgabe, bei Konflikten zwischen IT-Dienstleistern und Fachbereichen einzugreifen. Es kommt in meinem Job ganz stark auf drei Dinge an: Ausdauer, Zusammenspiel, kreative Lösungen finden. Ich bin stolz, dass wir jetzt mit der WLAN-Verfügbarkeit in den ICE einen großen Schritt nach vorn gemacht haben. Vernetzung funktioniert bei uns aber nicht nur digital, sondern auch zwischen unterschiedlichen Teams."


Tablets für Auszubildende

Die Deutsche Bahn stärkt das digitale Lernen: Zum Ausbildungsstart am 1. September erhalten 2.500 Auszubildende im ersten Lehrjahr ein Tablet. So sollen die digitalen Kompetenzen der Mitarbeiter von Anfang an gefördert und ausgebaut werden. IT-Kenntnisse werden in der Arbeitswelt immer wichtiger. Mit den Tablets wird außerdem die duale Ausbildung bei der DB noch attraktiver.

Die Tablets kommen sowohl im Betrieb als auch beim Lernen zum Einsatz. Sie ermöglichen den Zugriff auf Datenbanken und Regelwerke sowie die Nutzung von digitalen Lernformaten und internen Mitarbeiterplattformen. Zwar sind die Tablets in erster Linie für die Ausbildung gedacht, dürfen aber privat genutzt werden.

Bereits im letzten Jahr hatte die Deutsche Bahn erstmals Tablets an neue Azubis in den klassischen Eisenbahnerberufen Fahrdienstleiter, Lokführer und Kaufmann für Verkehrsservice ausgegeben. Nach sehr guten Erfahrungen in dieser Pilotphase kommen nun die gewerblich-technischen Ausbildungsberufe hinzu, z.B. Elektroniker für Betriebstechnik, Mechatroniker und Gleisbauer. Im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt die DB die Zahl der ausgegebenen Tablets.

Die Arbeitswelt der Zukunft

Für die Mitarbeiter der DB bedeutet die digitale Entwicklung auch in der Arbeitswelt neue Möglichkeiten: Erstens, weil ganz neue, interessante Berufe und Tätigkeiten entstehen, zweitens, weil neue Kompetenzen benötigt und gefördert werden, aber auch weil, drittens, neue Technologien Arbeitsprozesse einfacher machen können und Mitarbeiter entlasten.

Um die Digitalisierung weiterhin aktiv und erfolgreich zu gestalten, zählt für die DB immer der Dreiklang aus Mensch, Organisation und Technik. Digitalisierung muss allen drei Aspekten dienen – und in erster Linie dem Menschen. Für den Arbeitgeber Bahn bedeutet das wiederum drei Dinge: Recruiting, Qualifizierung und Weiterentwicklung von Berufsbildern. Konkret: Die DB stellt viele neue Mitarbeiter ein, die Know-how und Kompetenzen für die digitale Zukunft mitbringen. Außerdem qualifiziert der Konzern vorhandene Mitarbeiter umfassend und nachhaltig, um sie auf veränderte Anforderungen vorzubereiten. Und die DB entwickelt ihre Berufsbilder weiter, ein Prozess, an dessen Ende manche Berufsbilder wegfallen werden und andere neu entstehen.

Die Digitalisierung in den nächsten Jahren und Jahrzehnten wird deshalb begleitet von einer vorausschauenden Personalplanung: Je nach Bedarf werden in bestimmten Berufen mehr, in anderen weniger Leute eingestellt. Auch in Zukunft werden qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den Bahnbetrieb benötigt, darunter auch in Berufen, die es heute vielleicht noch gar nicht gibt.

Die DB bietet ihren Mitarbeitern auf dem Weg in die Arbeitswelt der Zukunft dabei gute und faire Rahmenbedingungen: Es gilt ein tarifvertraglich festgeschriebenes Recht auf Weiterbildung und Qualifizierung, sollten sich Beruf und Tätigkeit durch die Digitalisierung verändern („Tarifvertrag Arbeit 4.0“). Die DB entwickelt heute schon ihre Berufe gemeinsam mit Arbeitnehmervertretern weiter, um Ausbildung und Qualifizierung fit für die digitale Zukunft zu machen. Und bei der DB gilt weiterhin Beschäftigungssicherung, betriebsbedingte Kündigungen gibt es nicht. Qualifizierung und Bindung werden angesichts des zunehmenden Fachkräftebedarfs immer wichtiger.

Die DB will allein in diesem Jahr etwa 19.000 neue Mitarbeiter einstellen, unter ihnen knapp 4.000 Auszubildende. Gründe für den Einstellungsboom sind, neben einer hohen Altersfluktuation in den nächsten Jahren, das Wachstum und der digitale Ausbau des Konzerns. Besonders gefragt sind nach wie vor klassische Bahnberufe wie Lokführer, Fahrdienstleiter, Elektroniker, Servicekräfte und Gleisbauer. Verstärkt eingestellt werden darüber hinaus vor allem Ingenieure und IT-Experten.